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SMS-Nachsorge: Sektorenübergreifende Versorgung für Patientinnen mit Bulimia nervosa
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<b><i>Hintergrund: </i></b>Über den Zusammenhang zwischen der Teilnahme an E-Mental-Health-Interventionen und der Inanspruchnahme regulärer Psychotherapie ist bisher wenig bekannt. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern ein SMS-basiertes Nachsorgeprogramm mit einem veränderten Inanspruchnahmeverhalten ambulanter Therapie im Anschluss an eine stationäre Behandlung für Essstörungen assoziiert ist. <b><i>Methode: </i></b>165 Patientinnen, die aufgrund einer vollausgeprägten oder subsyndromalen Bulimia nervosa stationär behandelt wurden, wurden randomisiert jeweils einer Kontrollgruppe (KG: treatment as ususal (TAU)) oder Interventionsgruppe (IG: 16-wöchige Nachsorge über SMS zusätzlich zu TAU) zugewiesen. Erfasst wurden die Rückfallrate und die Inanspruchnahme ambulanter Therapie innerhalb des 8-monatigen Follow-up-Zeitraums. <b><i>Ergebnisse: </i></b>In der KG wurden signifikant mehr Rückfälle beobachtet als in der IG (KG: 42,0%; IG: 26,8%). Vergleichbar viele Teilnehmerinnen nahmen ambulante Therapie in Anspruch (KG: 52,2%; IG: 53,5%). Innerhalb der Teilnehmerinnen, die eine ambulante Therapie aufnahmen, unterschieden sich die Rückfallraten von KG und IG nicht signifikant (KG: 38,9%; IG: 28,9%). Ein bedeutsamer Unterschied wurde hingegen in der Untergruppe festgestellt, die keine ambulante Therapie nutzte (KG: 45,5%; IG: 24,2%). <b><i>Schlussfolgerung: </i></b>Die Studie unterstreicht den Bedarf an sektorenübergreifenden Versorgungsangeboten (stationär-ambulant). Die Studie liefert erste Hinweise, dass das SMS-Programm das Inanspruchnahmeverhalten bezüglich ambulanter Therapie positiv beeinflussen könnte. Weitere Studien sind notwendig, um diesen möglichen kausalen Effekt zu untersuchen.
Title: SMS-Nachsorge: Sektorenübergreifende Versorgung für Patientinnen mit Bulimia nervosa
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<b><i>Hintergrund: </i></b>Über den Zusammenhang zwischen der Teilnahme an E-Mental-Health-Interventionen und der Inanspruchnahme regulärer Psychotherapie ist bisher wenig bekannt.
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern ein SMS-basiertes Nachsorgeprogramm mit einem veränderten Inanspruchnahmeverhalten ambulanter Therapie im Anschluss an eine stationäre Behandlung für Essstörungen assoziiert ist.
<b><i>Methode: </i></b>165 Patientinnen, die aufgrund einer vollausgeprägten oder subsyndromalen Bulimia nervosa stationär behandelt wurden, wurden randomisiert jeweils einer Kontrollgruppe (KG: treatment as ususal (TAU)) oder Interventionsgruppe (IG: 16-wöchige Nachsorge über SMS zusätzlich zu TAU) zugewiesen.
Erfasst wurden die Rückfallrate und die Inanspruchnahme ambulanter Therapie innerhalb des 8-monatigen Follow-up-Zeitraums.
<b><i>Ergebnisse: </i></b>In der KG wurden signifikant mehr Rückfälle beobachtet als in der IG (KG: 42,0%; IG: 26,8%).
Vergleichbar viele Teilnehmerinnen nahmen ambulante Therapie in Anspruch (KG: 52,2%; IG: 53,5%).
Innerhalb der Teilnehmerinnen, die eine ambulante Therapie aufnahmen, unterschieden sich die Rückfallraten von KG und IG nicht signifikant (KG: 38,9%; IG: 28,9%).
Ein bedeutsamer Unterschied wurde hingegen in der Untergruppe festgestellt, die keine ambulante Therapie nutzte (KG: 45,5%; IG: 24,2%).
<b><i>Schlussfolgerung: </i></b>Die Studie unterstreicht den Bedarf an sektorenübergreifenden Versorgungsangeboten (stationär-ambulant).
Die Studie liefert erste Hinweise, dass das SMS-Programm das Inanspruchnahmeverhalten bezüglich ambulanter Therapie positiv beeinflussen könnte.
Weitere Studien sind notwendig, um diesen möglichen kausalen Effekt zu untersuchen.
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