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Hypophosphatasie

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ZusammenfassungMuskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen sind häufige Gründe für ärztliche Konsultationen und die Beschwerdeursache oft vielgestaltig. Die tägliche Herausforderung dabei ist, nicht nur die bestmögliche individuelle Therapie für den jeweiligen Patienten zu wählen, sondern auch bei aller Routine die Aufmerksamkeit für das Besondere zu bewahren. Risikofaktoren für Qualitätsstörungen des Knochens, wie Osteoporose, Osteopenie oder Osteomalazie werden in der klinischen Praxis häufig gefunden. Vor allem die Vitamin-D-Mangel-bedingte Verschlechterung der Knochenqualität, die z. B. zur Entste-hung von Stressfrakturen führen kann, spielt eine große Rolle. Darüber hinaus gibt es aber auch Mineralisationsstörungen, die weniger gut bekannt sind und die noch nicht routine-mäßig diagnostiziert werden. Dazu gehört z. B. auch die Hypophosphatasie (HPP), eine Erbkrankheit mit defekter Knochen- und Zahnmineralisation bei mangelnder Aktivität der gewebeunspezifischen alkalischen Phosphatase (ALPL) und daraus resultierender Akkumulation von Stoffwechselprodukten in Form von anorganischem Pyrophosphat (iPP), Pyridoxal phosphat (PLP) und Phosphoethanolamin (PEA). Die Folge dieser Erkrankung ist u. a. eine Störung der Knochenmineralisation, die zu Frakturen, Knochendeformitäten und anderen ossären Problemen führen kann. Die Symptomatik kann jedoch vielgestaltig sein und neurologische wie muskuläre Beschwerden beinhalten, was die Diagnostik erschwert.Eine Erniedrigung der alkalischen Phosphatase (AP) und/oder der knochenspezifischen AP ist ein wesentlicher diagnostischer Hinweis, dem nachgegangen werden sollte, um eine HPP auszuschließen oder zu bestätigen. Die Diagnostik umfasst Laborparameter (AP, Knochen-AP, Ca, P, PLP, iPP, PEA, u. a.), Genanalysen (Mutationen im ALPL-Gen, das für die unspezifische alkalische Gewebs-Phosphatase aus Leber, Knochen und Niere kodiert) aber auch bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT) und Knochendichtemessungen (DXA). Eine korrekte Diagnosestellung ist sehr wichtig, da gängige osteologische Medikamente wie z. B. Bisphosphonate HPP-Patienten mehr schaden als nutzen können. Viele Patienten haben mit der Diagnosestellung eine Erklä-rung für die manchmal vielgestaltigen Beschwerden, können demzufolge mit der Erkrankungssituation besser umgehen und von präventiven Maßnahmen profitieren. Potenziell kurative Ansätze wie z. B. eine Enzym -ersatztherapie sind in Entwicklung, aber im klinischen Alltag noch nicht integriert. Somit stehen bisher die symptomatischen Behandlungsansätze mit antiphlogistischer Therapie, Ernährungsberatung, Krankengymnastik und, wenn notwendig, Frakturversorgung im Vordergrund.
Title: Hypophosphatasie
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ZusammenfassungMuskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen sind häufige Gründe für ärztliche Konsultationen und die Beschwerdeursache oft vielgestaltig.
Die tägliche Herausforderung dabei ist, nicht nur die bestmögliche individuelle Therapie für den jeweiligen Patienten zu wählen, sondern auch bei aller Routine die Aufmerksamkeit für das Besondere zu bewahren.
Risikofaktoren für Qualitätsstörungen des Knochens, wie Osteoporose, Osteopenie oder Osteomalazie werden in der klinischen Praxis häufig gefunden.
Vor allem die Vitamin-D-Mangel-bedingte Verschlechterung der Knochenqualität, die z.
B.
zur Entste-hung von Stressfrakturen führen kann, spielt eine große Rolle.
Darüber hinaus gibt es aber auch Mineralisationsstörungen, die weniger gut bekannt sind und die noch nicht routine-mäßig diagnostiziert werden.
Dazu gehört z.
B.
auch die Hypophosphatasie (HPP), eine Erbkrankheit mit defekter Knochen- und Zahnmineralisation bei mangelnder Aktivität der gewebeunspezifischen alkalischen Phosphatase (ALPL) und daraus resultierender Akkumulation von Stoffwechselprodukten in Form von anorganischem Pyrophosphat (iPP), Pyridoxal phosphat (PLP) und Phosphoethanolamin (PEA).
Die Folge dieser Erkrankung ist u.
a.
eine Störung der Knochenmineralisation, die zu Frakturen, Knochendeformitäten und anderen ossären Problemen führen kann.
Die Symptomatik kann jedoch vielgestaltig sein und neurologische wie muskuläre Beschwerden beinhalten, was die Diagnostik erschwert.
Eine Erniedrigung der alkalischen Phosphatase (AP) und/oder der knochenspezifischen AP ist ein wesentlicher diagnostischer Hinweis, dem nachgegangen werden sollte, um eine HPP auszuschließen oder zu bestätigen.
Die Diagnostik umfasst Laborparameter (AP, Knochen-AP, Ca, P, PLP, iPP, PEA, u.
a.
), Genanalysen (Mutationen im ALPL-Gen, das für die unspezifische alkalische Gewebs-Phosphatase aus Leber, Knochen und Niere kodiert) aber auch bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT) und Knochendichtemessungen (DXA).
Eine korrekte Diagnosestellung ist sehr wichtig, da gängige osteologische Medikamente wie z.
B.
Bisphosphonate HPP-Patienten mehr schaden als nutzen können.
Viele Patienten haben mit der Diagnosestellung eine Erklä-rung für die manchmal vielgestaltigen Beschwerden, können demzufolge mit der Erkrankungssituation besser umgehen und von präventiven Maßnahmen profitieren.
Potenziell kurative Ansätze wie z.
B.
eine Enzym -ersatztherapie sind in Entwicklung, aber im klinischen Alltag noch nicht integriert.
Somit stehen bisher die symptomatischen Behandlungsansätze mit antiphlogistischer Therapie, Ernährungsberatung, Krankengymnastik und, wenn notwendig, Frakturversorgung im Vordergrund.

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