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Zervikale Lymphknotenbeteiligung in Abhängigkeit der Tumorlokalisation oraler Malignome - eine retrospektive Studie
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Hintergrund: Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem Primärtumorvolumen, der räumlichen Verteilung zervikaler Lymphknotenmetastasen und der TNM-Klassifikation bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle und des Pharynx mithilfe hochauflösender, MRT-gestützter Volumen- und Distanzmessungen zu untersuchen.
Material und Methoden: In dieser retrospektiven Analyse wurden 116 überwiegend männliche Patienten (62,9 %) mit einem Durchschnittsalter von 67,7 ± 11,5 Jahren mit histologisch gesichertem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle oder des Pharynx untersucht, die entweder eine primäre chirurgische Resektion mit Neck Dissection oder eine definitive Radiochemotherapie erhalten hatten. Die MRT-gestützte Volumenanalyse sowie Zentrum-zu-Zentrum-Distanzmessungen zwischen Primärtumor und zervikalen Lymphknotenmetastasen wurden mit spezieller 3D-Postprocessing-Software durchgeführt.
Spearman-Korrelationskoeffizienten wurden berechnet, um die Zusammenhänge zwischen Tumorvolumen, Lymphknotendistanz und TNM-Staging-Parametern zu bewerten.
Ergebnisse: Die Tumor-zu-Lymphknoten-Distanzen im MRT reichten von 11,7 bis 117,3 mm (Durchschnitt: 47,6 ± 19,4 mm). Das Tumorvolumen variierte zwischen 0,5 und 87,2 cm³ (Median: 13,3 ± 13,2 cm³) und war bei männlichen Patienten höher. Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen Tumorvolumen und sowohl Lymphknotendistanz als auch pT-Stadium (p<0,0001). Keine Korrelation wurde zwischen Lymphknotenvolumen und Metastasierungsdistanz gefunden (p=0,3436). Die Korrelation zwischen Tumorvolumen und der Distanz zu metastatischen Lymphknoten war stärker (Spearman’s r=0,4541, p<0,0001) als die Korrelation zwischen T-Stadium (TNM-Klassifikation) und LK distanz (Spearman’s r=0,2682, p=0,0036).
Schlussfolgerung: Die MRT-gestützte Analyse zeigte, dass das Tumorvolumen ein stärkerer Prädiktor für das räumliche Ausmaß der Lymphknotenmetastasen ist als das T-Stadium allein. Tumoren mit höherem Volumen waren mit größeren Distanzen zu metastatischen Lymphknoten assoziiert, insbesondere bei bilateraler Beteiligung. Diese Ergebnisse unterstreichen den zusätzlichen Wert quantitativer 3D-MRT-gestützter Volumen- und Distanzanalysen zur Vorhersage von Metastasierungsmustern bei Kopf-Hals-Tumoren, was letztlich eine Verbesserung der chirurgischen und strahlentherapeutischen Planung im Vergleich zu herkömmlichen, anatomisch basierten Klassifikationssystemen ermöglichen könnte.
Title: Zervikale Lymphknotenbeteiligung in Abhängigkeit der Tumorlokalisation oraler Malignome - eine retrospektive Studie
Description:
Hintergrund: Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem Primärtumorvolumen, der räumlichen Verteilung zervikaler Lymphknotenmetastasen und der TNM-Klassifikation bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle und des Pharynx mithilfe hochauflösender, MRT-gestützter Volumen- und Distanzmessungen zu untersuchen.
Material und Methoden: In dieser retrospektiven Analyse wurden 116 überwiegend männliche Patienten (62,9 %) mit einem Durchschnittsalter von 67,7 ± 11,5 Jahren mit histologisch gesichertem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle oder des Pharynx untersucht, die entweder eine primäre chirurgische Resektion mit Neck Dissection oder eine definitive Radiochemotherapie erhalten hatten.
Die MRT-gestützte Volumenanalyse sowie Zentrum-zu-Zentrum-Distanzmessungen zwischen Primärtumor und zervikalen Lymphknotenmetastasen wurden mit spezieller 3D-Postprocessing-Software durchgeführt.
Spearman-Korrelationskoeffizienten wurden berechnet, um die Zusammenhänge zwischen Tumorvolumen, Lymphknotendistanz und TNM-Staging-Parametern zu bewerten.
Ergebnisse: Die Tumor-zu-Lymphknoten-Distanzen im MRT reichten von 11,7 bis 117,3 mm (Durchschnitt: 47,6 ± 19,4 mm).
Das Tumorvolumen variierte zwischen 0,5 und 87,2 cm³ (Median: 13,3 ± 13,2 cm³) und war bei männlichen Patienten höher.
Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen Tumorvolumen und sowohl Lymphknotendistanz als auch pT-Stadium (p<0,0001).
Keine Korrelation wurde zwischen Lymphknotenvolumen und Metastasierungsdistanz gefunden (p=0,3436).
Die Korrelation zwischen Tumorvolumen und der Distanz zu metastatischen Lymphknoten war stärker (Spearman’s r=0,4541, p<0,0001) als die Korrelation zwischen T-Stadium (TNM-Klassifikation) und LK distanz (Spearman’s r=0,2682, p=0,0036).
Schlussfolgerung: Die MRT-gestützte Analyse zeigte, dass das Tumorvolumen ein stärkerer Prädiktor für das räumliche Ausmaß der Lymphknotenmetastasen ist als das T-Stadium allein.
Tumoren mit höherem Volumen waren mit größeren Distanzen zu metastatischen Lymphknoten assoziiert, insbesondere bei bilateraler Beteiligung.
Diese Ergebnisse unterstreichen den zusätzlichen Wert quantitativer 3D-MRT-gestützter Volumen- und Distanzanalysen zur Vorhersage von Metastasierungsmustern bei Kopf-Hals-Tumoren, was letztlich eine Verbesserung der chirurgischen und strahlentherapeutischen Planung im Vergleich zu herkömmlichen, anatomisch basierten Klassifikationssystemen ermöglichen könnte.
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