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Ptolemaios, Caligula und die fremde abolla – Neue Überlegungen zum Ende des letzten mauretanischen Königs
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Zusammenfassung
Der Tod des Ptolemaios von Mauretanien im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. erscheint auch heute noch rätselhaft. In dieser Untersuchung soll daher neues Licht auf ein vieldiskutiertes Thema geworfen werden. Dabei wird insbesondere eine Passage in Suetons Schrift über den römischen Kaiser Caligula in den Blick genommen, der für den Tod des Ptolomaios verantwortlich gewesen sein soll. Dort wird berichtet, dass Caligula den mauretanischen König habe ermorden lassen, da dieser in einer purpurnen abolla in Rom erschienen sein und somit den Kaiser öffentlich brüskiert haben soll. In der Analyse der schriftlichen Quellen wird deutlich, dass es sich bei der abolla um eine typische Tracht hellenistisch geprägter Herrscher handelte, die von der römischen Gesellschaft als fremd konnotiert wurde. Die prestigeträchtige Farbe des Purpurs stellte eine zusätzliche Komponente einer traditionellen monarchischen Selbstdarstellung dar, die von Ptolemaios als König von Mauretanien auch so zu erwarten gewesen sein muss. Doch zeigt es sich, dass das Auftreten des Ptolemaios von Caligula vor dem Hintergrund der Spannungen der Gaetulicus-Lepidus-Verschwörung und der selbst gewählten Herrschaftskonzeption des princeps – einer expressiven Repräsentation des eigenen Ranges – missverstanden wurde. Dies führte schließlich zur drastischen Reaktion des Kaisers.
Title: Ptolemaios, Caligula und die fremde
abolla
– Neue Überlegungen zum Ende des letzten mauretanischen Königs
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Zusammenfassung
Der Tod des Ptolemaios von Mauretanien im frühen 1.
Jahrhundert n.
Chr.
erscheint auch heute noch rätselhaft.
In dieser Untersuchung soll daher neues Licht auf ein vieldiskutiertes Thema geworfen werden.
Dabei wird insbesondere eine Passage in Suetons Schrift über den römischen Kaiser Caligula in den Blick genommen, der für den Tod des Ptolomaios verantwortlich gewesen sein soll.
Dort wird berichtet, dass Caligula den mauretanischen König habe ermorden lassen, da dieser in einer purpurnen abolla in Rom erschienen sein und somit den Kaiser öffentlich brüskiert haben soll.
In der Analyse der schriftlichen Quellen wird deutlich, dass es sich bei der abolla um eine typische Tracht hellenistisch geprägter Herrscher handelte, die von der römischen Gesellschaft als fremd konnotiert wurde.
Die prestigeträchtige Farbe des Purpurs stellte eine zusätzliche Komponente einer traditionellen monarchischen Selbstdarstellung dar, die von Ptolemaios als König von Mauretanien auch so zu erwarten gewesen sein muss.
Doch zeigt es sich, dass das Auftreten des Ptolemaios von Caligula vor dem Hintergrund der Spannungen der Gaetulicus-Lepidus-Verschwörung und der selbst gewählten Herrschaftskonzeption des princeps – einer expressiven Repräsentation des eigenen Ranges – missverstanden wurde.
Dies führte schließlich zur drastischen Reaktion des Kaisers.
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