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Beschwerden und Komplikationen nach intravitrealer operativer Medikamenteneingabe (IVOM) und potenzielle Risikofaktoren

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Zusammenfassung Hintergrund Die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) ist weltweit die häufigste Therapieform bei Netzhautgefäßerkrankungen. Ziel der Arbeit Untersuchung der Endophthalmitisrate sowie Häufigkeit subjektiver Beschwerden und möglicher Risikofaktoren im Zusammenhang mit IVOM. Material und Methoden In dieser monozentrischen Studie wurden im ersten Teil die Zahl der Endophthalmitisfälle sowie potenzielle Risikofaktoren anhand der Routine-Krankenhausdokumentation von 123.373 IVOM im Zeitraum 2013 bis 2022 analysiert. Im zweiten Teil wurden subjektive Beschwerden sowie potenzielle Risikofaktoren nach IVOM anhand einer Umfrage mit 584 Patienten untersucht. Ergebnisse Von 2013 bis 2022 traten 27 Endophthalmitisfälle nach IVOM auf (0,02 %). Die Analyse potenzieller Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, Desinfektionsart, Anzahl an Vorinjektionen, Wochentag, Jahr, beidseitige Injektion) zeigte, dass keiner dieser Faktoren mit einer erhöhten Endophthalmitisrate assoziiert war. Die anfängliche Identifikation der beidseitigen Injektion als Risikofaktor wurde durch weiterführende Analysen widerlegt und als statistisches Artefakt klassifiziert. Mehr als 10 % der Patienten berichteten am Folgetag der Injektion über Beschwerden wie Fremdkörpergefühl (18 %), Sehen von Luftblasen (17 %), Juckreiz (12 %) und gerötetes Auge (11 %). Seltener traten Hyposphagma (4 %) oder starke Schmerzen am Tag nach der Injektion (2 %) auf. Männliche Patienten berichteten seltener starke Schmerzen am Folgetag (Odds Ratio 0,18, 95 %-Konfidenzintervall 0,03–0,72). Knapp 2 % der Patienten suchten ungeplant einen Augenarzt auf oder erwogen einen Therapieabbruch aufgrund von Beschwerden. Diskussion Subjektive Beschwerden treten häufiger auf als schwerwiegende Komplikationen und können die Therapieadhärenz gefährden. Eine Aufklärung über erwartbare Missempfindungen ist sinnvoll.
Title: Beschwerden und Komplikationen nach intravitrealer operativer Medikamenteneingabe (IVOM) und potenzielle Risikofaktoren
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Zusammenfassung Hintergrund Die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) ist weltweit die häufigste Therapieform bei Netzhautgefäßerkrankungen.
Ziel der Arbeit Untersuchung der Endophthalmitisrate sowie Häufigkeit subjektiver Beschwerden und möglicher Risikofaktoren im Zusammenhang mit IVOM.
Material und Methoden In dieser monozentrischen Studie wurden im ersten Teil die Zahl der Endophthalmitisfälle sowie potenzielle Risikofaktoren anhand der Routine-Krankenhausdokumentation von 123.
373 IVOM im Zeitraum 2013 bis 2022 analysiert.
Im zweiten Teil wurden subjektive Beschwerden sowie potenzielle Risikofaktoren nach IVOM anhand einer Umfrage mit 584 Patienten untersucht.
Ergebnisse Von 2013 bis 2022 traten 27 Endophthalmitisfälle nach IVOM auf (0,02 %).
Die Analyse potenzieller Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, Desinfektionsart, Anzahl an Vorinjektionen, Wochentag, Jahr, beidseitige Injektion) zeigte, dass keiner dieser Faktoren mit einer erhöhten Endophthalmitisrate assoziiert war.
Die anfängliche Identifikation der beidseitigen Injektion als Risikofaktor wurde durch weiterführende Analysen widerlegt und als statistisches Artefakt klassifiziert.
Mehr als 10 % der Patienten berichteten am Folgetag der Injektion über Beschwerden wie Fremdkörpergefühl (18 %), Sehen von Luftblasen (17 %), Juckreiz (12 %) und gerötetes Auge (11 %).
Seltener traten Hyposphagma (4 %) oder starke Schmerzen am Tag nach der Injektion (2 %) auf.
Männliche Patienten berichteten seltener starke Schmerzen am Folgetag (Odds Ratio 0,18, 95 %-Konfidenzintervall 0,03–0,72).
Knapp 2 % der Patienten suchten ungeplant einen Augenarzt auf oder erwogen einen Therapieabbruch aufgrund von Beschwerden.
Diskussion Subjektive Beschwerden treten häufiger auf als schwerwiegende Komplikationen und können die Therapieadhärenz gefährden.
Eine Aufklärung über erwartbare Missempfindungen ist sinnvoll.

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