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Paul Julius Möbius (1853–1907) über Epilepsie

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ZusammenfassungZunächst wird der Leipziger Neurologe, Psychiater und Wissenschaftspublizist Paul Julius Möbius biografisch vorgestellt. Er begann eine akademische Karriere als Mediziner an seiner Heimatuniversität, brach diese 1888 mit der Kündigung als Assistenzarzt an der Universitätspoliklinik und 1893 als habilitierter Privatdozent mit der Rückgabe seiner Venia Legendi aber ab. Er hatte sich persönlich vonseiten der Fakultät übergangen und mit seinen Leistungen nicht anerkannt gefühlt. Die ätiologische Einteilung der Nervenkrankheiten in endogene und exogene geht auf Möbius zurück. Erstmals legt er diese in seinem „Abriss der Lehre von den Nervenkrankheiten“ (1893) detaillierter vor. Die Epilepsie, deren dortiger Beschreibung gefolgt wird, teilt er den endogenen Erkrankungen zu, da sie in der Regel auf einer angeborenen Anlage beruhe. Möbius besteht darauf, die „Krankheit Epilepsie“ solle man nur diagnostizieren bei Krampfanfällen ohne sonstige bekannte Hirnerkrankung. Mithilfe einer Familienanamnese und in Abgrenzung v. a. zur Hysterie sei die Diagnose relativ einfach möglich. Gelegenheitsursachen wie Gemütsbewegungen und Überreizungen sieht er als Auslöser der Anfälle. Diese gelte es mit der Ruhigstellung der Kranken mithilfe von Bromkalium zu vermeiden. Die Epilepsie sei unheilbar. Sie beginne meist in Kindheit und Jugend, verschlimmere sich während der Pubertät, um folgend mit einer Anfallshäufigkeit zuzunehmen. Schweren Fällen stellt Möbius eine schlechte Prognose mit Übergang in „Schwachsinn“ und schließlich „Blödsinn“. Durch körperliche Schwächung wiesen Epileptiker eine geringere Lebenserwartung auf. Möbius war kein Epileptologe, er referiert wohl eher den Wissenstand seiner Zeit.
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Title: Paul Julius Möbius (1853–1907) über Epilepsie
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ZusammenfassungZunächst wird der Leipziger Neurologe, Psychiater und Wissenschaftspublizist Paul Julius Möbius biografisch vorgestellt.
Er begann eine akademische Karriere als Mediziner an seiner Heimatuniversität, brach diese 1888 mit der Kündigung als Assistenzarzt an der Universitätspoliklinik und 1893 als habilitierter Privatdozent mit der Rückgabe seiner Venia Legendi aber ab.
Er hatte sich persönlich vonseiten der Fakultät übergangen und mit seinen Leistungen nicht anerkannt gefühlt.
Die ätiologische Einteilung der Nervenkrankheiten in endogene und exogene geht auf Möbius zurück.
Erstmals legt er diese in seinem „Abriss der Lehre von den Nervenkrankheiten“ (1893) detaillierter vor.
Die Epilepsie, deren dortiger Beschreibung gefolgt wird, teilt er den endogenen Erkrankungen zu, da sie in der Regel auf einer angeborenen Anlage beruhe.
Möbius besteht darauf, die „Krankheit Epilepsie“ solle man nur diagnostizieren bei Krampfanfällen ohne sonstige bekannte Hirnerkrankung.
Mithilfe einer Familienanamnese und in Abgrenzung v.
 a.
zur Hysterie sei die Diagnose relativ einfach möglich.
Gelegenheitsursachen wie Gemütsbewegungen und Überreizungen sieht er als Auslöser der Anfälle.
Diese gelte es mit der Ruhigstellung der Kranken mithilfe von Bromkalium zu vermeiden.
Die Epilepsie sei unheilbar.
Sie beginne meist in Kindheit und Jugend, verschlimmere sich während der Pubertät, um folgend mit einer Anfallshäufigkeit zuzunehmen.
Schweren Fällen stellt Möbius eine schlechte Prognose mit Übergang in „Schwachsinn“ und schließlich „Blödsinn“.
Durch körperliche Schwächung wiesen Epileptiker eine geringere Lebenserwartung auf.
Möbius war kein Epileptologe, er referiert wohl eher den Wissenstand seiner Zeit.

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