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Politische Akteure

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Zusammenfassung Die soziologische Systemtheorie hat ein Problem mit ›Akteuren‹. Akteure werden häufig ›fiktive Akteure‹ genannt, insofern der Begriff auf kommunikative Erwartungen referiert und auf kommunikative Zurechnungen von Handlungen, aber eben nicht auf konkrete Personen (I). Im Folgenden soll eine allgemeine Theorie des Akteurs skizziert und diese Argumentation auf den homo politicus - auf den politischen Akteur - angewendet werden (II). Während ein ›Rationalakteur‹ nichts als eine kommunikative Konstruktion ist, eine rationalisierte ›Adresse‹, verweist der Begriff der Person - wiewohl gleichfalls ›nichts als‹ eine soziale Konstruktion - als strukturelle Kopplung auf die ›andere Seite‹ des Bewusstseins. Es wird also zwischen ›Akteur‹ und ›Person‹ differenziert. Diese Sicht erfordert Spezifikationen auf der Seite des Bewusstseins, weil die systemtheoretische Figur der strukturellen Kopplung beide Systeme auf den Schirm der Theorie bringt: Bewusstsein und Kommunikation (III). Die Gründe dafür, dass diese strukturelle Kopplung ›hält‹, werden in der Rekonstruktion psychischer Selbstorganisation durch Selbstschemata im Zuge der Erwartungsübernahme durch Beteiligung an Kommunikation gesucht (IV). Der Zusammenhang wird zugespitzt in der Formel, dass individuelle und organisierte Akteure sich - in der modernen Gesellschaft - in dem Maße konfigurieren als sie beobachten, wie sie als Akteure beobachtet werden (V). Dieser Zusammenhang wird an Beispielen demonstriert (VI), die auf einen Begriff des homo politicus verweisen, der allerdings - im Gegenzug - nicht ohne Personen auskommt (VII).
Walter de Gruyter GmbH
Title: Politische Akteure
Description:
Zusammenfassung Die soziologische Systemtheorie hat ein Problem mit ›Akteuren‹.
Akteure werden häufig ›fiktive Akteure‹ genannt, insofern der Begriff auf kommunikative Erwartungen referiert und auf kommunikative Zurechnungen von Handlungen, aber eben nicht auf konkrete Personen (I).
Im Folgenden soll eine allgemeine Theorie des Akteurs skizziert und diese Argumentation auf den homo politicus - auf den politischen Akteur - angewendet werden (II).
Während ein ›Rationalakteur‹ nichts als eine kommunikative Konstruktion ist, eine rationalisierte ›Adresse‹, verweist der Begriff der Person - wiewohl gleichfalls ›nichts als‹ eine soziale Konstruktion - als strukturelle Kopplung auf die ›andere Seite‹ des Bewusstseins.
Es wird also zwischen ›Akteur‹ und ›Person‹ differenziert.
Diese Sicht erfordert Spezifikationen auf der Seite des Bewusstseins, weil die systemtheoretische Figur der strukturellen Kopplung beide Systeme auf den Schirm der Theorie bringt: Bewusstsein und Kommunikation (III).
Die Gründe dafür, dass diese strukturelle Kopplung ›hält‹, werden in der Rekonstruktion psychischer Selbstorganisation durch Selbstschemata im Zuge der Erwartungsübernahme durch Beteiligung an Kommunikation gesucht (IV).
Der Zusammenhang wird zugespitzt in der Formel, dass individuelle und organisierte Akteure sich - in der modernen Gesellschaft - in dem Maße konfigurieren als sie beobachten, wie sie als Akteure beobachtet werden (V).
Dieser Zusammenhang wird an Beispielen demonstriert (VI), die auf einen Begriff des homo politicus verweisen, der allerdings - im Gegenzug - nicht ohne Personen auskommt (VII).

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