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Wissenschaftskommunikation als Kontaktzone und Kontaktszene
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ZusammenfassungDie Forschung zu Wissenschaftskommunikation wird von konfligierenden normativen Prämissen, unreflektierten Modellen und politischen Maßgaben mitbestimmt. Der Beitrag erörtert das Potenzial vom M.L. Pratts Begriff der »Kontaktzone«, um der Kontingenz und Konfliktträchtigkeit des kommunikativen Grenzverkehrs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besser gerecht werden zu können. Im Zentrum stehen sowohl verräumlichende Konzeptbegriffe als auch reale Schauplätze von Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Inszenierungs- und Erzählformaten wie z.B. der BerlinerFalling Walls-Konferenz. Als zentrales Problem zwischen Programmen und Praxis, ›talk‹ und ›action‹ der Wissenschaftskommunikation markiert der Beitrag mit Helen Wilson die Paradoxien organisierter Begegnungen: Will man Wissenschaftskommunikation im Zeichen von Dialog und Partizipation institutionalisieren, dürfen Störungen und Überraschungen nicht einem Ideal von plan- und kontrollierbarer Kommunikation untergeordnet werden. Störungen sind vielmehr als konstitutiver Bestandteil auch der Wissenschaftskommunikation zu denken; und ihre materiellen Orte und diskursiven Räume, ihre Gelegenheiten und Rituale dürfen sich daher nicht vorschnell gegen Unvorhergesehenes abschließen.
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Title: Wissenschaftskommunikation als Kontaktzone und Kontaktszene
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ZusammenfassungDie Forschung zu Wissenschaftskommunikation wird von konfligierenden normativen Prämissen, unreflektierten Modellen und politischen Maßgaben mitbestimmt.
Der Beitrag erörtert das Potenzial vom M.
L.
Pratts Begriff der »Kontaktzone«, um der Kontingenz und Konfliktträchtigkeit des kommunikativen Grenzverkehrs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besser gerecht werden zu können.
Im Zentrum stehen sowohl verräumlichende Konzeptbegriffe als auch reale Schauplätze von Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Inszenierungs- und Erzählformaten wie z.
B.
der BerlinerFalling Walls-Konferenz.
Als zentrales Problem zwischen Programmen und Praxis, ›talk‹ und ›action‹ der Wissenschaftskommunikation markiert der Beitrag mit Helen Wilson die Paradoxien organisierter Begegnungen: Will man Wissenschaftskommunikation im Zeichen von Dialog und Partizipation institutionalisieren, dürfen Störungen und Überraschungen nicht einem Ideal von plan- und kontrollierbarer Kommunikation untergeordnet werden.
Störungen sind vielmehr als konstitutiver Bestandteil auch der Wissenschaftskommunikation zu denken; und ihre materiellen Orte und diskursiven Räume, ihre Gelegenheiten und Rituale dürfen sich daher nicht vorschnell gegen Unvorhergesehenes abschließen.
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