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Kostenanalyse ambulanter Patienten einer medizinischen Poliklinik
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In der vorliegenden Untersuchung wurden die diagnostischen und therapeutischen Kosten für 300 Patienten einer Medizinischen Poliklinik über einen Zeitraum von zwei Jahren mittels eines Fragebogens untersucht. Als Berechnungsgrundlage dienten der Spitalleistungskatalog (SLK) und die Apothekenpreise für Medikamente. Insgesamt mussten für die 300 Patienten CHF 238396 aufgewendet werden. Der von den Krankenkassen erstattete Betrag, welcher aufgrund der Poliklinikpauschale von CHF 140 und durch separat verrechnete Leistungen (radiologische Untersuchungen) ermittelt wurde, belief sich auf CHF 134 279, was einer Kostendeckung von 56% entsprach. Prozentual nahmen die analytischen Leistungen mit 32% den grössten Kostenanteil in Anspruch, gefolgt von den ärztlichen (27%) und den technischen Leistungen (26%). Für Medikamente fielen 15% der Kosten an. Die Auswertung der einzelnen analytischen und technischen Leistungen zeigte in vielen Fällen eine ungewöhnlich hohe Zahl von Verordnungen. Unter den abgegebenen oder rezeptierten Medikamenten fielen besonders Protonen-Pumpen-Inhibitoren, moderne Herz-Kreislauf-Medikamente und Statine auf. Mögliche Ursachen sind ein relativ geringes Kostenbewusstsein der an der Studie beteiligten Ärzte und ein zunehmender Trend zu modernen, aber kostenintensiven Therapien. Ein Kostenbewusstsein kann sich allerdings nur dann entwickeln, wenn genaue Kenntnisse über die tatsächlichen Aufwendungen bestehen.
Title: Kostenanalyse ambulanter Patienten einer medizinischen Poliklinik
Description:
In der vorliegenden Untersuchung wurden die diagnostischen und therapeutischen Kosten für 300 Patienten einer Medizinischen Poliklinik über einen Zeitraum von zwei Jahren mittels eines Fragebogens untersucht.
Als Berechnungsgrundlage dienten der Spitalleistungskatalog (SLK) und die Apothekenpreise für Medikamente.
Insgesamt mussten für die 300 Patienten CHF 238396 aufgewendet werden.
Der von den Krankenkassen erstattete Betrag, welcher aufgrund der Poliklinikpauschale von CHF 140 und durch separat verrechnete Leistungen (radiologische Untersuchungen) ermittelt wurde, belief sich auf CHF 134 279, was einer Kostendeckung von 56% entsprach.
Prozentual nahmen die analytischen Leistungen mit 32% den grössten Kostenanteil in Anspruch, gefolgt von den ärztlichen (27%) und den technischen Leistungen (26%).
Für Medikamente fielen 15% der Kosten an.
Die Auswertung der einzelnen analytischen und technischen Leistungen zeigte in vielen Fällen eine ungewöhnlich hohe Zahl von Verordnungen.
Unter den abgegebenen oder rezeptierten Medikamenten fielen besonders Protonen-Pumpen-Inhibitoren, moderne Herz-Kreislauf-Medikamente und Statine auf.
Mögliche Ursachen sind ein relativ geringes Kostenbewusstsein der an der Studie beteiligten Ärzte und ein zunehmender Trend zu modernen, aber kostenintensiven Therapien.
Ein Kostenbewusstsein kann sich allerdings nur dann entwickeln, wenn genaue Kenntnisse über die tatsächlichen Aufwendungen bestehen.
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