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Brauchen wir mehr Ehrenamt in der Medizin? Projektbeispiele aus der Unfallchirurgie

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ZusammenfassungDer Pflegemangel, gesetzliche Vorgaben und die Finanzierungsdefizite führen zu einer zunehmend schlechteren Patientenversorgung in deutschen Krankenhäusern.Ehrenamtliche Patientenbegleiter können hier eine sinnvolle Unterstützung bei der Unterhaltung und Betreuung der Patienten sein. Durch die Betreuung der Patienten wird auf den Stationen das medizinische Fachpersonal entlastet und den Patienten Ängste und Sorgen genommen.Die Begleiter besuchten ausgesuchte, einsame und somit delirgefährdete Patienten auf den Stationen und verbrachten ca. 1 h Zeit mit Gesprächen, spielen, vorlesen oder meistens nur zuhören. Zusätzlich wurde eine OP-Begleitung angeboten, bei der die Patienten am Vortag den Begleiter kennenlernten, der sie dann bis in den OP und später vom Aufwachraum wieder auf die Station begleitete. Zur Unterstützung nach der Entlassung wurden Übergangsbegleiter eingesetzt. Sie nahmen vor der Entlassung Kontakt zu den Patienten auf und unterstützten die Patienten bei der Organisation des häuslichen Umfeldes und der weiteren sozialen und medizinischen Betreuung.Vom 01.07.2017 bis 01.04.2023 wurden 12000 Patientenbegleitungen in 4 Krankenhäusern in 14 Stationen durchgeführt. Die Bewertung der Ehrenamtlichen nach Schulnoten zum Erfolg ihrer Arbeit lag im Mittel bei 1,3, die Bewertung der Patienten betrug im Mittel 1,2. Seit November 2020 wurden in der Unfallchirurgie 120 OP-Begleitungen durch Ehrenamtliche vorgenommen, die so erfolgreich waren, dass wir dies bei allen alten Patienten auch grundsätzlich bei einem Familienangehörigen anbieten. Seit 2022 konnten in einem Pilotprojekt 30 Übergangsbegleiter die Patienten erfolgreich zu Hause unterstützen.Ehrenamtliches Engagement im und um das Krankenhaus ist eine wichtige Unterstützung bei alten und alleinstehenden Patienten und entlastet das medizinische Personal im Krankenhaus. Es ist eine „Win-win-win-win-Situation“ für die Patienten, Begleiter, Personal und Geschäftsführung.
Title: Brauchen wir mehr Ehrenamt in der Medizin? Projektbeispiele aus der Unfallchirurgie
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ZusammenfassungDer Pflegemangel, gesetzliche Vorgaben und die Finanzierungsdefizite führen zu einer zunehmend schlechteren Patientenversorgung in deutschen Krankenhäusern.
Ehrenamtliche Patientenbegleiter können hier eine sinnvolle Unterstützung bei der Unterhaltung und Betreuung der Patienten sein.
Durch die Betreuung der Patienten wird auf den Stationen das medizinische Fachpersonal entlastet und den Patienten Ängste und Sorgen genommen.
Die Begleiter besuchten ausgesuchte, einsame und somit delirgefährdete Patienten auf den Stationen und verbrachten ca.
1 h Zeit mit Gesprächen, spielen, vorlesen oder meistens nur zuhören.
Zusätzlich wurde eine OP-Begleitung angeboten, bei der die Patienten am Vortag den Begleiter kennenlernten, der sie dann bis in den OP und später vom Aufwachraum wieder auf die Station begleitete.
Zur Unterstützung nach der Entlassung wurden Übergangsbegleiter eingesetzt.
Sie nahmen vor der Entlassung Kontakt zu den Patienten auf und unterstützten die Patienten bei der Organisation des häuslichen Umfeldes und der weiteren sozialen und medizinischen Betreuung.
Vom 01.
07.
2017 bis 01.
04.
2023 wurden 12000 Patientenbegleitungen in 4 Krankenhäusern in 14 Stationen durchgeführt.
Die Bewertung der Ehrenamtlichen nach Schulnoten zum Erfolg ihrer Arbeit lag im Mittel bei 1,3, die Bewertung der Patienten betrug im Mittel 1,2.
Seit November 2020 wurden in der Unfallchirurgie 120 OP-Begleitungen durch Ehrenamtliche vorgenommen, die so erfolgreich waren, dass wir dies bei allen alten Patienten auch grundsätzlich bei einem Familienangehörigen anbieten.
Seit 2022 konnten in einem Pilotprojekt 30 Übergangsbegleiter die Patienten erfolgreich zu Hause unterstützen.
Ehrenamtliches Engagement im und um das Krankenhaus ist eine wichtige Unterstützung bei alten und alleinstehenden Patienten und entlastet das medizinische Personal im Krankenhaus.
Es ist eine „Win-win-win-win-Situation“ für die Patienten, Begleiter, Personal und Geschäftsführung.

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