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Neuroonkologie bei älteren Patienten
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ZusammenfassungFast jede Studie zur Behandlung von Patienten mit primären Hirntumoren zeigt das Alter als wichtigen prognostischen Faktor. Es existieren nur wenige Studien, die aufgrund der Einschlusskriterien oder der Anzahl rekrutierter Patienten Aussagen zum Therapieverlauf älterer Patienten erlauben. Eine Studie hat für Patienten, die älter als 70 Jahre sind eine Überlegenheit einer postoperativen Radiotherapie (28 × 1,8 Gy, 50,4 Gy) gegenüber einer rein supportiven Behandlung für das progressionsfreie und das Gesamtüberleben bei vergleichbarer Lebensqualität gezeigt. Außerdem wurde in einer Phase-II-Studie die Äquivalenz eines verkürzten Radiotherapieprotokolls (15 × 2,66 Gy, 40 Gy in 3 Wochen) gegenüber der am häufigsten verwendeten Fraktionierung (30 × 2 Gy, 60 Gy in 6 Wochen) bei über 60-jährigen Patienten demonstriert. Zu den nicht in adäquaten Studien überprüften Hypothesen für die Behandlung älterer Patienten mit Gliomen gehören Vorbehalte gegenüber dem Wert der Resektion bei älteren Patienten, gegenüber der als nebenwirkungsreich eingeschätzten (Standard-)Radiotherapie bei Älteren sowie gegenüber einer Chemotherapie. Es ist ungeklärt, ob Patienten mit Glioblastome, die älter als 65 Jahre sind, von einer Radiochemotherapie mit Temozolomid, der Standardtherapie bei jüngeren Patienten, profitieren. Aktuelle randomisierte Studien untersuchen kürzere gegenüber längeren Radiotherapieprotokollen, den Wert einer Monochemotherapie mit Temozolomid sowie die Therapie mit Temozolomid in Kombination mit einem verkürzten Radiotherapieprotokoll. Anstelle eines therapeutischen und wissenschaftlichen Nihilismus gibt es aktuell mehrere Studien, welche die spezifischen Probleme der Therapie älterer Patienten mit Glioblastom untersuchen.
Title: Neuroonkologie bei älteren Patienten
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ZusammenfassungFast jede Studie zur Behandlung von Patienten mit primären Hirntumoren zeigt das Alter als wichtigen prognostischen Faktor.
Es existieren nur wenige Studien, die aufgrund der Einschlusskriterien oder der Anzahl rekrutierter Patienten Aussagen zum Therapieverlauf älterer Patienten erlauben.
Eine Studie hat für Patienten, die älter als 70 Jahre sind eine Überlegenheit einer postoperativen Radiotherapie (28 × 1,8 Gy, 50,4 Gy) gegenüber einer rein supportiven Behandlung für das progressionsfreie und das Gesamtüberleben bei vergleichbarer Lebensqualität gezeigt.
Außerdem wurde in einer Phase-II-Studie die Äquivalenz eines verkürzten Radiotherapieprotokolls (15 × 2,66 Gy, 40 Gy in 3 Wochen) gegenüber der am häufigsten verwendeten Fraktionierung (30 × 2 Gy, 60 Gy in 6 Wochen) bei über 60-jährigen Patienten demonstriert.
Zu den nicht in adäquaten Studien überprüften Hypothesen für die Behandlung älterer Patienten mit Gliomen gehören Vorbehalte gegenüber dem Wert der Resektion bei älteren Patienten, gegenüber der als nebenwirkungsreich eingeschätzten (Standard-)Radiotherapie bei Älteren sowie gegenüber einer Chemotherapie.
Es ist ungeklärt, ob Patienten mit Glioblastome, die älter als 65 Jahre sind, von einer Radiochemotherapie mit Temozolomid, der Standardtherapie bei jüngeren Patienten, profitieren.
Aktuelle randomisierte Studien untersuchen kürzere gegenüber längeren Radiotherapieprotokollen, den Wert einer Monochemotherapie mit Temozolomid sowie die Therapie mit Temozolomid in Kombination mit einem verkürzten Radiotherapieprotokoll.
Anstelle eines therapeutischen und wissenschaftlichen Nihilismus gibt es aktuell mehrere Studien, welche die spezifischen Probleme der Therapie älterer Patienten mit Glioblastom untersuchen.
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