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III. L’Allemagne centrale
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Die Mitte Deutschlands, von Ulrich Klein
Der Beitrag behandelt nach der heutigen territorialen Einteilung die Bundesländer Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, die sich als breiter Streifen vom Rhein im Westen bis zur Neiße im Osten in der Mitte Deutschlands erstrecken. Hessen ist im Spätmittelalter vor allem durch Fachwerkbauten geprägt, dagegen kommt dem Steinbau hier keine große Bedeutung zu. Beginnend mit den ältesten Fachwerkbauten von 1289 in Limburg, kann im Laufe des 14. Jahrhunderts eine Abkehr von den älteren Konstruktionsformen mit konzentrierter Queraussteifung hin zu moderneren Bauten mit gereihten Gebinden festgestellt werden, die bis Mitte des 15. Jahrhunderts überall abgeschlossen ist. Seitdem läßt sich auch eine zunehmende regionale Differenzierung der Bauten feststellen, die zu sehr kleinteiligen Hauslandschaften führt, die sich sowohl von den süd-wie auch den norddeutschen Landschaften deutlich unterscheiden und eine eigene Gruppe bilden. In dem nach Osten an Hessen anschließenden Thüringen fehlen dagegen bei den auch hier zahlreichen Fachwerkbauten die Merkmale eine solchen mittleren Gruppe, denn Bauten mit süddeutschen und norddeutschen Merkmalen mischen sich unmittelbar, die in Hessen als moderner beschriebenen Bauten dominieren hier von Anfang an. In Thüringen nimmt die Bedeutung der Steinbauten vor allen in den größeren Städten gegenüber Hessen zu. Bei den gotischen Bauten ist besonders auffällig, daß neben den im Erd-oder Obergeschoß eingestellten Block-oder Bohlenstuben kaum weitere Binnenunterteilungen vorhanden sind. Das nördlich an Thüringen angrenzende Sachsen-Anhalt setzt sich historisch gewachsen aus einem südlichen, kulturgeschichtlich an Thüringen angelehnten, und einen nördlichen, bereits niederdeutsch geprägten Landesteil zusammen. Dort stehen nebeneinander Großbauten in norddeutscher Backsteinbauweise und niederdeutsche Fachwerkbauten, die vor allem am Harzrand dominierend sind und die ältesten Belege für diese in allen größeren Städten Norddeutschland bereits im Spätmittelalter weitgehend durch Backsteinbauten verdrängte Bauform darstellen. Das östlich an Thüringen anschließende Sachsen ist von Massivbauten geprägt, die in weiten Teilen der hier im ausgehenden 15. Jahrhundert beginnenden Renaissancebauweise entsprechen und vielfach ältere Bauten ersetzt haben. Auch in Sachsen sind bei spätmittelalterlichen Bauten Bohlenstuben häufig zu finden. Die ländliche Bauweise wird hier in größeren Regionen durch sog. „ Umgebindebauten“ dominiert, einer Kombination von Fachwerk-und Blockbau, deren älteste Beispiele aber kaum vor 1500 zurückreichen.
Title: III. L’Allemagne centrale
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Die Mitte Deutschlands, von Ulrich Klein
Der Beitrag behandelt nach der heutigen territorialen Einteilung die Bundesländer Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, die sich als breiter Streifen vom Rhein im Westen bis zur Neiße im Osten in der Mitte Deutschlands erstrecken.
Hessen ist im Spätmittelalter vor allem durch Fachwerkbauten geprägt, dagegen kommt dem Steinbau hier keine große Bedeutung zu.
Beginnend mit den ältesten Fachwerkbauten von 1289 in Limburg, kann im Laufe des 14.
Jahrhunderts eine Abkehr von den älteren Konstruktionsformen mit konzentrierter Queraussteifung hin zu moderneren Bauten mit gereihten Gebinden festgestellt werden, die bis Mitte des 15.
Jahrhunderts überall abgeschlossen ist.
Seitdem läßt sich auch eine zunehmende regionale Differenzierung der Bauten feststellen, die zu sehr kleinteiligen Hauslandschaften führt, die sich sowohl von den süd-wie auch den norddeutschen Landschaften deutlich unterscheiden und eine eigene Gruppe bilden.
In dem nach Osten an Hessen anschließenden Thüringen fehlen dagegen bei den auch hier zahlreichen Fachwerkbauten die Merkmale eine solchen mittleren Gruppe, denn Bauten mit süddeutschen und norddeutschen Merkmalen mischen sich unmittelbar, die in Hessen als moderner beschriebenen Bauten dominieren hier von Anfang an.
In Thüringen nimmt die Bedeutung der Steinbauten vor allen in den größeren Städten gegenüber Hessen zu.
Bei den gotischen Bauten ist besonders auffällig, daß neben den im Erd-oder Obergeschoß eingestellten Block-oder Bohlenstuben kaum weitere Binnenunterteilungen vorhanden sind.
Das nördlich an Thüringen angrenzende Sachsen-Anhalt setzt sich historisch gewachsen aus einem südlichen, kulturgeschichtlich an Thüringen angelehnten, und einen nördlichen, bereits niederdeutsch geprägten Landesteil zusammen.
Dort stehen nebeneinander Großbauten in norddeutscher Backsteinbauweise und niederdeutsche Fachwerkbauten, die vor allem am Harzrand dominierend sind und die ältesten Belege für diese in allen größeren Städten Norddeutschland bereits im Spätmittelalter weitgehend durch Backsteinbauten verdrängte Bauform darstellen.
Das östlich an Thüringen anschließende Sachsen ist von Massivbauten geprägt, die in weiten Teilen der hier im ausgehenden 15.
Jahrhundert beginnenden Renaissancebauweise entsprechen und vielfach ältere Bauten ersetzt haben.
Auch in Sachsen sind bei spätmittelalterlichen Bauten Bohlenstuben häufig zu finden.
Die ländliche Bauweise wird hier in größeren Regionen durch sog.
„ Umgebindebauten“ dominiert, einer Kombination von Fachwerk-und Blockbau, deren älteste Beispiele aber kaum vor 1500 zurückreichen.
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