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Sterisch stabilisierte Vesikel
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AbstractNach bedeutenden Fortschritten in der Flüssigkristall‐ und Polymerforschung interessierten sich Wissenschaftler vermehrt für lyotrope Systeme. So wurden das Phasenverhalten und die Stabilität kolloider Teilchen, die wasserlösliche oder oberflächenadsorbierte Polymere oder Block‐Copolymere enthalten und als Suspensionen vorliegen, studiert. Am häufigsten untersucht wurden Micellen, Latexteilchen und Lipidvesikel (Liposomen). In Gegenwart hydrophiler Polymere aggregieren und verschmelzen Liposomen. Werden Blockcopolymere von Liposomen adsorbiert oder Tenside mit großen, polymeren polaren Kopfgruppen in die Liposomenmembran eingebaut, so sind die Eigenschaften der Liposomen aufgrund der schlecht definierten Natur solcher Systeme schwer zu erklären. Liposomen mit Diacylgruppen enthaltenden Tensiden, die längere Polymerketten kovalent gebunden haben, zeigen viele neue Eigenschaften, die sowohl für die Grundlagenforschung als auch für mögliche Anwendungen von Bedeutung sind. Sie ermöglichen z.B. das Studium von Phasenverhalten und Polymerkonformation, von Skalierungsgesetzen, von Kolloid‐ und Oberflächeneigenschaften sowie von Zellfunktionen; unter Anwendungsgesichtspunkten steht die Verwendung von Liposomen als Wirkstofftransportsysteme im Vordergrund. Während in der Grundlagenforschung die Theorie weiter ist als das Experiment, hinkt der medizinischen Anwendung das theoretische Verständnis hinterher. Erst relativ spät wurde entdeckt, daß Liposomen in biologischem Milieu – für ihre Verwendung als Wirkstoffträger unvermeidbare Bedingungen – bedeutend stabiler sind, wenn sie mit bestimmten Polymeren beschichtet werden. Durch diese Erkenntnis wurden Anstrengungen, Liposomen in der Krebstherapie und für den gezielten Wirkstofftransport einzusetzen, wiederbelebt. All dies war nur durch effektives und synergistisches Zusammenspiel mehrerer wissenschaftlicher Fachgebiete möglich.
Title: Sterisch stabilisierte Vesikel
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AbstractNach bedeutenden Fortschritten in der Flüssigkristall‐ und Polymerforschung interessierten sich Wissenschaftler vermehrt für lyotrope Systeme.
So wurden das Phasenverhalten und die Stabilität kolloider Teilchen, die wasserlösliche oder oberflächenadsorbierte Polymere oder Block‐Copolymere enthalten und als Suspensionen vorliegen, studiert.
Am häufigsten untersucht wurden Micellen, Latexteilchen und Lipidvesikel (Liposomen).
In Gegenwart hydrophiler Polymere aggregieren und verschmelzen Liposomen.
Werden Blockcopolymere von Liposomen adsorbiert oder Tenside mit großen, polymeren polaren Kopfgruppen in die Liposomenmembran eingebaut, so sind die Eigenschaften der Liposomen aufgrund der schlecht definierten Natur solcher Systeme schwer zu erklären.
Liposomen mit Diacylgruppen enthaltenden Tensiden, die längere Polymerketten kovalent gebunden haben, zeigen viele neue Eigenschaften, die sowohl für die Grundlagenforschung als auch für mögliche Anwendungen von Bedeutung sind.
Sie ermöglichen z.
B.
das Studium von Phasenverhalten und Polymerkonformation, von Skalierungsgesetzen, von Kolloid‐ und Oberflächeneigenschaften sowie von Zellfunktionen; unter Anwendungsgesichtspunkten steht die Verwendung von Liposomen als Wirkstofftransportsysteme im Vordergrund.
Während in der Grundlagenforschung die Theorie weiter ist als das Experiment, hinkt der medizinischen Anwendung das theoretische Verständnis hinterher.
Erst relativ spät wurde entdeckt, daß Liposomen in biologischem Milieu – für ihre Verwendung als Wirkstoffträger unvermeidbare Bedingungen – bedeutend stabiler sind, wenn sie mit bestimmten Polymeren beschichtet werden.
Durch diese Erkenntnis wurden Anstrengungen, Liposomen in der Krebstherapie und für den gezielten Wirkstofftransport einzusetzen, wiederbelebt.
All dies war nur durch effektives und synergistisches Zusammenspiel mehrerer wissenschaftlicher Fachgebiete möglich.
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