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Psychische Komorbiditäten bei IVOM(intravitreale operative Medikamentenapplikation)-Patienten

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Zusammenfassung Hintergrund Das Erleben von intravitrealen Behandlungen ist sehr heterogen unter Patienten. Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung wird untersucht, inwiefern sich das Krankheits- und Therapieerleben unterscheidet gegenüber Menschen ohne psychische Komorbidität. Methodik Im Hamburg Register für intravitreale Injektionen wurden Umfragen zum Erleben der Erkrankung und der Therapie an 2 Augenkliniken durchgeführt. Psychische Komorbidität wurde durch folgende Angaben erfasst: Vorhandensein psychischer Erkrankungen, einem Generalized-Anxiety-Disorder-Scale-Wert von ≥ 3, Empfinden mäßiger-extremer Angst/Niedergeschlagenheit. Zur Bewertung des Krankheitserlebens stuften die Patienten die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Augenerkrankung anhand von 6 Stufen ein. Ihr Therapieerleben bewerteten Patienten anhand von Skalen (0–10) zur Intensität der Angst, körperlichen Anspannung und Schmerzen bei der letzten Injektion. Gruppenunterschiede wurden anhand des mittleren Visus und mittels linearer Regression mit Alter und Geschlecht als Kofaktoren analysiert. Ergebnisse Psychische Erkrankungen wiesen 14,5 % der Patienten auf. Bei vergleichbarem mittlerem Visus empfanden 27,1 % der psychisch Erkrankten eine sehr starke Beeinträchtigung der Lebensqualität (vs. 11,2 % in der Gruppe der Nicht-Erkrankten). Psychisch erkrankte Patienten gaben höhere mittlere Werte für Angst (+1,5 Punkte; KI 0,76–2,16, p  < 0,001) und körperliche Anspannung an (+1,2 Punkte; KI 0,5–1,9, p  < 0,001). Die Schmerzintensität war mit +0,61 Punkten nicht signifikant höher ( p  = 0,058). Diskussion Patienten mit psychischer Komorbidität erleben ihre Krankheit und die IVOM-Therapie negativer als psychisch Gesunde. Es ist daher sinnvoll, die besonderen Belange psychisch belasteter Menschen in der Gestaltung der IVOM-Therapie zu berücksichtigen. Graphic abstract
Title: Psychische Komorbiditäten bei IVOM(intravitreale operative Medikamentenapplikation)-Patienten
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Zusammenfassung Hintergrund Das Erleben von intravitrealen Behandlungen ist sehr heterogen unter Patienten.
Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung wird untersucht, inwiefern sich das Krankheits- und Therapieerleben unterscheidet gegenüber Menschen ohne psychische Komorbidität.
Methodik Im Hamburg Register für intravitreale Injektionen wurden Umfragen zum Erleben der Erkrankung und der Therapie an 2 Augenkliniken durchgeführt.
Psychische Komorbidität wurde durch folgende Angaben erfasst: Vorhandensein psychischer Erkrankungen, einem Generalized-Anxiety-Disorder-Scale-Wert von ≥ 3, Empfinden mäßiger-extremer Angst/Niedergeschlagenheit.
Zur Bewertung des Krankheitserlebens stuften die Patienten die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Augenerkrankung anhand von 6 Stufen ein.
Ihr Therapieerleben bewerteten Patienten anhand von Skalen (0–10) zur Intensität der Angst, körperlichen Anspannung und Schmerzen bei der letzten Injektion.
Gruppenunterschiede wurden anhand des mittleren Visus und mittels linearer Regression mit Alter und Geschlecht als Kofaktoren analysiert.
Ergebnisse Psychische Erkrankungen wiesen 14,5 % der Patienten auf.
Bei vergleichbarem mittlerem Visus empfanden 27,1 % der psychisch Erkrankten eine sehr starke Beeinträchtigung der Lebensqualität (vs.
 11,2 % in der Gruppe der Nicht-Erkrankten).
Psychisch erkrankte Patienten gaben höhere mittlere Werte für Angst (+1,5 Punkte; KI 0,76–2,16, p  < 0,001) und körperliche Anspannung an (+1,2 Punkte; KI 0,5–1,9, p  < 0,001).
Die Schmerzintensität war mit +0,61 Punkten nicht signifikant höher ( p  = 0,058).
Diskussion Patienten mit psychischer Komorbidität erleben ihre Krankheit und die IVOM-Therapie negativer als psychisch Gesunde.
Es ist daher sinnvoll, die besonderen Belange psychisch belasteter Menschen in der Gestaltung der IVOM-Therapie zu berücksichtigen.
Graphic abstract.

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