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Stellenwert der transkraniellen Doppler-Sonographie
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Die transkranielle Doppler-Sonographie (TCD) wurde 1982 von Aaslid in die Klinik eingeführt und hat seitdem wegen vieler Vorteile eine weite Ausbreitung erfahren. Das Prinzip besteht darin, daβ Ultraschall durch die in den basalen Hirnarterien zirkulierenden Erythrozyten reflektiert wird und eine geschwindigkeitsabhängige Frequenzverschiebung erfährt. Aus den abgeleiteten Fluβgeschwindigkeits-Zeit-Profilen lassen sich mittlere maximale Fluβgeschwindigkeit (v) und der Pulsatilitäts-index (PI) berechnen. Bei zerebralem Vasospasmus nach Subarachnoidalblutung dokumentiert sich die Engstellung der Hirnarterien in einer über Tage erfolgenden Zunahme von v und in einer Abnahme des PI. Steigerungen des intrakraniellen Drucks, aber auch eine zerebrale Vasokonstriktion durch Hyperventilation zeigen sich in einer Zunahme des PI, der ein grobes Maβ für den peripheren zerebralen Gefäβ wider stand ist. Da unter CO<sub>2</sub>-Veränderungen die Durchmesser der groβen Hirnarterien konstant bleiben, sind Anderungen der Fluβgeschwindigkeiten proportional zu Anderungen der zerebralen Durchblutung. Somit kann die TCD die zerebrale CO<sub>2</sub>-Reaktivität erfassen, was zum Beispiel bei Schädel-Hirn-Traumen und bei der Indikations-stellung für Eingriffe an hirnversorgenden Arterien von Bedeutung ist. Intraopera-tiv ist die TCD zur Emboliedetektion während Operationen mit extrakorporalem Kreislauf und bei Karotisoperationen eingesetzt worden. Die Reduktion der zerebralen Durchblutung nach Karotisabklemmen geht wahrscheinlich ohne Verände-rung der Gefäβweite mit einer proportionalen Verminderung von v einher, so daβ die TCD auch in dieser Situation als nützlich und valide erscheint. Für viele andere perioperativ relevante Situationen ist eine Durchmesserkonstanz der basalen Hirnarterien zwar immer wieder behauptet, jedoch selten belegt worden. Im Gegenteil, es muβ in Betracht gezogen werden, daβ Veränderungen des Blutdrucks, des Hirndrucks, des Sympathikotonus, die Applikation von Medikamenten (insbesondere Vasodilatatoren wie Nitroglyzerin, Halothan und Isofluran) zu Kaliberschwankungen groβer Hirnarterien führen. Dies limitiert den Aussage-wert der TCD in bezug auf intra- und perioperative Durchblutungsänderungen. Die TCD ist ein faszinierendes Monitoringverfahren, das, wenn es in Zusammenhang mit der Klinik und der zerebralen Pathophysiologie interpretiert wird, für viele Patienten und Ärzte nutzbringend sein kann. Ob die TCD sich im neuroanästhesiologischen Bereich als zusätzliches Monitoringverfahren in den Händen von Anästhesisten etablieren kann/soll, wird durch weitere Studien abzuklären sein.
Title: Stellenwert der transkraniellen Doppler-Sonographie
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Die transkranielle Doppler-Sonographie (TCD) wurde 1982 von Aaslid in die Klinik eingeführt und hat seitdem wegen vieler Vorteile eine weite Ausbreitung erfahren.
Das Prinzip besteht darin, daβ Ultraschall durch die in den basalen Hirnarterien zirkulierenden Erythrozyten reflektiert wird und eine geschwindigkeitsabhängige Frequenzverschiebung erfährt.
Aus den abgeleiteten Fluβgeschwindigkeits-Zeit-Profilen lassen sich mittlere maximale Fluβgeschwindigkeit (v) und der Pulsatilitäts-index (PI) berechnen.
Bei zerebralem Vasospasmus nach Subarachnoidalblutung dokumentiert sich die Engstellung der Hirnarterien in einer über Tage erfolgenden Zunahme von v und in einer Abnahme des PI.
Steigerungen des intrakraniellen Drucks, aber auch eine zerebrale Vasokonstriktion durch Hyperventilation zeigen sich in einer Zunahme des PI, der ein grobes Maβ für den peripheren zerebralen Gefäβ wider stand ist.
Da unter CO<sub>2</sub>-Veränderungen die Durchmesser der groβen Hirnarterien konstant bleiben, sind Anderungen der Fluβgeschwindigkeiten proportional zu Anderungen der zerebralen Durchblutung.
Somit kann die TCD die zerebrale CO<sub>2</sub>-Reaktivität erfassen, was zum Beispiel bei Schädel-Hirn-Traumen und bei der Indikations-stellung für Eingriffe an hirnversorgenden Arterien von Bedeutung ist.
Intraopera-tiv ist die TCD zur Emboliedetektion während Operationen mit extrakorporalem Kreislauf und bei Karotisoperationen eingesetzt worden.
Die Reduktion der zerebralen Durchblutung nach Karotisabklemmen geht wahrscheinlich ohne Verände-rung der Gefäβweite mit einer proportionalen Verminderung von v einher, so daβ die TCD auch in dieser Situation als nützlich und valide erscheint.
Für viele andere perioperativ relevante Situationen ist eine Durchmesserkonstanz der basalen Hirnarterien zwar immer wieder behauptet, jedoch selten belegt worden.
Im Gegenteil, es muβ in Betracht gezogen werden, daβ Veränderungen des Blutdrucks, des Hirndrucks, des Sympathikotonus, die Applikation von Medikamenten (insbesondere Vasodilatatoren wie Nitroglyzerin, Halothan und Isofluran) zu Kaliberschwankungen groβer Hirnarterien führen.
Dies limitiert den Aussage-wert der TCD in bezug auf intra- und perioperative Durchblutungsänderungen.
Die TCD ist ein faszinierendes Monitoringverfahren, das, wenn es in Zusammenhang mit der Klinik und der zerebralen Pathophysiologie interpretiert wird, für viele Patienten und Ärzte nutzbringend sein kann.
Ob die TCD sich im neuroanästhesiologischen Bereich als zusätzliches Monitoringverfahren in den Händen von Anästhesisten etablieren kann/soll, wird durch weitere Studien abzuklären sein.
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