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Pathophysiologie der Entzündung
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ZusammenfassungEntzündung ist das Resultat einer Aktivierung des Immunsystems aus unterschiedlichen Ursachen. Das Immunsystem ist ein hochkomplexes, evolutionär optimiertes Verteidigungssystem aus zellulären und humoralen Komponenten. Die Immunsituation des Wirtes, die Art und Virulenz des entzündlichen Agens und die (teilweise genetisch determinierte) Feinjustierung der Entzündungsreaktion entscheiden über den Ausgang einer Entzündungsreaktion. Probleme entstehen u. a. durch entzündungsbedingte Gewebedefekte (z.B. Fibrose) sowie durch ungenügende (Immundefizienz) oder überschießende Immunantworten (Autoimmunität). Das dynamische Gleichgewicht zwischen Immundefizienz und Autoimmunität wird durch stringente Selektionsmechanismen in Knochenmark und Thymus und durch Kontrollmechanismen (Checkpoints) in den peripheren lymphatischen Geweben sichergestellt. Viele Tumoren haben Eigenschaften, die zu einer Immunsuppression in ihrem Mikromilieu führen und umgehen dadurch ihre Zerstörung durch das Immunsystem.In den vergangenen Jahren ist es gelungen, diese lokale Immunsuppression durch den Tumor teilweise zu durchbrechen. Erste klinische Studien haben sehr ermutigende Indizien dafür geliefert, dass die Nutzung des Immunsystems für therapeutische Zwecke eine sehr effektive Waffe bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen sein kann.
Title: Pathophysiologie der Entzündung
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ZusammenfassungEntzündung ist das Resultat einer Aktivierung des Immunsystems aus unterschiedlichen Ursachen.
Das Immunsystem ist ein hochkomplexes, evolutionär optimiertes Verteidigungssystem aus zellulären und humoralen Komponenten.
Die Immunsituation des Wirtes, die Art und Virulenz des entzündlichen Agens und die (teilweise genetisch determinierte) Feinjustierung der Entzündungsreaktion entscheiden über den Ausgang einer Entzündungsreaktion.
Probleme entstehen u.
a.
durch entzündungsbedingte Gewebedefekte (z.
B.
Fibrose) sowie durch ungenügende (Immundefizienz) oder überschießende Immunantworten (Autoimmunität).
Das dynamische Gleichgewicht zwischen Immundefizienz und Autoimmunität wird durch stringente Selektionsmechanismen in Knochenmark und Thymus und durch Kontrollmechanismen (Checkpoints) in den peripheren lymphatischen Geweben sichergestellt.
Viele Tumoren haben Eigenschaften, die zu einer Immunsuppression in ihrem Mikromilieu führen und umgehen dadurch ihre Zerstörung durch das Immunsystem.
In den vergangenen Jahren ist es gelungen, diese lokale Immunsuppression durch den Tumor teilweise zu durchbrechen.
Erste klinische Studien haben sehr ermutigende Indizien dafür geliefert, dass die Nutzung des Immunsystems für therapeutische Zwecke eine sehr effektive Waffe bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen sein kann.
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