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Langzeitverläufe der Alkoholabhängigkeit
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Zusammenfassung
Hintergrund
Langzeitbetrachtungen der Alkoholabhängigkeit können Aufschluss zu Ätiologie, Prävention und therapeutischer Versorgung bieten.
Ziel
Beschreibung empirischer Befunde zur Entwicklung in eine Alkoholabhängigkeit hinein und Entwicklungen aus ihr heraus.
Methodik
Narrative Literaturrecherche, Analyse von Ergebnissen aus Kohortenstudien in der Bevölkerung.
Ergebnisse
Risikofaktoren lassen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Ausbildung einer Alkoholabhängigkeit schätzen. Jugendliche zeigten innerhalb von 8 Jahren nach Beginn des Alkoholkonsums Symptome einer Alkoholabhängigkeit. Besteht diese, ist mit einer um 17,6 Jahre verkürzten Lebensdauer zu rechnen. Daten einer Bevölkerungsstichprobe zeigten gegenüber Menschen ohne psychische Störung ein 2,8fach erhöhtes Risiko, vorzeitig zu versterben. Die Schwere der Alkoholabhängigkeit erwies sich als Prädiktor vorzeitigen Versterbens. Nikotinabhängigkeit kann neben der Alkoholabhängigkeit zur verkürzten Lebensdauer beitragen. In einer Bevölkerungsstichprobe hatten 90,2 % der alkoholabhängigen Personen an keiner qualifizierten Entzugsbehandlung und 78,4 % an keiner Entzugsbehandlung in einer psychiatrischen Einrichtung teilgenommen. Remissionen ohne suchtspezifische Hilfe sind nachgewiesen und stellen den überwiegenden Remissionsweg dar.
Diskussion
Zur Reduktion der ungünstigen langfristigen Verläufe sollten Prävention und Suchtkrankenversorgung mehr als bisher auf den Bedarf in der Bevölkerung ausgerichtet werden. In der psychiatrischen und weiteren medizinischen Praxis sollten leitliniengemäß Screenings auf Alkoholgebrauchsstörungen und entsprechende Kurzinterventionen durchgeführt werden.
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Title: Langzeitverläufe der Alkoholabhängigkeit
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Zusammenfassung
Hintergrund
Langzeitbetrachtungen der Alkoholabhängigkeit können Aufschluss zu Ätiologie, Prävention und therapeutischer Versorgung bieten.
Ziel
Beschreibung empirischer Befunde zur Entwicklung in eine Alkoholabhängigkeit hinein und Entwicklungen aus ihr heraus.
Methodik
Narrative Literaturrecherche, Analyse von Ergebnissen aus Kohortenstudien in der Bevölkerung.
Ergebnisse
Risikofaktoren lassen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Ausbildung einer Alkoholabhängigkeit schätzen.
Jugendliche zeigten innerhalb von 8 Jahren nach Beginn des Alkoholkonsums Symptome einer Alkoholabhängigkeit.
Besteht diese, ist mit einer um 17,6 Jahre verkürzten Lebensdauer zu rechnen.
Daten einer Bevölkerungsstichprobe zeigten gegenüber Menschen ohne psychische Störung ein 2,8fach erhöhtes Risiko, vorzeitig zu versterben.
Die Schwere der Alkoholabhängigkeit erwies sich als Prädiktor vorzeitigen Versterbens.
Nikotinabhängigkeit kann neben der Alkoholabhängigkeit zur verkürzten Lebensdauer beitragen.
In einer Bevölkerungsstichprobe hatten 90,2 % der alkoholabhängigen Personen an keiner qualifizierten Entzugsbehandlung und 78,4 % an keiner Entzugsbehandlung in einer psychiatrischen Einrichtung teilgenommen.
Remissionen ohne suchtspezifische Hilfe sind nachgewiesen und stellen den überwiegenden Remissionsweg dar.
Diskussion
Zur Reduktion der ungünstigen langfristigen Verläufe sollten Prävention und Suchtkrankenversorgung mehr als bisher auf den Bedarf in der Bevölkerung ausgerichtet werden.
In der psychiatrischen und weiteren medizinischen Praxis sollten leitliniengemäß Screenings auf Alkoholgebrauchsstörungen und entsprechende Kurzinterventionen durchgeführt werden.
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