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Kompetenzen in der digitalen Arbeitswelt : Modellierung, Beschreibung und empirische Validierung digitaler Kompetenz in der betriebswirtschaftlichen Domäne
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Die digitale Transformation verändert Geschäftsprozesse, Organisationsstrukturen und berufliche Anforderungsprofile grundlegend und führt zu einer steigenden Nachfrage nach digital kompetenten Fachkräften in betriebswirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern. Obwohl digitale Kompetenz in der Forschung intensiv diskutiert wird, dominieren bislang generische Modelle, die vor allem im Kontext der allgemeinen Bildung oder der Lehrkräftebildung verortet sind. Ein domänenspezifisches Verständnis digitaler Kompetenz für betriebswirtschaftliche Berufsfelder fehlt jedoch weitgehend.
Die vorliegende kumulative Dissertation adressiert diese Forschungslücke durch die Modellierung, Beschreibung und empirische Validierung eines domänenspezifischen Kompetenzrahmens, der als Business Digital Literacy bezeichnet wird. Die Arbeit folgt einem Mixed-Methods-Design mit vier aufeinander aufbauenden Studien. Zunächst wurde auf Basis eines systematischen Literaturreviews (N = 42 Beiträge) ein heuristisches Kompetenzstrukturmodell entwickelt, das digitale Kompetenzdimensionen mit betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen integriert. Anschließend wurden mithilfe von Text-Mining-Verfahren 25.000 Stellenanzeigen analysiert, um digitale Kompetenzanforderungen empirisch zu beschreiben und zwischen betriebswirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern zu differenzieren. Darauf aufbauend wurde ein Messmodell digitaler Kompetenz im digitalen Marketing entwickelt und mit Daten von Studierenden der Betriebswirtschaftslehre (N = 159) mittels explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen sowie Strukturgleichungsmodellierung psychometrisch validiert. Ergänzend wurde das europäische Referenzmodell DigComp 2.2 auf den Unternehmenskontext übertragen und in einer groß angelegten Mitarbeiterbefragung (N = 2.030) angewendet.
Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Kompetenz in der betriebswirtschaftlichen Domäne stark spezifisch ausgeprägt ist und nicht hinreichend durch generische Modelle beschrieben werden kann. Mit dem Konzept der Business Digital Literacy leistet die Dissertation einen Beitrag zur wirtschaftspädagogischen Kompetenzforschung, indem sie theoretische Modellierung, arbeitsmarktorientierte Analysen und empirische Kompetenzmessung integriert. Zugleich liefert sie evidenzbasierte Implikationen für die curriculare Weiterentwicklung wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge sowie für betriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im digitalen Wandel.
Digital transformation is fundamentally reshaping business processes, organizational structures, and occupational requirements, leading to an increasing demand for digitally competent professionals in business-related fields. Although digital competence has received growing scholarly attention, existing frameworks remain largely generic and predominantly situated within general and teacher education. A domain-specific and empirically grounded conceptualization for the business domain is still missing.
This cumulative dissertation addresses this gap by developing, describing, and empirically validating a domain-specific competence framework termed Business Digital Literacy. The research adopts a multi-stage mixed-methods design across four interconnected studies. First, a systematic literature review (N = 42 publications) was conducted to derive a heuristic competence structure model integrating digital competence dimensions with business subdomains. Second, text mining of 25,000 job advertisements was used to empirically identify and differentiate digital competence requirements across business functions. Third, a measurement model for digital competence in digital marketing was developed and psychometrically validated using survey data from business students (N = 159) through exploratory and confirmatory factor analysis and structural equation modeling. Finally, the European DigComp 2.2 framework was adapted to the enterprise context and applied in a large-scale employee survey (N = 2,030).
Findings indicate that digital competence in the business domain is highly specific and insufficiently captured by generic frameworks. By proposing the Business Digital Literacy framework, this dissertation provides an integrative contribution to economic and business education research by systematically linking theoretical modeling, labor market evidence, and empirical competence assessment, while offering evidence-based implications for curriculum development and workforce training in the digital age.
Title: Kompetenzen in der digitalen Arbeitswelt : Modellierung, Beschreibung und empirische Validierung digitaler Kompetenz in der betriebswirtschaftlichen Domäne
Description:
Die digitale Transformation verändert Geschäftsprozesse, Organisationsstrukturen und berufliche Anforderungsprofile grundlegend und führt zu einer steigenden Nachfrage nach digital kompetenten Fachkräften in betriebswirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern.
Obwohl digitale Kompetenz in der Forschung intensiv diskutiert wird, dominieren bislang generische Modelle, die vor allem im Kontext der allgemeinen Bildung oder der Lehrkräftebildung verortet sind.
Ein domänenspezifisches Verständnis digitaler Kompetenz für betriebswirtschaftliche Berufsfelder fehlt jedoch weitgehend.
Die vorliegende kumulative Dissertation adressiert diese Forschungslücke durch die Modellierung, Beschreibung und empirische Validierung eines domänenspezifischen Kompetenzrahmens, der als Business Digital Literacy bezeichnet wird.
Die Arbeit folgt einem Mixed-Methods-Design mit vier aufeinander aufbauenden Studien.
Zunächst wurde auf Basis eines systematischen Literaturreviews (N = 42 Beiträge) ein heuristisches Kompetenzstrukturmodell entwickelt, das digitale Kompetenzdimensionen mit betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen integriert.
Anschließend wurden mithilfe von Text-Mining-Verfahren 25.
000 Stellenanzeigen analysiert, um digitale Kompetenzanforderungen empirisch zu beschreiben und zwischen betriebswirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern zu differenzieren.
Darauf aufbauend wurde ein Messmodell digitaler Kompetenz im digitalen Marketing entwickelt und mit Daten von Studierenden der Betriebswirtschaftslehre (N = 159) mittels explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen sowie Strukturgleichungsmodellierung psychometrisch validiert.
Ergänzend wurde das europäische Referenzmodell DigComp 2.
2 auf den Unternehmenskontext übertragen und in einer groß angelegten Mitarbeiterbefragung (N = 2.
030) angewendet.
Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Kompetenz in der betriebswirtschaftlichen Domäne stark spezifisch ausgeprägt ist und nicht hinreichend durch generische Modelle beschrieben werden kann.
Mit dem Konzept der Business Digital Literacy leistet die Dissertation einen Beitrag zur wirtschaftspädagogischen Kompetenzforschung, indem sie theoretische Modellierung, arbeitsmarktorientierte Analysen und empirische Kompetenzmessung integriert.
Zugleich liefert sie evidenzbasierte Implikationen für die curriculare Weiterentwicklung wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge sowie für betriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im digitalen Wandel.
Digital transformation is fundamentally reshaping business processes, organizational structures, and occupational requirements, leading to an increasing demand for digitally competent professionals in business-related fields.
Although digital competence has received growing scholarly attention, existing frameworks remain largely generic and predominantly situated within general and teacher education.
A domain-specific and empirically grounded conceptualization for the business domain is still missing.
This cumulative dissertation addresses this gap by developing, describing, and empirically validating a domain-specific competence framework termed Business Digital Literacy.
The research adopts a multi-stage mixed-methods design across four interconnected studies.
First, a systematic literature review (N = 42 publications) was conducted to derive a heuristic competence structure model integrating digital competence dimensions with business subdomains.
Second, text mining of 25,000 job advertisements was used to empirically identify and differentiate digital competence requirements across business functions.
Third, a measurement model for digital competence in digital marketing was developed and psychometrically validated using survey data from business students (N = 159) through exploratory and confirmatory factor analysis and structural equation modeling.
Finally, the European DigComp 2.
2 framework was adapted to the enterprise context and applied in a large-scale employee survey (N = 2,030).
Findings indicate that digital competence in the business domain is highly specific and insufficiently captured by generic frameworks.
By proposing the Business Digital Literacy framework, this dissertation provides an integrative contribution to economic and business education research by systematically linking theoretical modeling, labor market evidence, and empirical competence assessment, while offering evidence-based implications for curriculum development and workforce training in the digital age.
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