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Globale Gerechtigkeit in der Wasserstoffökonomie
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Grüner Wasserstoff gilt als eine Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel. Als CO2-neutraler Ersatz für Erdgas soll er in zahlreichen Anwendungen genutzt werden. Da Deutschland nicht genügend grünen Wasserstoff für die projizierten inländischen Bedarfe herstellen können wird, verfolgt die Bundesregierung eine ambitionierte Wasserstoffdiplomatie. Wichtiger Teil davon ist die „Wasserstoff-Partnerschaft“ mit Namibia. Hiernach soll in Namibia eine Wasserstoff-Wirtschaft entstehen - in erster Linie, um die deutsche Nachfrage zu bedienen. Begleitet wird die Strategie von einem Win-Win-Narrativ: Deutschland erhält Wasserstoff, Namibia einen lukrativen Wirtschaftszweig. Doch hält dieses Narrativ einer kritischen Prüfung stand?
Dieser Frage geht die vorliegende Publikation mit den theoretischen Werkzeugen der Dependenztheorien sowie der Forschung zu Extraktivismus nach. Sie erörtert, wie die Partnerschaft zwischen Deutschland und Namibia - in einem Kontext wirtschaftlichen Ungleichgewichts und neokolonialer Strukturen - ausgestaltet wird und analysiert die Verteilung von gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Risiken in der grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaft. Die Analyse bereits bestehender Wasserstoffprojekte, Policy-Strategien und transnationaler Verträge zeigt, dass Namibia in dem Vorhaben große ökologische, wirtschaftliche und soziale Risiken trägt. Künftige Gewinne aus der Wasserstoffwirtschaft bleiben für Namibia eine riskante Wette auf die Zukunft.
Title: Globale Gerechtigkeit in der Wasserstoffökonomie
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Grüner Wasserstoff gilt als eine Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel.
Als CO2-neutraler Ersatz für Erdgas soll er in zahlreichen Anwendungen genutzt werden.
Da Deutschland nicht genügend grünen Wasserstoff für die projizierten inländischen Bedarfe herstellen können wird, verfolgt die Bundesregierung eine ambitionierte Wasserstoffdiplomatie.
Wichtiger Teil davon ist die „Wasserstoff-Partnerschaft“ mit Namibia.
Hiernach soll in Namibia eine Wasserstoff-Wirtschaft entstehen - in erster Linie, um die deutsche Nachfrage zu bedienen.
Begleitet wird die Strategie von einem Win-Win-Narrativ: Deutschland erhält Wasserstoff, Namibia einen lukrativen Wirtschaftszweig.
Doch hält dieses Narrativ einer kritischen Prüfung stand?
Dieser Frage geht die vorliegende Publikation mit den theoretischen Werkzeugen der Dependenztheorien sowie der Forschung zu Extraktivismus nach.
Sie erörtert, wie die Partnerschaft zwischen Deutschland und Namibia - in einem Kontext wirtschaftlichen Ungleichgewichts und neokolonialer Strukturen - ausgestaltet wird und analysiert die Verteilung von gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Risiken in der grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaft.
Die Analyse bereits bestehender Wasserstoffprojekte, Policy-Strategien und transnationaler Verträge zeigt, dass Namibia in dem Vorhaben große ökologische, wirtschaftliche und soziale Risiken trägt.
Künftige Gewinne aus der Wasserstoffwirtschaft bleiben für Namibia eine riskante Wette auf die Zukunft.
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