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„Schreiben Sie das auf“. Fiktives Dokumentieren und die (Un-)Möglichkeiten des Zeugnisablegens in Cemile Sahins Alle Hunde sterben
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Ursprünglich ein Terminus aus der Filmtheorie, wird ‚Dokufiktion‘ erst in jüngerer Zeit literaturwissenschaftlich beforscht. Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung und nähert sich dem Feld in einer Analyse von Cemile Sahins Alle Hunde sterben (2020). Indem Sahin eine fiktive Dokumentation vorlegt, die sich mit der realen Gewalt der Türkischen Republik gegen ihre eigene Bevölkerung befasst, bieten sich in der Analyse der ästhetischen, formalen und narratologischen Elemente des Textes neue Ansatzpunkte für die Betrachtung dokufiktionaler Texte unter Berücksichtigung theoretischer Überlegungen zu Zeugenschaft, Archiv und Geschichtsschreibung. Der Beitrag geht der Frage nach, ob und was fiktionale Literatur dokumentieren kann. Es geht also nicht um eine Fiktion der oder mit Dokumenten, sondern eine des Dokumentierens. Dabei verfolgt der Beitrag die These, dass insbesondere im Kontext fehlender, zweifelhafter oder schlecht zugänglicher ‚offizieller Versionen‘ und Dokumentationen von Ereignissen Fiktion die Lücke des Erinnerungsträgers als Speichermedium füllt. Zugleich macht sie uns in ihrem Status als Fiktion auf die prekäre Faktenlage und die Machtdynamiken diskursiver Wirklichkeitserzeugung – gerade im Kontext von Gewalt und Krieg – aufmerksam.
Title: „Schreiben Sie das auf“. Fiktives Dokumentieren und die (Un-)Möglichkeiten des Zeugnisablegens in Cemile Sahins Alle Hunde sterben
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Ursprünglich ein Terminus aus der Filmtheorie, wird ‚Dokufiktion‘ erst in jüngerer Zeit literaturwissenschaftlich beforscht.
Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung und nähert sich dem Feld in einer Analyse von Cemile Sahins Alle Hunde sterben (2020).
Indem Sahin eine fiktive Dokumentation vorlegt, die sich mit der realen Gewalt der Türkischen Republik gegen ihre eigene Bevölkerung befasst, bieten sich in der Analyse der ästhetischen, formalen und narratologischen Elemente des Textes neue Ansatzpunkte für die Betrachtung dokufiktionaler Texte unter Berücksichtigung theoretischer Überlegungen zu Zeugenschaft, Archiv und Geschichtsschreibung.
Der Beitrag geht der Frage nach, ob und was fiktionale Literatur dokumentieren kann.
Es geht also nicht um eine Fiktion der oder mit Dokumenten, sondern eine des Dokumentierens.
Dabei verfolgt der Beitrag die These, dass insbesondere im Kontext fehlender, zweifelhafter oder schlecht zugänglicher ‚offizieller Versionen‘ und Dokumentationen von Ereignissen Fiktion die Lücke des Erinnerungsträgers als Speichermedium füllt.
Zugleich macht sie uns in ihrem Status als Fiktion auf die prekäre Faktenlage und die Machtdynamiken diskursiver Wirklichkeitserzeugung – gerade im Kontext von Gewalt und Krieg – aufmerksam.
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