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Fichte und die Realität der Erscheinung
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Zusammenfassung
Der Begriff der „Realität“ unterliegt begriffsgeschichtlich wie ebenfalls der der „Erscheinung“ erheblichen semantischen Schwankungen. Im Sinne der Transzendentalphilosophie Kants ist „Realität“ zunächst das, „was einer Empfindung überhaupt korrespondiert“ bzw. „dessen Begriff an sich selbst ein Sein (in der Zeit) anzeigt“ (KdrV B 182 / A 143). Wenn Kant im Sinne seines Ansatzes dabei „Realität“ und „Dasein“ (im Sinne des Modalbegriffs „Wirklichkeit“) kategorial trennen muß („Realität“ geht auf die qualitative Bestimmung des Objekts, „Dasein“ zielt auf seine nur reflexiv einzuholende „absolute Position“ im Kontext der Erfahrung überhaupt), kann man Fichtes Philosophie als den Versuch verstehen, beide Aspekte gerade zu vereinen bzw. ineinanderzuschieben: Es geht Fichte darum, die Realität in ihrer Beziehung auf den Grund der Erscheinung, auf das Absolute oder das „Seyn“ hin transparent werden zu lassen. Insbesondere in seiner Spätphilosophie, aus der hier die in besonderer Weise einer Neufassung des Erscheinungsbegriffs gewidmete WL von 1812 herangezogen wird, bemüht sich Fichte darum, die sich uns erschließende Welt der Erscheinung immanent auf den Grund des Erscheinens, das Reich der Sichtbarkeit und auf das lebendige Urbild der erscheinenden Mannigfaltigkeit zu beziehen. Das bedeutet vor allem, dass sich nunmehr mitten in der „realitas phaenomenon“ ein Absolutes als das innere Licht der Erscheinung zur Geltung bringen kann, das zugleich nicht mehr eigentlich ontologisch verstanden werden muss.
Title: Fichte und die Realität der Erscheinung
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Zusammenfassung
Der Begriff der „Realität“ unterliegt begriffsgeschichtlich wie ebenfalls der der „Erscheinung“ erheblichen semantischen Schwankungen.
Im Sinne der Transzendentalphilosophie Kants ist „Realität“ zunächst das, „was einer Empfindung überhaupt korrespondiert“ bzw.
„dessen Begriff an sich selbst ein Sein (in der Zeit) anzeigt“ (KdrV B 182 / A 143).
Wenn Kant im Sinne seines Ansatzes dabei „Realität“ und „Dasein“ (im Sinne des Modalbegriffs „Wirklichkeit“) kategorial trennen muß („Realität“ geht auf die qualitative Bestimmung des Objekts, „Dasein“ zielt auf seine nur reflexiv einzuholende „absolute Position“ im Kontext der Erfahrung überhaupt), kann man Fichtes Philosophie als den Versuch verstehen, beide Aspekte gerade zu vereinen bzw.
ineinanderzuschieben: Es geht Fichte darum, die Realität in ihrer Beziehung auf den Grund der Erscheinung, auf das Absolute oder das „Seyn“ hin transparent werden zu lassen.
Insbesondere in seiner Spätphilosophie, aus der hier die in besonderer Weise einer Neufassung des Erscheinungsbegriffs gewidmete WL von 1812 herangezogen wird, bemüht sich Fichte darum, die sich uns erschließende Welt der Erscheinung immanent auf den Grund des Erscheinens, das Reich der Sichtbarkeit und auf das lebendige Urbild der erscheinenden Mannigfaltigkeit zu beziehen.
Das bedeutet vor allem, dass sich nunmehr mitten in der „realitas phaenomenon“ ein Absolutes als das innere Licht der Erscheinung zur Geltung bringen kann, das zugleich nicht mehr eigentlich ontologisch verstanden werden muss.
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