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Paul Celan. De passage à Vienne
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Die Analyse fragt nach der Bedeutung von Celans Aufenthalt in Wien, der nur wenige Monate im Leben des Dichters umfaßt. Da er jedoch schon bald unter den Surrealisten um den Maler Edgar Jené als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten anerkannt ist, stellt sich mit seinem Aufenthalt in Wien die Frage, ob er selbst ein surrealistischer Dichter war, was oft angenommen wird. Die hier gegebene Antwort ist hingegen negativ. Sie stützt sich einerseits auf die Analyse seiner frühen wenig beachteten theoretischen Arbeiten und seiner in Wien geschriebenen Gedichte, deren poetologische Grundlagen sich seit den ersten Gedichten in Czernowitz ankündigen. Andererseits zeigt ein Vergleich von Leben und Dichtung, daß Celan in zwei Realitäten lebt - unter den surrealistischen Freunden und in der Einsamkeit des Gedichts -, die nicht in unmittelbarer Verbindung miteinander stehen. Der Unterschied zwischen innerem und äußerem Leben manifestiert sich seit seinen Gedichten im Arbeitslager. Celans grundlegende poetologische Positionen kündigen sich damit bereits seit seinen frühesten Werken an und festigen sich bis zu seiner Wiener Epoche immer mehr, so daß sich seine gesamten Jugendschriften und sein frühes Leben in seinem kurzen Wiener Aufenthalt zusammengefaßt finden.
Title: Paul Celan. De passage à Vienne
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Die Analyse fragt nach der Bedeutung von Celans Aufenthalt in Wien, der nur wenige Monate im Leben des Dichters umfaßt.
Da er jedoch schon bald unter den Surrealisten um den Maler Edgar Jené als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten anerkannt ist, stellt sich mit seinem Aufenthalt in Wien die Frage, ob er selbst ein surrealistischer Dichter war, was oft angenommen wird.
Die hier gegebene Antwort ist hingegen negativ.
Sie stützt sich einerseits auf die Analyse seiner frühen wenig beachteten theoretischen Arbeiten und seiner in Wien geschriebenen Gedichte, deren poetologische Grundlagen sich seit den ersten Gedichten in Czernowitz ankündigen.
Andererseits zeigt ein Vergleich von Leben und Dichtung, daß Celan in zwei Realitäten lebt - unter den surrealistischen Freunden und in der Einsamkeit des Gedichts -, die nicht in unmittelbarer Verbindung miteinander stehen.
Der Unterschied zwischen innerem und äußerem Leben manifestiert sich seit seinen Gedichten im Arbeitslager.
Celans grundlegende poetologische Positionen kündigen sich damit bereits seit seinen frühesten Werken an und festigen sich bis zu seiner Wiener Epoche immer mehr, so daß sich seine gesamten Jugendschriften und sein frühes Leben in seinem kurzen Wiener Aufenthalt zusammengefaßt finden.
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