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Chick Corea (1941-2021)
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Im Gegensatz zu den meisten Jazzmusiker*innen heute, insbesondere denen in Europa, hat Chick Corea nie eine Musikhochschule besucht. Aber er wird dort studiert, denn er hat geradezu im Überfluss das, woran es vielen mangelt: eine eigene Handschrift, einen eigenen Personalstil. Dass er diesen in verschiedenen Feldern zum Ausdruck brachte, wurde oft ehrenvoll, aber fälschlich, mit dem Attribut „Chamäleon“ umschrieben. Denn niemals ist er im jeweiligen Kontext verschwunden, sondern hat ihm jeweils seinen Stempel aufgeprägt - vom Klavierkonzert mit den Londoner Sinfonikern bis zu seinen „Children Songs“, solo. Wo Corea drin war, hat man es herausgehört. Das meiste davon im Jazz: sein Ton, seine rhythmisch-melodischen Signaturen auf Piano, E-Piano und monophonem Synthesizer, häufig in staccato Phrasierung, gehören zu den Ikonen der gesamten Gattung. Corea war erfolgreich, ohne Zweifel. Er hat mit seinen Improvisationen und Kompositionen Heerscharen von KollegInnen zum Imitieren und Interpretieren angeregt („Spain“, „La Fiesta“ und und und…). Ihm wurden - bei 67 Nominierungen - mehr Jazz-Grammys (25) verliehen als jedem anderen aus seiner Zunft. Jüngst erst zeichnete ihn eine Auswahl internationaler Kritiker im Fachmagazin „DownBeat“ in drei Kategorien aus: als Künstler, Pianist und Keyboardspieler des Jahres (2021). Gleichwohl, unter der Handvoll Millionseller des Jazz findet sich keiner seiner rund einhundert Tonträger. Armando Anthony Corea, genannt Chick, geboren am 12. Juni 1941 in Chelsea/Massachussets, ist am 9. Februar 2021 in Tampa/Florida an einer erst kürzlich bei ihm diagnostizierten Krebserkrankung gestorben. Er wurde 79 Jahre alt.
Title: Chick Corea (1941-2021)
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Im Gegensatz zu den meisten Jazzmusiker*innen heute, insbesondere denen in Europa, hat Chick Corea nie eine Musikhochschule besucht.
Aber er wird dort studiert, denn er hat geradezu im Überfluss das, woran es vielen mangelt: eine eigene Handschrift, einen eigenen Personalstil.
Dass er diesen in verschiedenen Feldern zum Ausdruck brachte, wurde oft ehrenvoll, aber fälschlich, mit dem Attribut „Chamäleon“ umschrieben.
Denn niemals ist er im jeweiligen Kontext verschwunden, sondern hat ihm jeweils seinen Stempel aufgeprägt - vom Klavierkonzert mit den Londoner Sinfonikern bis zu seinen „Children Songs“, solo.
Wo Corea drin war, hat man es herausgehört.
Das meiste davon im Jazz: sein Ton, seine rhythmisch-melodischen Signaturen auf Piano, E-Piano und monophonem Synthesizer, häufig in staccato Phrasierung, gehören zu den Ikonen der gesamten Gattung.
Corea war erfolgreich, ohne Zweifel.
Er hat mit seinen Improvisationen und Kompositionen Heerscharen von KollegInnen zum Imitieren und Interpretieren angeregt („Spain“, „La Fiesta“ und und und…).
Ihm wurden - bei 67 Nominierungen - mehr Jazz-Grammys (25) verliehen als jedem anderen aus seiner Zunft.
Jüngst erst zeichnete ihn eine Auswahl internationaler Kritiker im Fachmagazin „DownBeat“ in drei Kategorien aus: als Künstler, Pianist und Keyboardspieler des Jahres (2021).
Gleichwohl, unter der Handvoll Millionseller des Jazz findet sich keiner seiner rund einhundert Tonträger.
Armando Anthony Corea, genannt Chick, geboren am 12.
Juni 1941 in Chelsea/Massachussets, ist am 9.
Februar 2021 in Tampa/Florida an einer erst kürzlich bei ihm diagnostizierten Krebserkrankung gestorben.
Er wurde 79 Jahre alt.
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