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Parodontitis und Herz-Kreislaufkrankheiten

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Die Prävalenz von Parodontitis und Herzkreislaufkrankheiten ist hoch. Die Ätiologie, ein Biofilm-Infekt, ist für Parodontitis bekannt, für Herzkreislaufkrankheiten noch nicht völlig etabliert. Kofaktoren wie Rauchgewohnheiten, Stress, Rasse, Genetik, sozio-ökonomische Faktoren und Alter beeinflussen beide Erkrankungen. Ziel dieser Arbeit ist es, klinisch relevante Gemeinsamkeiten von Parodontitis und Herzkreislauferkrankungen aufzuzeigen. Die Hypothese eines Zusammenhanges zwischen den beiden Erkrankungen basiert auf Studien über eine gemeinsame Infektionsquelle, Studien über eine gemeinsame hyperinflammatorische Immunantwort, epidemiologische Case-control Studien sowie klinische Untersuchungen über positive kardiologische Effekte der Parodontitisbehandlung. Streptokokken der Gruppe S.mitis und S.anginosus wurden in parodontalen Läsionen gefunden. Sie sind auch als Pathogene der Endokarditis bekannt und könnten über Bakteriämie aus der Mundhöhle verbreitet werden. Andere parodontale Bakterien wie Porphyromonas gingivalis, Fusobacterium nucleatum und Peptostreptococcus micros sind β-lactamase produzierende Bakterien, welche die Antibiotikaresistenz fördern können. Chlamydia pneumoniae- und P. gingivalis-Lipopolysaccharide führen zu Hitzeschockproteinen und erzeugen eine Kaskade proinflammatorischer Zytokine. Ein Zusammenhang zwischen Parododontis und Herzkreislaufkrankheiten konnte in vielen gut kontrollierten Studien gezeigt werden. Auch ein positiver Einfluss der Behandlung der Parodontitis auf kardiovaskuläre Werte konnte gezeigt werden. Ärzte, die kardiovaskuläre Risikopatienten behandeln, sollten den parodontalen Zustand ihrer Patienten kennen und mit den zahnärztlichen Kollegen zusammen arbeiten. Zahnärzte sollten ihr medizinisches Wissen verbessern und bei Patienten mit Parodontitis, insbesondere bei solchen mit zusätzlichen Risikofaktoren (z.B. Übergewicht, Rauchen, Stress) eine medizinische Beurteilung des kardiovaskulären Zustandes durch den Arzt veranlassen.
Title: Parodontitis und Herz-Kreislaufkrankheiten
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Die Prävalenz von Parodontitis und Herzkreislaufkrankheiten ist hoch.
Die Ätiologie, ein Biofilm-Infekt, ist für Parodontitis bekannt, für Herzkreislaufkrankheiten noch nicht völlig etabliert.
Kofaktoren wie Rauchgewohnheiten, Stress, Rasse, Genetik, sozio-ökonomische Faktoren und Alter beeinflussen beide Erkrankungen.
Ziel dieser Arbeit ist es, klinisch relevante Gemeinsamkeiten von Parodontitis und Herzkreislauferkrankungen aufzuzeigen.
Die Hypothese eines Zusammenhanges zwischen den beiden Erkrankungen basiert auf Studien über eine gemeinsame Infektionsquelle, Studien über eine gemeinsame hyperinflammatorische Immunantwort, epidemiologische Case-control Studien sowie klinische Untersuchungen über positive kardiologische Effekte der Parodontitisbehandlung.
Streptokokken der Gruppe S.
mitis und S.
anginosus wurden in parodontalen Läsionen gefunden.
Sie sind auch als Pathogene der Endokarditis bekannt und könnten über Bakteriämie aus der Mundhöhle verbreitet werden.
Andere parodontale Bakterien wie Porphyromonas gingivalis, Fusobacterium nucleatum und Peptostreptococcus micros sind β-lactamase produzierende Bakterien, welche die Antibiotikaresistenz fördern können.
Chlamydia pneumoniae- und P.
gingivalis-Lipopolysaccharide führen zu Hitzeschockproteinen und erzeugen eine Kaskade proinflammatorischer Zytokine.
Ein Zusammenhang zwischen Parododontis und Herzkreislaufkrankheiten konnte in vielen gut kontrollierten Studien gezeigt werden.
Auch ein positiver Einfluss der Behandlung der Parodontitis auf kardiovaskuläre Werte konnte gezeigt werden.
Ärzte, die kardiovaskuläre Risikopatienten behandeln, sollten den parodontalen Zustand ihrer Patienten kennen und mit den zahnärztlichen Kollegen zusammen arbeiten.
Zahnärzte sollten ihr medizinisches Wissen verbessern und bei Patienten mit Parodontitis, insbesondere bei solchen mit zusätzlichen Risikofaktoren (z.
B.
Übergewicht, Rauchen, Stress) eine medizinische Beurteilung des kardiovaskulären Zustandes durch den Arzt veranlassen.

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