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Höhe und Herzkrankheiten

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Bei akuter Höhenexposition kommt es bedingt durch die damit verbundene Hypoxie zu einer Steigerung der Herzarbeit. In der Betreuung von Herzpatienten stellt sich häufig die Frage, welche Höhen als zumutbar erachtet werden können. Für einen Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit und guter Leistungsfähigkeit stellen mittlere Höhen von 2500 bis 3000 m ü.M. kein grosses Risiko dar. Auch einem herzinsuffizienten Patienten muss ein Höhenaufenthalt in diesen Bereichen nicht verwehrt werden, sofern die Leistungsfähigkeit und die linksventrikuläre Pumpfunktion nicht schwer eingeschränkt sind. In jedem Fall sollte der Patient jedoch darauf hingewiesen werden, dass kardiale Symptome in der Höhe bereits bei geringeren Anstrengungen als im Flachland auftreten können. Entsprechend sollte der Patient seine körperlichen Aktivitäten der Höhenexposition anpassen, dies insbesondere in den ersten drei bis vier Tagen der Akklimatisation. Bei kommerziellen Flügen herrschen in den Flugzeug-Druckkabinen Verhältnisse, welche einer Höhenposition von 1500 bis 2400 m ü.M. entsprechen. Den meisten Herzpatienten ist die Belastung einer Flugreise zumutbar. Kontraindikationen sind instabile kardiale Situationen, kürzliche kardiale Interventionen (zwei bis drei Wochen), ein in den letzten Wochen stattgehabter unkomplizierter oder ein in den letzten sechs Wochen durchgemachter komplizierter Myokardinfarkt. Für Aufenthalte in hochalpinen Gebieten (> 3500 m) ist das Risiko für kardiale Patienten mangels entsprechender Daten schwer einschätzbar. Daher müssen diesbezügliche Empfehlungen in Abhängigkeit des Schweregrades der kardialen Erkrankung und der Konstitution des Patienten individuell abgegeben werden.
Hogrefe Publishing Group
Title: Höhe und Herzkrankheiten
Description:
Bei akuter Höhenexposition kommt es bedingt durch die damit verbundene Hypoxie zu einer Steigerung der Herzarbeit.
In der Betreuung von Herzpatienten stellt sich häufig die Frage, welche Höhen als zumutbar erachtet werden können.
Für einen Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit und guter Leistungsfähigkeit stellen mittlere Höhen von 2500 bis 3000 m ü.
M.
kein grosses Risiko dar.
Auch einem herzinsuffizienten Patienten muss ein Höhenaufenthalt in diesen Bereichen nicht verwehrt werden, sofern die Leistungsfähigkeit und die linksventrikuläre Pumpfunktion nicht schwer eingeschränkt sind.
In jedem Fall sollte der Patient jedoch darauf hingewiesen werden, dass kardiale Symptome in der Höhe bereits bei geringeren Anstrengungen als im Flachland auftreten können.
Entsprechend sollte der Patient seine körperlichen Aktivitäten der Höhenexposition anpassen, dies insbesondere in den ersten drei bis vier Tagen der Akklimatisation.
Bei kommerziellen Flügen herrschen in den Flugzeug-Druckkabinen Verhältnisse, welche einer Höhenposition von 1500 bis 2400 m ü.
M.
entsprechen.
Den meisten Herzpatienten ist die Belastung einer Flugreise zumutbar.
Kontraindikationen sind instabile kardiale Situationen, kürzliche kardiale Interventionen (zwei bis drei Wochen), ein in den letzten Wochen stattgehabter unkomplizierter oder ein in den letzten sechs Wochen durchgemachter komplizierter Myokardinfarkt.
Für Aufenthalte in hochalpinen Gebieten (> 3500 m) ist das Risiko für kardiale Patienten mangels entsprechender Daten schwer einschätzbar.
Daher müssen diesbezügliche Empfehlungen in Abhängigkeit des Schweregrades der kardialen Erkrankung und der Konstitution des Patienten individuell abgegeben werden.

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