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Die Praxis der psychiatrischen Intensivbetreuung bei Erwachsenen in der Deutschschweiz – eine deskriptive Querschnittstudie
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Zusammenfassung. Hintergrund: Bei Selbstgefährdung oder zum Schutz anderer Personen wenden Pflegende im stationären Rahmen vermehrt die psychiatrische Intensivbetreuung (PI) an. Die Intervention bewegt sich in einem Spannungsfeld von Kontrolle und Therapie und ist ressourcenintensiv. Trotz ihrer verbreiteten Anwendung gibt es bislang keine Daten zur Praxis der PI in der Schweiz. Fragestellung: Wie sieht die aktuelle Praxis der PI bei Erwachsenen in psychiatrischen Kliniken in der deutschsprachigen Schweiz aus? Methoden: Quantitativ deskriptive Querschnittstudie. Im Rahmen einer Vollerhebung wurden Pflegende aus stationär psychiatrischen Abteilungen in der Deutschschweiz mittels eines standardisierten Fragebogens befragt. Ergebnisse: 538 Fragebögen wurden analysiert. Die PI erfolgte häufiger in Form von periodischer Kontaktaufnahme als in Form von konstanter Einzelbetreuung. Grund für die Anordnung war in mehr als einem Viertel der Fälle Suizidalität. Zur Einschätzung der Selbst- und / oder Fremdgefährdung wurden in der Regel Assessmentinstrumente verwendet. Drei Viertel der PI dauerten acht Stunden oder länger. In jedem fünften Fall fand während des Dienstes keine Überprüfung der Notwendigkeit der PI statt. Pflegende haben eine neutrale Einstellung gegenüber der PI und erleben während der Durchführung keine negativen oder nur schwache negative Gefühle. Schlussfolgerungen: PI wird auch in der Schweiz uneinheitlich durchgeführt und zu wenig oft auf ihre Notwendigkeit überprüft. Um eine begründete Durchführung der PI zu ermöglichen, wird die Erstellung einer interprofessionellen Leitlinie empfohlen.
Title: Die Praxis der psychiatrischen Intensivbetreuung bei Erwachsenen in der Deutschschweiz – eine deskriptive Querschnittstudie
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Zusammenfassung.
Hintergrund: Bei Selbstgefährdung oder zum Schutz anderer Personen wenden Pflegende im stationären Rahmen vermehrt die psychiatrische Intensivbetreuung (PI) an.
Die Intervention bewegt sich in einem Spannungsfeld von Kontrolle und Therapie und ist ressourcenintensiv.
Trotz ihrer verbreiteten Anwendung gibt es bislang keine Daten zur Praxis der PI in der Schweiz.
Fragestellung: Wie sieht die aktuelle Praxis der PI bei Erwachsenen in psychiatrischen Kliniken in der deutschsprachigen Schweiz aus? Methoden: Quantitativ deskriptive Querschnittstudie.
Im Rahmen einer Vollerhebung wurden Pflegende aus stationär psychiatrischen Abteilungen in der Deutschschweiz mittels eines standardisierten Fragebogens befragt.
Ergebnisse: 538 Fragebögen wurden analysiert.
Die PI erfolgte häufiger in Form von periodischer Kontaktaufnahme als in Form von konstanter Einzelbetreuung.
Grund für die Anordnung war in mehr als einem Viertel der Fälle Suizidalität.
Zur Einschätzung der Selbst- und / oder Fremdgefährdung wurden in der Regel Assessmentinstrumente verwendet.
Drei Viertel der PI dauerten acht Stunden oder länger.
In jedem fünften Fall fand während des Dienstes keine Überprüfung der Notwendigkeit der PI statt.
Pflegende haben eine neutrale Einstellung gegenüber der PI und erleben während der Durchführung keine negativen oder nur schwache negative Gefühle.
Schlussfolgerungen: PI wird auch in der Schweiz uneinheitlich durchgeführt und zu wenig oft auf ihre Notwendigkeit überprüft.
Um eine begründete Durchführung der PI zu ermöglichen, wird die Erstellung einer interprofessionellen Leitlinie empfohlen.
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