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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
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Fragestellung: Die Wirksamkeit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP) bei Kindern und Jugendlichen ist in Deutschland noch immer unzureichend beforscht. Da die TP neben anderen Zielen sowohl kurz-, als auch langfristig eine Symptomverbesserung anstrebt, werden in der vorliegenden Arbeit Ergebnisse zur Frage der Verbesserung von Symptomen und Problemverhalten nach Ablauf von 25 Stunden ambulanter tiefenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der Routinepraxis vorgestellt. Zudem sollte deskriptiv die Frage aufgeworfen werden, ob im selben Zeitraum bereits eine positive Veränderung der kindlichen Lebensqualität eintritt. Methodik: Dreißig Kinder mit emotionalen-, Verhaltens- und Anpassungsstörungen, die 25 Stunden tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie erhielten, wurden in die Studie eingeschlossen. Das Elternurteil in der Child Behavior Checklist (CBCL) sowie das Eltern- und Therapeutenurteil im Diagnosesystem zur Erfassung psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter (DISYPS-KJ) wurde vor und nach 25 Stunden TP miteinander verglichen. Ergebnisse: Dieser Vergleich brachte signifikante Verbesserungen in fast allen der gemessenen CBCL-Skalen, nicht hingegen in den durch das DISYPS-KJ gemessenen Störungsbereichen. Wir fanden überwiegend mittlere Effekte. Die von den Eltern wahrgenommene allgemeine kindliche Lebensqualität verbesserte sich im Verlauf der 25 Stunden Psychotherapie nicht. Schlussfolgerungen: Die Resultate können als Hinweis auf eine wirksame Verbesserung kindlicher emotionaler und Verhaltensauffälligkeiten aus der Elternperspektive mittels 25 Stunden tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie verstanden werden. Allerdings erschien der gemessene Zeitraum zu kurz für eine positive Veränderung spezifischer Störungsbereiche gemäß Eltern- und Therapeutenurteil.
Title: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
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Fragestellung: Die Wirksamkeit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP) bei Kindern und Jugendlichen ist in Deutschland noch immer unzureichend beforscht.
Da die TP neben anderen Zielen sowohl kurz-, als auch langfristig eine Symptomverbesserung anstrebt, werden in der vorliegenden Arbeit Ergebnisse zur Frage der Verbesserung von Symptomen und Problemverhalten nach Ablauf von 25 Stunden ambulanter tiefenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der Routinepraxis vorgestellt.
Zudem sollte deskriptiv die Frage aufgeworfen werden, ob im selben Zeitraum bereits eine positive Veränderung der kindlichen Lebensqualität eintritt.
Methodik: Dreißig Kinder mit emotionalen-, Verhaltens- und Anpassungsstörungen, die 25 Stunden tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie erhielten, wurden in die Studie eingeschlossen.
Das Elternurteil in der Child Behavior Checklist (CBCL) sowie das Eltern- und Therapeutenurteil im Diagnosesystem zur Erfassung psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter (DISYPS-KJ) wurde vor und nach 25 Stunden TP miteinander verglichen.
Ergebnisse: Dieser Vergleich brachte signifikante Verbesserungen in fast allen der gemessenen CBCL-Skalen, nicht hingegen in den durch das DISYPS-KJ gemessenen Störungsbereichen.
Wir fanden überwiegend mittlere Effekte.
Die von den Eltern wahrgenommene allgemeine kindliche Lebensqualität verbesserte sich im Verlauf der 25 Stunden Psychotherapie nicht.
Schlussfolgerungen: Die Resultate können als Hinweis auf eine wirksame Verbesserung kindlicher emotionaler und Verhaltensauffälligkeiten aus der Elternperspektive mittels 25 Stunden tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie verstanden werden.
Allerdings erschien der gemessene Zeitraum zu kurz für eine positive Veränderung spezifischer Störungsbereiche gemäß Eltern- und Therapeutenurteil.
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