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28. Ernst Bergdolt: Zur Kenntnis der Stipularbildungen bei Drosera

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ZusammenfassungIn der Anordnung und Gestalt (Fransung) der Drosera‐stipel sind Beziehungen zu den Nebenblättern der Violaceen aufgezeigtZur Entscheidung der Frage nach der Natur achselständiger Stipel bei Drosera ist zunächst die Entwicklungsgeschichte bei einigen Arten untersucht. Die jüngsten Stadien lassen bei D. pygmaea und D. capensis eine Förderung der seitlichen Flügel des Blattgrundes erkennen. Bei D. anglica sind primär nur an den Seiten des Blattgrundes Nebenblattanlagen vorhanden. Eine einheitliche Querzone, wie sie manche Autoren annehmen, ist nicht von Anfang an nachweisbar. Erst im Laufe der Entwicklung kommt es auf der Oberseite des Blattstieles von den beiden Rändern gegen die Mitte hin fortschreitend zur Ausgliederung sekundärer Stipularteile. Die Entwicklungsgeschichte zeigt also, daß die ligulate Stipularform von der gewöhnlichen randständigen Stellung der Nebenblätter abzuleiten istAuch experimentell ist die Frage, welche Stipular‐Stellung primitiv und welche abgeleitet ist, zu entscheiden, indem durch ungünstige Außenbedingungen (Lichtmangel) bei D. anglica Blätter mit Hemmungsbildungen erzielt werden, die nur die primitiven, seitenständigen Stipulargebilde aufweisen. Zur Anlegung der sekundären Querzone und zur Ausgliederung ligulater Stipulargebilde kommt es bei diesen Hemmungsbildungen nicht mehrAls Ausgangspunkt für eine vergleichend morphologische Betrachtung der hauptsächlichsten vorkommenden Varianten der Stipularbildungen von Drosera ist D. Adelae mit rein seitenständigen Nebenblättern geeignet. Von dieser Mittelform aus lassen sich sowohl die abgeleiteten Formen bis zur axillären Ligula‐Form (Z). graminifolid), wie auch die der Beduktionsrichtung über D. indica bis zum gänzlichen Verlust von Nebenblättern (D.macrantha) verfolgen
Title: 28. Ernst Bergdolt: Zur Kenntnis der Stipularbildungen bei Drosera
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ZusammenfassungIn der Anordnung und Gestalt (Fransung) der Drosera‐stipel sind Beziehungen zu den Nebenblättern der Violaceen aufgezeigtZur Entscheidung der Frage nach der Natur achselständiger Stipel bei Drosera ist zunächst die Entwicklungsgeschichte bei einigen Arten untersucht.
Die jüngsten Stadien lassen bei D.
pygmaea und D.
capensis eine Förderung der seitlichen Flügel des Blattgrundes erkennen.
Bei D.
anglica sind primär nur an den Seiten des Blattgrundes Nebenblattanlagen vorhanden.
Eine einheitliche Querzone, wie sie manche Autoren annehmen, ist nicht von Anfang an nachweisbar.
Erst im Laufe der Entwicklung kommt es auf der Oberseite des Blattstieles von den beiden Rändern gegen die Mitte hin fortschreitend zur Ausgliederung sekundärer Stipularteile.
Die Entwicklungsgeschichte zeigt also, daß die ligulate Stipularform von der gewöhnlichen randständigen Stellung der Nebenblätter abzuleiten istAuch experimentell ist die Frage, welche Stipular‐Stellung primitiv und welche abgeleitet ist, zu entscheiden, indem durch ungünstige Außenbedingungen (Lichtmangel) bei D.
anglica Blätter mit Hemmungsbildungen erzielt werden, die nur die primitiven, seitenständigen Stipulargebilde aufweisen.
Zur Anlegung der sekundären Querzone und zur Ausgliederung ligulater Stipulargebilde kommt es bei diesen Hemmungsbildungen nicht mehrAls Ausgangspunkt für eine vergleichend morphologische Betrachtung der hauptsächlichsten vorkommenden Varianten der Stipularbildungen von Drosera ist D.
Adelae mit rein seitenständigen Nebenblättern geeignet.
Von dieser Mittelform aus lassen sich sowohl die abgeleiteten Formen bis zur axillären Ligula‐Form (Z).
graminifolid), wie auch die der Beduktionsrichtung über D.
indica bis zum gänzlichen Verlust von Nebenblättern (D.
macrantha) verfolgen.

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