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Grenzgängerin zwischen den Disziplinen

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ZusammenfassungZwischen Ethnologie und Sozialer Arbeit finden sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Gemeinsamkeiten. In beiden Disziplinen wird von grundlegenden Differenzen zwischen Forscher*innen und Beforschten ausgegangen, die häufig unter dem Begriff der Kultur gefasst werden. Mit den Schriften der ursprünglich als Sozialarbeiterin ausgebildeten Ethnologin Hilde Thurnwald (1890–1979) lassen sich Gemeinsamkeiten wie diese etwas besser verstehen. Ihre Texte machen greifbar, dass vielfältige Übergänge zwischen beiden Disziplinen bestanden haben, an denen die Autorin aktiv mitgewirkt hat. Insbesondere das Konzept des „Kulturwandels“ fungiert bei Hilde Thurnwald als ein Grenzobjekt, mit dem sie solche Übergänge – nicht nur zwischen diesen beiden Fächern, sondern auch zwischen politischen und sozialen Handlungssphären – gestaltet hat. Der Beitrag untersucht die Konstruktion und Verwendung des Begriffs „Kulturwandel“ in den Schriften Thurnwalds im größeren Zusammenhang kolonialer Wissensproduktion und fragt, wie dieser Begriff im Kontext von Ethnologie und Sozialer Arbeit konstruiert und verwendet wird, wie er für beide Welten und darüber hinaus anschlussfähig gemacht wird und welche Effekte dies für die gegenseitige Durchdringung zum Beispiel für den Blick auf die beforschten und behandelten Menschen hat.
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Title: Grenzgängerin zwischen den Disziplinen
Description:
ZusammenfassungZwischen Ethnologie und Sozialer Arbeit finden sich in der ersten Hälfte des 20.
 Jahrhunderts viele Gemeinsamkeiten.
In beiden Disziplinen wird von grundlegenden Differenzen zwischen Forscher*innen und Beforschten ausgegangen, die häufig unter dem Begriff der Kultur gefasst werden.
Mit den Schriften der ursprünglich als Sozialarbeiterin ausgebildeten Ethnologin Hilde Thurnwald (1890–1979) lassen sich Gemeinsamkeiten wie diese etwas besser verstehen.
Ihre Texte machen greifbar, dass vielfältige Übergänge zwischen beiden Disziplinen bestanden haben, an denen die Autorin aktiv mitgewirkt hat.
Insbesondere das Konzept des „Kulturwandels“ fungiert bei Hilde Thurnwald als ein Grenzobjekt, mit dem sie solche Übergänge – nicht nur zwischen diesen beiden Fächern, sondern auch zwischen politischen und sozialen Handlungssphären – gestaltet hat.
Der Beitrag untersucht die Konstruktion und Verwendung des Begriffs „Kulturwandel“ in den Schriften Thurnwalds im größeren Zusammenhang kolonialer Wissensproduktion und fragt, wie dieser Begriff im Kontext von Ethnologie und Sozialer Arbeit konstruiert und verwendet wird, wie er für beide Welten und darüber hinaus anschlussfähig gemacht wird und welche Effekte dies für die gegenseitige Durchdringung zum Beispiel für den Blick auf die beforschten und behandelten Menschen hat.

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