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BTE-Spannbetonfertigteile – Anwendung magnetischer Verfahren (MSV-Prüfung) zur Spannstahlbruchortung an Bestandsbauwerken
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Zum aktuellen Zeitpunkt befinden sich 40 Brückenbauwerke im Bestand der DB InfraGO AG, welche mit potenziell spannungsrisskorrosionsgefährdeten sog. Hennigsdorfer Spannstahl hergestellt wurden. Für die Überbauten von 33 dieser Brücken wurden standardisierte Fertigteile für Eisenbahnbrücken (BTE-Fertigteile) verwendet. Damit befinden sich ca. 330 BTE-Fertigteile unter Verkehr. Bei einem Teil dieser Fertigteile ist kein ausreichendes rechnerisches Ankündigungsverhalten gemäß Ril 805.0202A01 nachweisbar. In mehreren Projekten wurden daher Maßnahmen untersucht, welche den sicheren Weiterbetrieb dieser Bauwerke ermöglichen und dem typisierten Charakter der Fertigteile Rechnung tragen.
In Zusammenarbeit mit der DB Systemtechnik GmbH und der MFPA Leipzig wurde ein Ringversuch an zwei BTE-Testkörpern durchgeführt. Dabei kamen alle vier im deutschsprachigen Raum tätigen Anbieter magnetischer Verfahren (MSV-Prüfung) zur Spannstahlbruchortung zum Einsatz. Im Jahr 2024 wurde die MSV-Prüfung zudem im Rahmen eines Pilotprojekts an neun Bestandsbauwerken angewendet. Aufgrund der positiven Ergebnisse des Ringversuchs sowie der Pilotanwendungen im Bestand erscheint die MSV-Prüfung als zerstörungsfreie, wiederholbare und wirtschaftliche Alternative zu der in Ril 805.0202A01 vorgesehenen invasiven Materialuntersuchung mit Spannstahlentnahme und -beprobung potenziell geeignet. Derzeit wird eine befristete Betriebserprobung zur Anwendung der MSV-Prüfung an sämtlichen BTE-Bestandsbrücken vorbereitet und geprüft.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Bestand an BTE-Fertigteilen und fasst die bisherigen Erfahrungen aus invasiven und zerstörungsfreien Untersuchungen zusammen. Es werden die Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen der MSV-Prüfung beschrieben sowie die daraus abgeleiteten Randbedingungen für den Einsatz an Bestandsbrücken dargestellt. Zudem werden statische und probabilistische Bewertungskonzepte erläutert, die auf Basis der MSV-Prüfergebnisse Aussagen zur Standsicherheit der betroffenen Fertigteile ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Übertragbarkeit der MSV-Prüfergebnisse auf nicht beprobte Spanngliedabschnitte.
Title: BTE-Spannbetonfertigteile – Anwendung magnetischer Verfahren (MSV-Prüfung) zur Spannstahlbruchortung an Bestandsbauwerken
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Zum aktuellen Zeitpunkt befinden sich 40 Brückenbauwerke im Bestand der DB InfraGO AG, welche mit potenziell spannungsrisskorrosionsgefährdeten sog.
Hennigsdorfer Spannstahl hergestellt wurden.
Für die Überbauten von 33 dieser Brücken wurden standardisierte Fertigteile für Eisenbahnbrücken (BTE-Fertigteile) verwendet.
Damit befinden sich ca.
330 BTE-Fertigteile unter Verkehr.
Bei einem Teil dieser Fertigteile ist kein ausreichendes rechnerisches Ankündigungsverhalten gemäß Ril 805.
0202A01 nachweisbar.
In mehreren Projekten wurden daher Maßnahmen untersucht, welche den sicheren Weiterbetrieb dieser Bauwerke ermöglichen und dem typisierten Charakter der Fertigteile Rechnung tragen.
In Zusammenarbeit mit der DB Systemtechnik GmbH und der MFPA Leipzig wurde ein Ringversuch an zwei BTE-Testkörpern durchgeführt.
Dabei kamen alle vier im deutschsprachigen Raum tätigen Anbieter magnetischer Verfahren (MSV-Prüfung) zur Spannstahlbruchortung zum Einsatz.
Im Jahr 2024 wurde die MSV-Prüfung zudem im Rahmen eines Pilotprojekts an neun Bestandsbauwerken angewendet.
Aufgrund der positiven Ergebnisse des Ringversuchs sowie der Pilotanwendungen im Bestand erscheint die MSV-Prüfung als zerstörungsfreie, wiederholbare und wirtschaftliche Alternative zu der in Ril 805.
0202A01 vorgesehenen invasiven Materialuntersuchung mit Spannstahlentnahme und -beprobung potenziell geeignet.
Derzeit wird eine befristete Betriebserprobung zur Anwendung der MSV-Prüfung an sämtlichen BTE-Bestandsbrücken vorbereitet und geprüft.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Bestand an BTE-Fertigteilen und fasst die bisherigen Erfahrungen aus invasiven und zerstörungsfreien Untersuchungen zusammen.
Es werden die Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen der MSV-Prüfung beschrieben sowie die daraus abgeleiteten Randbedingungen für den Einsatz an Bestandsbrücken dargestellt.
Zudem werden statische und probabilistische Bewertungskonzepte erläutert, die auf Basis der MSV-Prüfergebnisse Aussagen zur Standsicherheit der betroffenen Fertigteile ermöglichen.
Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Übertragbarkeit der MSV-Prüfergebnisse auf nicht beprobte Spanngliedabschnitte.
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