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Herz und Gefäße
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Altern ist an sich ein kardiovaskulärer Risikofaktor. Die Gefäßveränderungen sind charakterisiert durch eine Intima- und Mediaverdickung mit Zunahme der Steifigkeit und Anstieg der Pulswellengeschwindigkeit. Am Herzen kommt es mit zunehmendem Alter zu einer veränderten Massen-Volumenbeziehung mit Abnahme der diastolischen Funktion. Diese Veränderungen sind zum Teil bedingt durch einen «natürlichen» Alterungsprozess, wahrscheinlich spielt aber auch eine Abnahme der körperlichen Aktivität im Alter eine wichtige Rolle. Bezüglich kardiovaskulärer Risikofaktoren nimmt der Nikotinabusus im Alter ab, dafür werden arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus häufiger. Die Bekämpfung der kardiovaskulären Risikofaktoren ist im Alter besonders wichtig, da das Risiko von Akutkomplikationen erhöht ist. Dabei stehen die Lebensstilfaktoren mit regelmäßiger körperlicher Aktivität ebenso im Vordergrund wie bei jüngeren Patienten. Auch ein Rauchstopp bringt bis zu einem Alter von 75–80 Jahren wesentliche gesundheitliche Vorteile. Antioxidativ wirksame Vitamine bringen als Supplement keinen sicheren Schutz vor der Gefäßalterung. Aspirin ist in der Sekundärprävention bis ins hohe Alter wirksam. Betablocker und ACE-Hemmer werden nach Myokardinfarkt bei älteren Patienten eher zu wenig eingesetzt. Die Statine tragen ebenfalls bis zu einem Alter von 80 Jahren zum Schutz vor kardiovaskulären Komplikationen bei. Der Myokardinfarkt verläuft bei älteren Patienten häufig stumm und mit atypischer Symptomatik. Die interventionelle Therapie ist bei älteren gleich erfolgreich wie bei jüngeren Patienten, aber mit einer erhöhten Komplikationsrate verbunden. Die ambulante kardiale Rehabilitation ist auch beim älteren Patienten sinnvoll mit positiven physischen und psychischen Auswirkungen, insbesondere auch bei sozialer Isolation.
Title: Herz und Gefäße
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Altern ist an sich ein kardiovaskulärer Risikofaktor.
Die Gefäßveränderungen sind charakterisiert durch eine Intima- und Mediaverdickung mit Zunahme der Steifigkeit und Anstieg der Pulswellengeschwindigkeit.
Am Herzen kommt es mit zunehmendem Alter zu einer veränderten Massen-Volumenbeziehung mit Abnahme der diastolischen Funktion.
Diese Veränderungen sind zum Teil bedingt durch einen «natürlichen» Alterungsprozess, wahrscheinlich spielt aber auch eine Abnahme der körperlichen Aktivität im Alter eine wichtige Rolle.
Bezüglich kardiovaskulärer Risikofaktoren nimmt der Nikotinabusus im Alter ab, dafür werden arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus häufiger.
Die Bekämpfung der kardiovaskulären Risikofaktoren ist im Alter besonders wichtig, da das Risiko von Akutkomplikationen erhöht ist.
Dabei stehen die Lebensstilfaktoren mit regelmäßiger körperlicher Aktivität ebenso im Vordergrund wie bei jüngeren Patienten.
Auch ein Rauchstopp bringt bis zu einem Alter von 75–80 Jahren wesentliche gesundheitliche Vorteile.
Antioxidativ wirksame Vitamine bringen als Supplement keinen sicheren Schutz vor der Gefäßalterung.
Aspirin ist in der Sekundärprävention bis ins hohe Alter wirksam.
Betablocker und ACE-Hemmer werden nach Myokardinfarkt bei älteren Patienten eher zu wenig eingesetzt.
Die Statine tragen ebenfalls bis zu einem Alter von 80 Jahren zum Schutz vor kardiovaskulären Komplikationen bei.
Der Myokardinfarkt verläuft bei älteren Patienten häufig stumm und mit atypischer Symptomatik.
Die interventionelle Therapie ist bei älteren gleich erfolgreich wie bei jüngeren Patienten, aber mit einer erhöhten Komplikationsrate verbunden.
Die ambulante kardiale Rehabilitation ist auch beim älteren Patienten sinnvoll mit positiven physischen und psychischen Auswirkungen, insbesondere auch bei sozialer Isolation.
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