Javascript must be enabled to continue!
Herzinsuffizienz und Arrhythmien
View through CrossRef
ZusammenfassungDie häufigsten und prognostisch bedeutsamsten Arrhythmien bei der Herzinsuffizienz sind Vorhofflimmern und ventrikuläre Arrhythmien. Pathophysiologisch liegen beiden Arrhythmien eine Aktivierung des neurohumoralen Systems im Rahmen des Remodelings, myokardiale Hypertrophie bzw. Fibrose sowie Änderungen der kardialen Erregungsleitung und der Repolarisation zugrunde. Vorhofflimmern führt zu einer Beeinträchtigung der kardialen Hämodynamik, erhöht die Mortalität und das Risiko für thromboembolische Komplikationen. Die Therapie fokussiert daher auf die Antikoagulation, den Erhalt des Sinusrhythmus bzw. eine Frequenzkontrolle, wenn ein Sinusrhythmus nicht mehr dauerhaft erhalten werden kann. Da die antiarrhythmische Therapie praktisch auf Amiodaron beschränkt ist, spielt die Katheterablation eine zunehmende Rolle, wenn ein Erhalt des Sinusrhythmus das therapeutische Ziel ist. Allerdings ist der Eingriff bei herzinsuffizienten Patienten komplex und sollte in erfahrenen Zentren durchgeführt werden. Auch für ventrikuläre Arrhythmien sind die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie beschränkt, daher ist bei Patienten mit ausgeprägter systolischer Herzinsuffizienz oft ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) indiziert. Allerdings ist die Datenlage für Patienten mit nicht ischämischer Kardiomyopathie etwas schlechter als für Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion nach Infarkt. Auch bei ventrikulären Tachykardien spielt die Katheterablation bei Herzinsuffizienz eine zunehmende Rolle, besonders bei ischämischen Patienten. Sie kann die Häufigkeit von ventrikulären Tachykardien und ICD-Schocks reduzieren, ein Nutzen hinsichtlich Mortalität ist allerdings nicht nachgewiesen.
Title: Herzinsuffizienz und Arrhythmien
Description:
ZusammenfassungDie häufigsten und prognostisch bedeutsamsten Arrhythmien bei der Herzinsuffizienz sind Vorhofflimmern und ventrikuläre Arrhythmien.
Pathophysiologisch liegen beiden Arrhythmien eine Aktivierung des neurohumoralen Systems im Rahmen des Remodelings, myokardiale Hypertrophie bzw.
Fibrose sowie Änderungen der kardialen Erregungsleitung und der Repolarisation zugrunde.
Vorhofflimmern führt zu einer Beeinträchtigung der kardialen Hämodynamik, erhöht die Mortalität und das Risiko für thromboembolische Komplikationen.
Die Therapie fokussiert daher auf die Antikoagulation, den Erhalt des Sinusrhythmus bzw.
eine Frequenzkontrolle, wenn ein Sinusrhythmus nicht mehr dauerhaft erhalten werden kann.
Da die antiarrhythmische Therapie praktisch auf Amiodaron beschränkt ist, spielt die Katheterablation eine zunehmende Rolle, wenn ein Erhalt des Sinusrhythmus das therapeutische Ziel ist.
Allerdings ist der Eingriff bei herzinsuffizienten Patienten komplex und sollte in erfahrenen Zentren durchgeführt werden.
Auch für ventrikuläre Arrhythmien sind die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie beschränkt, daher ist bei Patienten mit ausgeprägter systolischer Herzinsuffizienz oft ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) indiziert.
Allerdings ist die Datenlage für Patienten mit nicht ischämischer Kardiomyopathie etwas schlechter als für Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion nach Infarkt.
Auch bei ventrikulären Tachykardien spielt die Katheterablation bei Herzinsuffizienz eine zunehmende Rolle, besonders bei ischämischen Patienten.
Sie kann die Häufigkeit von ventrikulären Tachykardien und ICD-Schocks reduzieren, ein Nutzen hinsichtlich Mortalität ist allerdings nicht nachgewiesen.
Related Results
Neue Herzinsuffizienz-Guidelines: Update für die Praxis
Neue Herzinsuffizienz-Guidelines: Update für die Praxis
Zusammenfassung. Die Herzinsuffizienz ist definiert als klinisches Syndrom, charakterisiert durch typische Symptome, häufig begleitet von typischen klinischen Befunden in Assoziati...
Eisen und Digitalis bei Herzinsuffizienz
Eisen und Digitalis bei Herzinsuffizienz
ZusammenfassungNeben der medikamentösen Standardtherapie der Herzinsuffizienz (HI) gilt es, Patienten zu identifizieren, die von einer Eisensupplementation oder Therapie mit Digita...
Arrhythmien im Kindesalter
Arrhythmien im Kindesalter
Arrhythmien treten im Kindesalter meist als isolierte Phänomene auf, können aber auch eine Komorbidität einer kongenitalen Herzerkrankung darstellen. Die elektrophysiologische Abkl...
Kardiologische Notfälle im Kindesalter
Kardiologische Notfälle im Kindesalter
Kardiologische Notfälle kommen nur bei einem zahlenmäßig begrenzten Kreis von prädisponierten Kindern vor, haben dann aber weitgehende Konsequenzen und richtiges Erkennen und Hande...
Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern – Stellenwert der Katheterablation
Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern – Stellenwert der Katheterablation
ZusammenfassungHerzinsuffizienz und Vorhofflimmern koexistieren häufig, was zu einer weiteren Erhöhung von Letalität und Morbidität führt. Aufgrund einer zunehmenden Alterung unser...
Kardiale Resynchronisationstherapie bei chronischer Herzinsuffizienz
Kardiale Resynchronisationstherapie bei chronischer Herzinsuffizienz
Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) hat sich als neuartige Therapieoption für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz unter optimaler medikamentöser Therapie und Zeichen ...
Medikamentöse Therapie der HFrEF – früher Nutzen von Synergien und individuelle Konzepte
Medikamentöse Therapie der HFrEF – früher Nutzen von Synergien und individuelle Konzepte
ZusammenfassungDie aktuellen Leitlinien zur Pharmakotherapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion empfehlen den frühzeitigen und möglichst simultanen Beginn mit einem ...
Autonome Funktionsstörungen und Epilepsie
Autonome Funktionsstörungen und Epilepsie
ZusammenfassungDer plötzliche unerwartete Tod bei Epilepsie (SUDEP) ist definiert als plötzliches unerwartetes Ereignis, das nicht durch andere Ursachen erklärt werden kann und woh...

