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Karl-Heinz Göttert, Als die Natur noch sprach: Mensch, Tier und Pflanze vor der Moderne. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 2019, 390 S., farbige Abb.
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Ohne es direkt auszusprechen, bemüht sich doch Karl-Heinz Göttert, emeritierter Germanist an der Universität Köln, ökokritische Messlatten ans Mittelalter anzulegen, d.h. die Wahrnehmung der Natur aus mittelalterlicher Sicht zu überprüfen, freilich
ohne jegliche theoretische Vorgaben zu konsultieren. Der Titel, “Als die Natur noch sprach,” schuldet sich offensichtlich einer postromantischen Vorstellung, der hier vielleicht sogar ein wenig gehuldigt wird, klingt es ja durch, dass die Vormoderne noch ein besseres Verhältnis
mit der Natur besaß als wir heute. Die traf natürlich überhaupt nicht zu und wird wohl so auch nicht vom Autor intendiert gewesen sein. Vielmehr strebt er an, die Unterschiede im Umgang mit der Natur zwischen Mittelalter und Moderne aufzudecken, wie er im Vorwort ankündigt,
doch zu dem Vergleich kommt es dann nicht. Stattdessen intendiert er, wie es weiter heißt, uns den vormodernen “Naturbegriff” (11) nahezubringen und dabei u.a. auch aufzudecken, wie man schon in der Antike bzw. im Mittelalter über Nachhaltigkeit nachdachte. Punktuell
kommt dies gewiss zur Sprache, aber eben nur soviel.
Title: Karl-Heinz Göttert, Als die Natur noch sprach: Mensch, Tier und Pflanze vor der Moderne. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 2019, 390 S., farbige Abb.
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Ohne es direkt auszusprechen, bemüht sich doch Karl-Heinz Göttert, emeritierter Germanist an der Universität Köln, ökokritische Messlatten ans Mittelalter anzulegen, d.
h.
die Wahrnehmung der Natur aus mittelalterlicher Sicht zu überprüfen, freilich
ohne jegliche theoretische Vorgaben zu konsultieren.
Der Titel, “Als die Natur noch sprach,” schuldet sich offensichtlich einer postromantischen Vorstellung, der hier vielleicht sogar ein wenig gehuldigt wird, klingt es ja durch, dass die Vormoderne noch ein besseres Verhältnis
mit der Natur besaß als wir heute.
Die traf natürlich überhaupt nicht zu und wird wohl so auch nicht vom Autor intendiert gewesen sein.
Vielmehr strebt er an, die Unterschiede im Umgang mit der Natur zwischen Mittelalter und Moderne aufzudecken, wie er im Vorwort ankündigt,
doch zu dem Vergleich kommt es dann nicht.
Stattdessen intendiert er, wie es weiter heißt, uns den vormodernen “Naturbegriff” (11) nahezubringen und dabei u.
a.
auch aufzudecken, wie man schon in der Antike bzw.
im Mittelalter über Nachhaltigkeit nachdachte.
Punktuell
kommt dies gewiss zur Sprache, aber eben nur soviel.
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