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Versorgung von Patienten mit atopischer Dermatitis durch Hausärzte – eine bundesweite Erhebung in Deutschland

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ZusammenfassungHintergrund und ZielsetzungEpidemiologische Studien zur dermatologischen Versorgung von Patienten mit atopischer Dermatitis (AD) in Deutschland zeigen innerhalb von 10 Jahren keine Verbesserung. Neben Dermatologen sind vor allem auch Hausärzte (GP) an der Behandlung von Patienten mit AD beteiligt. In dieser Studie wurde die Versorgungssituation erwachsener Patienten, die wegen AD in hausärztlicher Behandlung sind, analysiert.Patienten und MethodikDie Querschnittserhebung „PsoADA‐AD“ wurde von 2019 bis 2021 bundesweit in hausärztlichen Praxen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit Daten aus der dermatologischen Versorgung (AtopicHealth2, 2017–2019) verglichen.ErgebnisseVon den 150 Patienten (mittleres Alter: 40 Jahre, 62,2% weiblich) wurden 39,2% zusätzlich von Dermatologen (GP+D) behandelt. Unter diesen hatten 20,7% eine schwere AD, während dies unter den nur hausärztlich behandelten Patienten (GP only) auf 5,7% zutraf (p < 0,01, AtopicHealth2: 27,6%). Erhebliche Einschränkungen in ihrer Lebensqualität berichteten 31,0% (GP+D) vs. 3,4% (GP only) (p < 0,001, AtopicHealth2: 31,6%). Die meisten Patienten erhielten topische Medikamente, hauptsächlich Glukokortikosteroide. Calcineurininhibitoren wurden aktuell von 2,7% (PsoADA‐AD gesamt) verwendet. Bereits an einer Neurodermitisschulung teilgenommen zu haben, gaben 5,7% (PsoADA‐AD gesamt) an.SchlussfolgerungenEin erheblicher Teil der Patienten mit AD in der hausärztlichen Versorgung zeigt eine schlechte Erkrankungskontrolle, wie es auch in der dermatologischen Versorgung beobachtet wurde. Ein Grund könnte der fehlende Einsatz moderner Systemtherapeutika sein.
Title: Versorgung von Patienten mit atopischer Dermatitis durch Hausärzte – eine bundesweite Erhebung in Deutschland
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ZusammenfassungHintergrund und ZielsetzungEpidemiologische Studien zur dermatologischen Versorgung von Patienten mit atopischer Dermatitis (AD) in Deutschland zeigen innerhalb von 10 Jahren keine Verbesserung.
Neben Dermatologen sind vor allem auch Hausärzte (GP) an der Behandlung von Patienten mit AD beteiligt.
In dieser Studie wurde die Versorgungssituation erwachsener Patienten, die wegen AD in hausärztlicher Behandlung sind, analysiert.
Patienten und MethodikDie Querschnittserhebung „PsoADA‐AD“ wurde von 2019 bis 2021 bundesweit in hausärztlichen Praxen durchgeführt.
Die Ergebnisse wurden mit Daten aus der dermatologischen Versorgung (AtopicHealth2, 2017–2019) verglichen.
ErgebnisseVon den 150 Patienten (mittleres Alter: 40 Jahre, 62,2% weiblich) wurden 39,2% zusätzlich von Dermatologen (GP+D) behandelt.
Unter diesen hatten 20,7% eine schwere AD, während dies unter den nur hausärztlich behandelten Patienten (GP only) auf 5,7% zutraf (p < 0,01, AtopicHealth2: 27,6%).
Erhebliche Einschränkungen in ihrer Lebensqualität berichteten 31,0% (GP+D) vs.
3,4% (GP only) (p < 0,001, AtopicHealth2: 31,6%).
Die meisten Patienten erhielten topische Medikamente, hauptsächlich Glukokortikosteroide.
Calcineurininhibitoren wurden aktuell von 2,7% (PsoADA‐AD gesamt) verwendet.
Bereits an einer Neurodermitisschulung teilgenommen zu haben, gaben 5,7% (PsoADA‐AD gesamt) an.
SchlussfolgerungenEin erheblicher Teil der Patienten mit AD in der hausärztlichen Versorgung zeigt eine schlechte Erkrankungskontrolle, wie es auch in der dermatologischen Versorgung beobachtet wurde.
Ein Grund könnte der fehlende Einsatz moderner Systemtherapeutika sein.

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