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Die Erdkröte: eine biologische Porträtskizze und die Lebensgeschichte der Weibchen. Wolfgang Wickler zum 65. Geburtstag

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AbstractLebensläufe von Organismen lassen sich analysieren und modellieren, wenn man sie als eine Folge von Entscheidungen auffaßt. Im Krötenleben betreffen solche „Lebenslaufentscheidungen”︁ insbesondere: Alter und Größe bei der Metamorphose, Alter und Größe beim Eintritt in die Geschlechtsreife, Anzahl und Dauer der Fortpflanzungszyklen, Anzahl und Größe der pro Fortpflanzungssaison befruchteten Eier. das Ausmaß des Fortpflanzungsaufwandes und dessen Verteilung über die Lebensjahre und die jahreszeitliche Einbindung der Fortpflanzung. Alle diese Entscheidungen zusammen bedingen den Fortpflanzungserfolg eines Individuums in dessen gesamter lebenszeit.Als „Lebenslaufstrategie”︁ sei die Gesamtheit der genetisch verankerten Entscheidungsregeln bezeichnet, die letztendlich den Lebensalauf formen. Die Prämisse dabei ist, daß die Selektion diejenigen genetischen Programme fördert, welche eine im Zeitverlauf optimale Aufteilung der Ressourcen auf Selbsterhaltung, Wachstum und Fortpflanzung bewirken, mit der Maßgabe, den höchsten Lebens‐Fortpflanzungserfolg unter den jeweiligen ökologischen Bedingungen zu gewährleisten. Voraussetzung für die Analyse der Lebensläufe ist die Kenntnis von Einflußfaktoren („Determinanten”︁) und Wechselwirkungen der drei „Grundgrößen”︁ Überleben, Fortpflanzung und Wachstum. Basierend auf einer mehrjährigen Untersuchung dreier Populationen ([14] und neuere Daten) wird im folgenden eine Lebensgeschichte von Erdkrötenweibchen entworfen.
Title: Die Erdkröte: eine biologische Porträtskizze und die Lebensgeschichte der Weibchen. Wolfgang Wickler zum 65. Geburtstag
Description:
AbstractLebensläufe von Organismen lassen sich analysieren und modellieren, wenn man sie als eine Folge von Entscheidungen auffaßt.
Im Krötenleben betreffen solche „Lebenslaufentscheidungen”︁ insbesondere: Alter und Größe bei der Metamorphose, Alter und Größe beim Eintritt in die Geschlechtsreife, Anzahl und Dauer der Fortpflanzungszyklen, Anzahl und Größe der pro Fortpflanzungssaison befruchteten Eier.
das Ausmaß des Fortpflanzungsaufwandes und dessen Verteilung über die Lebensjahre und die jahreszeitliche Einbindung der Fortpflanzung.
Alle diese Entscheidungen zusammen bedingen den Fortpflanzungserfolg eines Individuums in dessen gesamter lebenszeit.
Als „Lebenslaufstrategie”︁ sei die Gesamtheit der genetisch verankerten Entscheidungsregeln bezeichnet, die letztendlich den Lebensalauf formen.
Die Prämisse dabei ist, daß die Selektion diejenigen genetischen Programme fördert, welche eine im Zeitverlauf optimale Aufteilung der Ressourcen auf Selbsterhaltung, Wachstum und Fortpflanzung bewirken, mit der Maßgabe, den höchsten Lebens‐Fortpflanzungserfolg unter den jeweiligen ökologischen Bedingungen zu gewährleisten.
Voraussetzung für die Analyse der Lebensläufe ist die Kenntnis von Einflußfaktoren („Determinanten”︁) und Wechselwirkungen der drei „Grundgrößen”︁ Überleben, Fortpflanzung und Wachstum.
Basierend auf einer mehrjährigen Untersuchung dreier Populationen ([14] und neuere Daten) wird im folgenden eine Lebensgeschichte von Erdkrötenweibchen entworfen.

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