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Das Management des Fuchses sollte auf wissenschaftlichen Grundlagen anstatt auf Annahmen basieren
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ZusammenfassungDer Rotfuchs Vulpes vulpes wird in Europa intensiv bejagt. Als Begründung für die Jagd wird aufgeführt, dass Füchse gefährdete Tierarten sowie Nutztiere erbeuten, Krankheiten auf den Menschen und auf Haustiere übertragen und für Konflikte mit den Menschen im Siedlungsraum sorgen. Allerdings gibt es zunehmend Belege, dass die vorherrschenden Methoden der Fuchsjagd, trotz grossem Aufwand durch die Jägerschaft, weder die Bestände noch die verursachten Schäden wirksam und nachhaltig reduzieren. Die Jagd auf Füchse basiert aktuell nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, denn es fehlen Bestandszahlen sowie klar definierte und messbare Ziele. Hinzu kommt, dass nicht evaluiert wird, wie sich die jagdlichen Eingriffe auf die Fuchsbestände auswirken. Zudem werfen verschiedene Jagdmethoden wie die Baujagd mit Hunden oder der Einsatz von Schrot grundsätzliche ethische und tierschützerische Fragen auf. Daher ist ein neues Managementkonzept für den Fuchs gefordert, das ökologische, ökonomische und ethische Kriterien beinhaltet und neben Abschüssen auch nicht-letale Massnahmen einbezieht. Dies unter anderem auch, weil die wachsenden Fuchsbestände im Siedlungsraum angepasste Lösungen erfordern. Im vorliegenden Kapitel zeigen wir auf, welche Grundlagen für ein evidenzbasiertes Fuchsmanagement notwendig sind.SummaryThe red fox Vulpes vulpes is intensively hunted in Europe. The reason given for the hunting are that foxes prey on endangered species and livestock, transmit zoonoses, transmit diseases to domestic animals, and cause conflicts with humans in urban areas. However, there is increasing evidence that the prevailing hunting methods are unlikely to effectively and sustainably reduce either populations or the damage caused, despite the large investment of time by hunters. The hunting of foxes is generally not based on scientific principles, there is a lack of population figures, clearly defined and measurable objectives, and there is no evaluation how hunting interventions impact fox populations. Furthermore, various hunting methods, such as den hunting with dogs or the use of shotgun pellets, raise profound ethical and animal welfare questions. Therefore, a new management concept for the red fox is required that takes ecological, economic and ethical criteria into account and includes non-lethal measures in addition to culling. Moreover, the growing urban fox populations require adapted solutions. In this chapter, we outline which basics are necessary for an evidence-based fox management.
Springer Berlin Heidelberg
Title: Das Management des Fuchses sollte auf wissenschaftlichen Grundlagen anstatt auf Annahmen basieren
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ZusammenfassungDer Rotfuchs Vulpes vulpes wird in Europa intensiv bejagt.
Als Begründung für die Jagd wird aufgeführt, dass Füchse gefährdete Tierarten sowie Nutztiere erbeuten, Krankheiten auf den Menschen und auf Haustiere übertragen und für Konflikte mit den Menschen im Siedlungsraum sorgen.
Allerdings gibt es zunehmend Belege, dass die vorherrschenden Methoden der Fuchsjagd, trotz grossem Aufwand durch die Jägerschaft, weder die Bestände noch die verursachten Schäden wirksam und nachhaltig reduzieren.
Die Jagd auf Füchse basiert aktuell nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, denn es fehlen Bestandszahlen sowie klar definierte und messbare Ziele.
Hinzu kommt, dass nicht evaluiert wird, wie sich die jagdlichen Eingriffe auf die Fuchsbestände auswirken.
Zudem werfen verschiedene Jagdmethoden wie die Baujagd mit Hunden oder der Einsatz von Schrot grundsätzliche ethische und tierschützerische Fragen auf.
Daher ist ein neues Managementkonzept für den Fuchs gefordert, das ökologische, ökonomische und ethische Kriterien beinhaltet und neben Abschüssen auch nicht-letale Massnahmen einbezieht.
Dies unter anderem auch, weil die wachsenden Fuchsbestände im Siedlungsraum angepasste Lösungen erfordern.
Im vorliegenden Kapitel zeigen wir auf, welche Grundlagen für ein evidenzbasiertes Fuchsmanagement notwendig sind.
SummaryThe red fox Vulpes vulpes is intensively hunted in Europe.
The reason given for the hunting are that foxes prey on endangered species and livestock, transmit zoonoses, transmit diseases to domestic animals, and cause conflicts with humans in urban areas.
However, there is increasing evidence that the prevailing hunting methods are unlikely to effectively and sustainably reduce either populations or the damage caused, despite the large investment of time by hunters.
The hunting of foxes is generally not based on scientific principles, there is a lack of population figures, clearly defined and measurable objectives, and there is no evaluation how hunting interventions impact fox populations.
Furthermore, various hunting methods, such as den hunting with dogs or the use of shotgun pellets, raise profound ethical and animal welfare questions.
Therefore, a new management concept for the red fox is required that takes ecological, economic and ethical criteria into account and includes non-lethal measures in addition to culling.
Moreover, the growing urban fox populations require adapted solutions.
In this chapter, we outline which basics are necessary for an evidence-based fox management.
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