Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Claus-Michael Ort, Medienwechsel und Selbstreferenz. Christian Weise und die literarische Epistemologie des späten 17. Jahrhunderts. 2003

View through CrossRef
Die vorliegende Monographie ist die – im Titel an das ‚kulturwissenschaftliche‘ Theoriedesign angepasste – Druckfassung einer Kieler Habilitationsschrift von 1999, die seinerzeit den verständlicheren Titel „Schule der Affekte. Studien zu den Dramen Christian Weises“ trug. Der neue Titel ist insofern auch irreführend, weil tatsächlich im Ergebnis nur Studien zu einigen Theaterstücken Weises, nicht aber zu dessen Rhetorik und Pädagogik zu lesen sind. Neben Weises Dramentrilogie von 1683 (Jacobs doppelte Heirat, Masaniello, Tobias) analysiert Ort in Ansätzen auch Feinds Opern-Version des Masagniello Furioso und Mitternachts Der Unglückselige Soldat. Tatsächlich „beabsichtigt“ Ort „weder eine vollständige Monographie zu Christian Weises Dramen noch die erschöpfende Analyse einzelner Texte, sondern vielmehr eine mikroanalytische Lektüre exemplarischer Dramen Weises“ (S. 7). Er intendiert Weises Poetologie, insbesondere dessen Gattungs- und Affektvorstellung, herauszuarbeiten und auf „abstrakte Problemkonstellationen zu beziehen“ (S. 8). Unter letzteren versteht Ort vor allem einen „Medienwechsel“ (Titel) von den Bedingungen des Schultheaters zu Lesetexten. Anhand des zentralen Bühnenautors Weise untersucht die Studie also die ‚Literarisierung‘ des Dramas um 1700. Weises Texte gelten dabei als Dokumente für den „fortschreitenden Relevanzverlust der Schulbühne“ (S. 7), letztlich damit sogar für die allmähliche Entstehung des neuen Literatursystems im 18. Jahrhundert.
Walter de Gruyter GmbH
Title: Claus-Michael Ort, Medienwechsel und Selbstreferenz. Christian Weise und die literarische Epistemologie des späten 17. Jahrhunderts. 2003
Description:
Die vorliegende Monographie ist die – im Titel an das ‚kulturwissenschaftliche‘ Theoriedesign angepasste – Druckfassung einer Kieler Habilitationsschrift von 1999, die seinerzeit den verständlicheren Titel „Schule der Affekte.
Studien zu den Dramen Christian Weises“ trug.
Der neue Titel ist insofern auch irreführend, weil tatsächlich im Ergebnis nur Studien zu einigen Theaterstücken Weises, nicht aber zu dessen Rhetorik und Pädagogik zu lesen sind.
Neben Weises Dramentrilogie von 1683 (Jacobs doppelte Heirat, Masaniello, Tobias) analysiert Ort in Ansätzen auch Feinds Opern-Version des Masagniello Furioso und Mitternachts Der Unglückselige Soldat.
Tatsächlich „beabsichtigt“ Ort „weder eine vollständige Monographie zu Christian Weises Dramen noch die erschöpfende Analyse einzelner Texte, sondern vielmehr eine mikroanalytische Lektüre exemplarischer Dramen Weises“ (S.
7).
Er intendiert Weises Poetologie, insbesondere dessen Gattungs- und Affektvorstellung, herauszuarbeiten und auf „abstrakte Problemkonstellationen zu beziehen“ (S.
8).
Unter letzteren versteht Ort vor allem einen „Medienwechsel“ (Titel) von den Bedingungen des Schultheaters zu Lesetexten.
Anhand des zentralen Bühnenautors Weise untersucht die Studie also die ‚Literarisierung‘ des Dramas um 1700.
Weises Texte gelten dabei als Dokumente für den „fortschreitenden Relevanzverlust der Schulbühne“ (S.
7), letztlich damit sogar für die allmähliche Entstehung des neuen Literatursystems im 18.
Jahrhundert.

Related Results

Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Die Debatte um Werte und Medien begleitet die Gesellschaft und speziell die Pädagogik seit dem Aufkommen der sogenannten Massenmedien. Im Mittelpunkt stand und steht noch immer die...
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...
Internationales Baurecht
Internationales Baurecht
Das Völkerrecht ist die Gesamtheit rechtlich verbindlicher Normen, die die Beziehungen zwischen den Subjekten der internationalen Rechtsordnung regeln und insgesamt eine eigenständ...
Neues Fernsehen?! – Neues Fernsehverhalten!? Aktuelle Wandlungsprozesse des Fernsehens
Neues Fernsehen?! – Neues Fernsehverhalten!? Aktuelle Wandlungsprozesse des Fernsehens
Der Diskurs um die aktuellen Entwicklungen des Fernsehens ist heterogen und bipolar. Einige läuten das ‚Ende des (linearen) Fernsehens‘ ein – wie jüngst etwa Netflix-Chef Reed Hast...
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
ZusammenfassungInfektionen durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)‐Bakterien können beim Menschen wässrige und blutige Durchfälle verursachen und im schlimmsten Fall das...
REGULAR ARTICLES
REGULAR ARTICLES
L. Cowen and C. J. Schwarz       657Les Radio‐tags, en raison de leur détectabilitéélevée, ...

Back to Top