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Pater Wilhelm Schmidt und Sigmund Freud: Gesellschaftliche Kontexte einer religionsethnologischen Kontroverse in der Zwischenkriegszeit
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ZusammenfassungDiese Studie beschäftigt sich mit den konträren Thesen zur Religionsentstehung, die Pater Wilhelm Schmidt und Sigmund Freud 1912/1913 in Wien vorlegten. Eine Auseinandersetzung fand viele Jahre nicht statt, bis Schmidt Ende Oktober 1928 Freud mit einem öffentlichen Vortrag herausforderte, den Freud nicht erwiderte. Freud bezeichnete Schmidt allerdings in den 1930er-Jahren in privaten Briefen als den Hauptfeind der Psychoanalyse in Wien und vermutete, dass Schmidt aufgrund seiner guten Kontakte zum Papst ein Verbot der Psychoanalyse im Vatikan initiierte. Ziel der Untersuchung ist die Herausarbeitung der gesellschaftlichen Kontexte dieser seit Langem bekannten Freud-Narrative. Die ersten Abschnitte erörtern die Gründe, weshalb Schmidts Kritik darauf abzielte, auf Freud das Feindbild des Bolschewismus zu übertragen. Dabei wird folgende Hypothese verfolgt: Schmidts Angriff auf Freud steht in Zusammenhang mit der Gründungsinitiative einer psychoanalytischen Privatlehranstalt in Wien, die im Januar 1929 unter dem christlich-sozialen Bildungsminister Richard Schmitz abgelehnt wurde. Der letzte Teil untersucht Dokumente aus dem „Heiligen Offizium“, das 1933/34 ein Buchverbotsverfahren gegen Freuds Schüler Edoardo Weiss führte. Die Studie basiert auf Schmidts Veröffentlichungen in Bezug auf Freud, ausgewählter Literatur von und über Freud, Zeitungsberichten aus Österreich sowie Archivmaterial aus dem Vatikan.
Title: Pater Wilhelm Schmidt und Sigmund Freud: Gesellschaftliche Kontexte einer religionsethnologischen Kontroverse in der Zwischenkriegszeit
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ZusammenfassungDiese Studie beschäftigt sich mit den konträren Thesen zur Religionsentstehung, die Pater Wilhelm Schmidt und Sigmund Freud 1912/1913 in Wien vorlegten.
Eine Auseinandersetzung fand viele Jahre nicht statt, bis Schmidt Ende Oktober 1928 Freud mit einem öffentlichen Vortrag herausforderte, den Freud nicht erwiderte.
Freud bezeichnete Schmidt allerdings in den 1930er-Jahren in privaten Briefen als den Hauptfeind der Psychoanalyse in Wien und vermutete, dass Schmidt aufgrund seiner guten Kontakte zum Papst ein Verbot der Psychoanalyse im Vatikan initiierte.
Ziel der Untersuchung ist die Herausarbeitung der gesellschaftlichen Kontexte dieser seit Langem bekannten Freud-Narrative.
Die ersten Abschnitte erörtern die Gründe, weshalb Schmidts Kritik darauf abzielte, auf Freud das Feindbild des Bolschewismus zu übertragen.
Dabei wird folgende Hypothese verfolgt: Schmidts Angriff auf Freud steht in Zusammenhang mit der Gründungsinitiative einer psychoanalytischen Privatlehranstalt in Wien, die im Januar 1929 unter dem christlich-sozialen Bildungsminister Richard Schmitz abgelehnt wurde.
Der letzte Teil untersucht Dokumente aus dem „Heiligen Offizium“, das 1933/34 ein Buchverbotsverfahren gegen Freuds Schüler Edoardo Weiss führte.
Die Studie basiert auf Schmidts Veröffentlichungen in Bezug auf Freud, ausgewählter Literatur von und über Freud, Zeitungsberichten aus Österreich sowie Archivmaterial aus dem Vatikan.
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