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Kurzmitteilung: Endoparasitenbefall bei Jungvieh auf einer Alm im Pinzgau (Salzburg)
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Es werden die Ergebnisse der parasitologischen Untersuchung (parasitologische Sektion mit Zählung und Differenzierung der Helminthen in Magen-Darm- Kanal, Leber und Lunge) von vier erstsömmrigen Ochsen zusammengefasst, die 2016 für 4 Wochen nach Auftrieb Mitte Mai oder über die gesamte Saison bis Mitte September (jeweils 2 Tiere) auf einer Alm im Pinzgau gealpt und danach geschlachtet worden sind.
Alle Tiere waren mit Magen-Darm-Nematoden befallen. Moniezia-Bandwürmer (6 und 9 Zestoden) wurden nur bei den für 4 Wochen gealpten und Dictyocaulus- Lungenwürmer (9 und 876 Nematoden) bei den über die gesamte Almperiode gealpten Ochsen nachgewiesen; ein Befall mit Pansen- und Leberegeln wurde nicht festgestellt. Insgesamt wurden 10 Arten von Magen-Darm- Nematoden nachgewiesen, die bei Rindern in Österreich, ausgenommen Trichuris ovis, bereits dokumentiert waren. Der Befall mit Ostertagia ostertagi/O. lyrata und Cooperia oncophora/C. surnabada machte mehr als 98 % der Gesamtwurmbürde aus (etwa 7.000 bzw. 24.600 Nematoden bei den für 4 Wochen nach Almauftrieb bzw. den für die volle Saison gealpten Ochsen). Bei den für 4 Wochen gealpten Ochsen übertraf der Anteil an Ostertagia ostertagi/O. lyrata-Würmern den an C. oncophora/C. surnabada (1 : 0,8), während bei den über die gesamte Saison gealpten Ochsen C. oncophora/C. surnabada überwog (1 : 1,6). Inhibierte Viertlarven bildeten 90 % der Ostertagiinae-Population des Labmagens bei den bis Mitte September gealpten Ochsen, während ihr Anteil an der Ostertagiinae- Population der zu Beginn der Almsaison gealpten Ochsen nur etwa 0,1 % betrug.
Die Arbeit stellt eine Ergänzung zu einer kürzlich berichteten Erhebung bei Kühen aus Weidebetrieben aus dem prä-alpinen Landesteil von Salzburg dar, bei denen Infektionen mit Magen-Darm- und Lungenwürmern sowie Leberegeln (Fasciola hepatica) durch Kot- und Milchproben-Untersuchung festgestellt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Rinder der ersten Almperiode mit einem breiten Spektrum an Nematoden infizieren und einen starken Befall mit Magen-Darm- Strongyliden und Lungenwürmern erwerben können. Die Ergebnisse sollten im Parasitenmanagement von Betrieben mit Almwirtschaft Berücksichtigung finden, um Leistungseinbußen zu vermeiden und Erkrankungen der Tiere vorzubeugen.
ZB MED - Information Centre for Life Sciences
Title: Kurzmitteilung: Endoparasitenbefall bei Jungvieh auf einer Alm im Pinzgau (Salzburg)
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Es werden die Ergebnisse der parasitologischen Untersuchung (parasitologische Sektion mit Zählung und Differenzierung der Helminthen in Magen-Darm- Kanal, Leber und Lunge) von vier erstsömmrigen Ochsen zusammengefasst, die 2016 für 4 Wochen nach Auftrieb Mitte Mai oder über die gesamte Saison bis Mitte September (jeweils 2 Tiere) auf einer Alm im Pinzgau gealpt und danach geschlachtet worden sind.
Alle Tiere waren mit Magen-Darm-Nematoden befallen.
Moniezia-Bandwürmer (6 und 9 Zestoden) wurden nur bei den für 4 Wochen gealpten und Dictyocaulus- Lungenwürmer (9 und 876 Nematoden) bei den über die gesamte Almperiode gealpten Ochsen nachgewiesen; ein Befall mit Pansen- und Leberegeln wurde nicht festgestellt.
Insgesamt wurden 10 Arten von Magen-Darm- Nematoden nachgewiesen, die bei Rindern in Österreich, ausgenommen Trichuris ovis, bereits dokumentiert waren.
Der Befall mit Ostertagia ostertagi/O.
lyrata und Cooperia oncophora/C.
surnabada machte mehr als 98 % der Gesamtwurmbürde aus (etwa 7.
000 bzw.
24.
600 Nematoden bei den für 4 Wochen nach Almauftrieb bzw.
den für die volle Saison gealpten Ochsen).
Bei den für 4 Wochen gealpten Ochsen übertraf der Anteil an Ostertagia ostertagi/O.
lyrata-Würmern den an C.
oncophora/C.
surnabada (1 : 0,8), während bei den über die gesamte Saison gealpten Ochsen C.
oncophora/C.
surnabada überwog (1 : 1,6).
Inhibierte Viertlarven bildeten 90 % der Ostertagiinae-Population des Labmagens bei den bis Mitte September gealpten Ochsen, während ihr Anteil an der Ostertagiinae- Population der zu Beginn der Almsaison gealpten Ochsen nur etwa 0,1 % betrug.
Die Arbeit stellt eine Ergänzung zu einer kürzlich berichteten Erhebung bei Kühen aus Weidebetrieben aus dem prä-alpinen Landesteil von Salzburg dar, bei denen Infektionen mit Magen-Darm- und Lungenwürmern sowie Leberegeln (Fasciola hepatica) durch Kot- und Milchproben-Untersuchung festgestellt wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich Rinder der ersten Almperiode mit einem breiten Spektrum an Nematoden infizieren und einen starken Befall mit Magen-Darm- Strongyliden und Lungenwürmern erwerben können.
Die Ergebnisse sollten im Parasitenmanagement von Betrieben mit Almwirtschaft Berücksichtigung finden, um Leistungseinbußen zu vermeiden und Erkrankungen der Tiere vorzubeugen.
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