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Deutsche Suchthilfestatistik 2005 für stationäre Einrichtungen
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<span class="fett">Zielsetzung:</span> Die Deutsche Suchthilfestatistik für stationäre Einrichtungen erfüllt seit 1980 die Aufgaben der Dokumentation von Einrichtungs-, Patienten- und Behandlungsmerkmalen, der Angebotsevaluation und Qualitätssicherung sowie Trendanalysen, und dient zudem als praktische Arbeitshilfe für Einrichtungsmitarbeiter (www.suchthilfestatistik.de). </p><p> <span class="fett">Methodik:</span> Die Auswertung für das Jahr 2005 basiert auf den nach den Vorgaben standardisierter Datensätze aggregierten Daten von 36.102 Patienten (davon 31.569 Beender) in 140 stationären Einrichtungen für die Rehabilitation von Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigen (2004: 29.081 Patienten in 102 Einrichtungen). Es werden Angaben zu Patienten-, Behandlungs- und Ergebnischarakteristika erhoben. </p><p> <span class="fett">Ergebnisse:</span> Mit 77 % liegt der Anteil der Patienten mit alkoholbezogenen Störungen (schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit nach ICD-10) niedriger als im Vorjahr (2004: 81 %), der Anteil von Patienten mit opiatbezogenen Störungen (2005: 8 %; 2004: 6 %) sowie cannabisbezogenen Störungen (2005: 3 %; 2004: 2 %) liegt dagegen höher als 2004. Die Absolutzahl Pathologischer Glücksspieler (2005: n=341; 2004: n=337) sowie der Anteil an den Hauptdiagnosen (2005: 1,1 %; 2004: 1,3 %) sind relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr. Die häufigste zusätzliche Diagnose zu einer Hauptdiagnose ist eine cannabisbezogene Störung (zwischen 13 % und 80 %). 75 % aller Patienten sind männlich. Patienten mit alkoholbezogenen Störungen sind durchschnittlich 45 Jahre alt, Patienten mit opiatbezogenen Störungen 31 Jahre. Die Behandlungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und sechs Monaten (MW=12 Wochen). Etwa 75 % der Patienten mit alkohol- und 38 % der Patienten mit opiatbedingten Behandlungen werden planmäßig entlassen. </p><p> <span class="fett">Schlussfolgerungen:</span> Trotz der starken Vergrößerung der Einrichtungsstichprobe (+37 %) hat sich an ihrer Zusammensetzung (Rehabilitationseinrichtungen +3 Prozentpunkte; Krankenhäuser +/-0 Prozentpunkte; Heime und Übergangseinrichtungen 3 Prozentpunkte) prozentual gesehen kaum etwas verändert. Trendanalysen können daher fortgeführt werden. Aufgrund einer neuen Schätzung von 245 stationären Suchthilfeeinrichtungen wird für 2005 eine Erreichungsquote von 57 % berechnet. Eine verbindliche Auflistung aller stationären Einrichtungen ist dringend erforderlich. Die zahlreichen Fehlkodierungen von Kostenträgern in Zusammenhang mit der Umbenennung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Deutsche Rentenversicherung Bund belegt, dass künftig auf derartige Veränderungen umgehend reagiert werden muss.
Title: Deutsche Suchthilfestatistik 2005 für stationäre Einrichtungen
Description:
<span class="fett">Zielsetzung:</span> Die Deutsche Suchthilfestatistik für stationäre Einrichtungen erfüllt seit 1980 die Aufgaben der Dokumentation von Einrichtungs-, Patienten- und Behandlungsmerkmalen, der Angebotsevaluation und Qualitätssicherung sowie Trendanalysen, und dient zudem als praktische Arbeitshilfe für Einrichtungsmitarbeiter (www.
suchthilfestatistik.
de).
</p><p> <span class="fett">Methodik:</span> Die Auswertung für das Jahr 2005 basiert auf den nach den Vorgaben standardisierter Datensätze aggregierten Daten von 36.
102 Patienten (davon 31.
569 Beender) in 140 stationären Einrichtungen für die Rehabilitation von Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigen (2004: 29.
081 Patienten in 102 Einrichtungen).
Es werden Angaben zu Patienten-, Behandlungs- und Ergebnischarakteristika erhoben.
</p><p> <span class="fett">Ergebnisse:</span> Mit 77 % liegt der Anteil der Patienten mit alkoholbezogenen Störungen (schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit nach ICD-10) niedriger als im Vorjahr (2004: 81 %), der Anteil von Patienten mit opiatbezogenen Störungen (2005: 8 %; 2004: 6 %) sowie cannabisbezogenen Störungen (2005: 3 %; 2004: 2 %) liegt dagegen höher als 2004.
Die Absolutzahl Pathologischer Glücksspieler (2005: n=341; 2004: n=337) sowie der Anteil an den Hauptdiagnosen (2005: 1,1 %; 2004: 1,3 %) sind relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr.
Die häufigste zusätzliche Diagnose zu einer Hauptdiagnose ist eine cannabisbezogene Störung (zwischen 13 % und 80 %).
75 % aller Patienten sind männlich.
Patienten mit alkoholbezogenen Störungen sind durchschnittlich 45 Jahre alt, Patienten mit opiatbezogenen Störungen 31 Jahre.
Die Behandlungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und sechs Monaten (MW=12 Wochen).
Etwa 75 % der Patienten mit alkohol- und 38 % der Patienten mit opiatbedingten Behandlungen werden planmäßig entlassen.
</p><p> <span class="fett">Schlussfolgerungen:</span> Trotz der starken Vergrößerung der Einrichtungsstichprobe (+37 %) hat sich an ihrer Zusammensetzung (Rehabilitationseinrichtungen +3 Prozentpunkte; Krankenhäuser +/-0 Prozentpunkte; Heime und Übergangseinrichtungen 3 Prozentpunkte) prozentual gesehen kaum etwas verändert.
Trendanalysen können daher fortgeführt werden.
Aufgrund einer neuen Schätzung von 245 stationären Suchthilfeeinrichtungen wird für 2005 eine Erreichungsquote von 57 % berechnet.
Eine verbindliche Auflistung aller stationären Einrichtungen ist dringend erforderlich.
Die zahlreichen Fehlkodierungen von Kostenträgern in Zusammenhang mit der Umbenennung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Deutsche Rentenversicherung Bund belegt, dass künftig auf derartige Veränderungen umgehend reagiert werden muss.
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