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Sexualität und sexuelle Gesundheit in sozialtherapeutischen Einrichtungen
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Zusammenfassung
Einleitung Für Personen im Strafvollzug geht die Inhaftierung mit einer deutlichen Einschränkung an Möglichkeiten des Auslebens von Sexualität einher. Trotz der zentralen Bedeutung sexueller Gesundheit für das allgemeine Wohlbefinden und die soziale Integration findet das Thema Sexualität im Kontext von Inhaftierung bislang sowohl in der Forschung als auch in der Justizvollzugspraxis nur begrenzte Beachtung.
Forschungsziele Die vorliegende Arbeit geht daher der Frage nach, wie sozialtherapeutische Einrichtungen – spezialisierte Justizvollzugsanstalten bzw. Abteilungen mit dem Ziel, das Rückfallrisiko durch Behandlung zu verringern – mit der Sexualität und sexuellen Gesundheit ihrer Klientel umgehen.
Methoden Hierfür wurden im Rahmen der jährlichen Stichtagserhebung der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) Mitarbeitende in sozialtherapeutischen Einrichtungen in Deutschland mittels eines Fragebogens zu bestehenden Regelungen und institutionellen Haltungen hinsichtlich sexuellen Erlebens und Verhaltens der Personen in Haft befragt. An der Umfrage beteiligten sich bundesweit 61 %, das heißt 42 der zum damaligen Zeitpunkt 71 sozialtherapeutischen Einrichtungen in Deutschland.
Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen über weite Teile eine hohe Übereinstimmung zwischen den einzelnen sozialtherapeutischen Einrichtungen im Umgang mit Sexualität und sexueller Gesundheit. Zugleich wurde deutlich, dass bestimmte Regelungen teilweise vom individuellen Ermessen und Haltungen der Mitarbeitenden oder der jeweiligen Anstaltsleitung abhängen können. Besonders in Einrichtungen des Jugendvollzugs zeigte sich, dass der Sexualität der Personen in Haft ein geringerer Stellenwert beigemessen wird als in sozialtherapeutischen Einrichtungen für Erwachsene.
Schlussfolgerungen Diese Befunde verdeutlichen, dass der Umgang mit Sexualität in sozialtherapeutischen Einrichtungen auch von strukturellen und individuellen Faktoren geprägt ist. Die Studie liefert damit eine empirische Grundlage für den fachlichen Diskurs über Sexualität und sexuelle Gesundheit in sozialtherapeutischen Einrichtungen.
Title: Sexualität und sexuelle Gesundheit in sozialtherapeutischen Einrichtungen
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Zusammenfassung
Einleitung Für Personen im Strafvollzug geht die Inhaftierung mit einer deutlichen Einschränkung an Möglichkeiten des Auslebens von Sexualität einher.
Trotz der zentralen Bedeutung sexueller Gesundheit für das allgemeine Wohlbefinden und die soziale Integration findet das Thema Sexualität im Kontext von Inhaftierung bislang sowohl in der Forschung als auch in der Justizvollzugspraxis nur begrenzte Beachtung.
Forschungsziele Die vorliegende Arbeit geht daher der Frage nach, wie sozialtherapeutische Einrichtungen – spezialisierte Justizvollzugsanstalten bzw.
Abteilungen mit dem Ziel, das Rückfallrisiko durch Behandlung zu verringern – mit der Sexualität und sexuellen Gesundheit ihrer Klientel umgehen.
Methoden Hierfür wurden im Rahmen der jährlichen Stichtagserhebung der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) Mitarbeitende in sozialtherapeutischen Einrichtungen in Deutschland mittels eines Fragebogens zu bestehenden Regelungen und institutionellen Haltungen hinsichtlich sexuellen Erlebens und Verhaltens der Personen in Haft befragt.
An der Umfrage beteiligten sich bundesweit 61 %, das heißt 42 der zum damaligen Zeitpunkt 71 sozialtherapeutischen Einrichtungen in Deutschland.
Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen über weite Teile eine hohe Übereinstimmung zwischen den einzelnen sozialtherapeutischen Einrichtungen im Umgang mit Sexualität und sexueller Gesundheit.
Zugleich wurde deutlich, dass bestimmte Regelungen teilweise vom individuellen Ermessen und Haltungen der Mitarbeitenden oder der jeweiligen Anstaltsleitung abhängen können.
Besonders in Einrichtungen des Jugendvollzugs zeigte sich, dass der Sexualität der Personen in Haft ein geringerer Stellenwert beigemessen wird als in sozialtherapeutischen Einrichtungen für Erwachsene.
Schlussfolgerungen Diese Befunde verdeutlichen, dass der Umgang mit Sexualität in sozialtherapeutischen Einrichtungen auch von strukturellen und individuellen Faktoren geprägt ist.
Die Studie liefert damit eine empirische Grundlage für den fachlichen Diskurs über Sexualität und sexuelle Gesundheit in sozialtherapeutischen Einrichtungen.
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