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"Den Geschichtsphilosophen das Wasser abgraben": Reinhart Koselleck als Ontologe der Unverfügbarkeit
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Der Beitrag rekonstruiert Reinhart Kosellecks Kritik der Geschichtsphilosophie als affirmative Geschichtstheorie des Nicht-Eingreifens.
Dabei verfolgt der Text Kosellecks Feindbestimmung des Geschichtsphilosophen von seiner Dissertation "Kritik und Krise" bis in das als Historik benannte Spätwerk. Es wird gezeigt, dass Kosellecks Versuch, den Annahmen von Linearität und Einheit im Geschichtsprozess eine Geschichtsontologie gegenüberzustellen, weder von einer profunden Analyse geschichtsphilosophischer Literatur zeugt, noch den philosophischen Problemen seiner Haupteinflüsse Carl Schmitt und Martin Heidegger entkommt. So legt der Beitrag vielmehr ein Ursprungsdenken Kosellecks frei, das keinen kritischen Begriff von Geschichte entwickelt, sondern zu einer schwerwiegenden Zementierung ihrer Unverfügbarkeit führt.
The article reconstructs Reinhart Koselleck’s critique of the philosophy of history as an affirmative theory of history grounded in non-intervention. In doing so, the text traces Koselleck’s identification of the philosopher of history as an adversary from his dissertation "Kritik und Krise" through to his late work, designated as Historik. It demonstrates that Koselleck’s attempt to counter the assumptions of linearity and unity in the historical process with a historical ontology neither reflects a profound analysis of philosophy-of-history literature nor escapes the philosophical problems of his principal influences, Carl Schmitt and Martin Heidegger. Rather, the article brings to light an originary mode of thought in Koselleck that fails to develop a critical concept of history and instead leads to a grave cementation of history’s unavailability.
Title: "Den Geschichtsphilosophen das Wasser abgraben": Reinhart Koselleck als Ontologe der Unverfügbarkeit
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Der Beitrag rekonstruiert Reinhart Kosellecks Kritik der Geschichtsphilosophie als affirmative Geschichtstheorie des Nicht-Eingreifens.
Dabei verfolgt der Text Kosellecks Feindbestimmung des Geschichtsphilosophen von seiner Dissertation "Kritik und Krise" bis in das als Historik benannte Spätwerk.
Es wird gezeigt, dass Kosellecks Versuch, den Annahmen von Linearität und Einheit im Geschichtsprozess eine Geschichtsontologie gegenüberzustellen, weder von einer profunden Analyse geschichtsphilosophischer Literatur zeugt, noch den philosophischen Problemen seiner Haupteinflüsse Carl Schmitt und Martin Heidegger entkommt.
So legt der Beitrag vielmehr ein Ursprungsdenken Kosellecks frei, das keinen kritischen Begriff von Geschichte entwickelt, sondern zu einer schwerwiegenden Zementierung ihrer Unverfügbarkeit führt.
The article reconstructs Reinhart Koselleck’s critique of the philosophy of history as an affirmative theory of history grounded in non-intervention.
In doing so, the text traces Koselleck’s identification of the philosopher of history as an adversary from his dissertation "Kritik und Krise" through to his late work, designated as Historik.
It demonstrates that Koselleck’s attempt to counter the assumptions of linearity and unity in the historical process with a historical ontology neither reflects a profound analysis of philosophy-of-history literature nor escapes the philosophical problems of his principal influences, Carl Schmitt and Martin Heidegger.
Rather, the article brings to light an originary mode of thought in Koselleck that fails to develop a critical concept of history and instead leads to a grave cementation of history’s unavailability.
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