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Johann Adolph Scheibe als Verfasser zweier anonymer Bach-Dokumente
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Weniger bekannt als der "Scheibe-Birnbaum-Disput" ist ein Streit, der kurz vor J. S. Bachs Tod um den italienischen Musikgeschmack entbrannte und in dem gerade die Werke Bachs ausländischen Komponisten als Vorbild präsentiert wurden. Eine im Artikel dargelegte ausführliche Untersuchung der Quellen ergab, dass Scheibe hier als entschiedener Verteidiger Bachs auftrat und auch dessen überzeitliche Bedeutung betonte. Eingehend wird deduziert, warum Scheibe als Verfasser der anonym veröffentlichten Schriften benannt wird. Der Disput und ähnliche ästhetische Auseinandersetzungen (z. B. Marpurg, Gedanken über die welschen Tonkünstler) werden aufgerollt und Parallelen bis hin zur Wortwahl nachgewiesen. Abschließend werden Scheibes frühe Kritik an der "Schwülstigkeit" Bachs und seine spätere Bewunderung einander gegenübergestellt und auf eine ausstehende Würdigung Scheibes in seinem Gesamtschaffen verwiesen.
Erwähnte Artikel: Günther Wagner: J. A. Scheibe - J. S. Bach: Versuch einer Bewertung. BJ 1982, S. 33-50
Hans Joachim Kreutzer: Johann Sebastian Bach und das literarische Leipzig der Aufklärung. BJ 1991, S. 7-32
Weiterführende Artikel: Martin Zenck: Stadien der Bach-Deutung in der Musikkritik, Musikästhetik und Musikgeschichtsschreibung zwischen 1750 und 1800. BJ 1982, S. 7-32
Hans-Joachim Schulze: Friedrich Wilhelm Marpurg, Johann Sebastian Bach und die "Gedanken über die welschen Tonkünstler" (1751). BJ 2004, S. 121-132
Michael Maul: Johann Adolph Scheibes Bach-Kritik. Hintergründe und Schauplätze einer musikalischen Kontroverse. BJ 2010, S. 153-198
Title: Johann Adolph Scheibe als Verfasser zweier anonymer Bach-Dokumente
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Weniger bekannt als der "Scheibe-Birnbaum-Disput" ist ein Streit, der kurz vor J.
S.
Bachs Tod um den italienischen Musikgeschmack entbrannte und in dem gerade die Werke Bachs ausländischen Komponisten als Vorbild präsentiert wurden.
Eine im Artikel dargelegte ausführliche Untersuchung der Quellen ergab, dass Scheibe hier als entschiedener Verteidiger Bachs auftrat und auch dessen überzeitliche Bedeutung betonte.
Eingehend wird deduziert, warum Scheibe als Verfasser der anonym veröffentlichten Schriften benannt wird.
Der Disput und ähnliche ästhetische Auseinandersetzungen (z.
B.
Marpurg, Gedanken über die welschen Tonkünstler) werden aufgerollt und Parallelen bis hin zur Wortwahl nachgewiesen.
Abschließend werden Scheibes frühe Kritik an der "Schwülstigkeit" Bachs und seine spätere Bewunderung einander gegenübergestellt und auf eine ausstehende Würdigung Scheibes in seinem Gesamtschaffen verwiesen.
Erwähnte Artikel: Günther Wagner: J.
A.
Scheibe - J.
S.
Bach: Versuch einer Bewertung.
BJ 1982, S.
33-50
Hans Joachim Kreutzer: Johann Sebastian Bach und das literarische Leipzig der Aufklärung.
BJ 1991, S.
7-32
Weiterführende Artikel: Martin Zenck: Stadien der Bach-Deutung in der Musikkritik, Musikästhetik und Musikgeschichtsschreibung zwischen 1750 und 1800.
BJ 1982, S.
7-32
Hans-Joachim Schulze: Friedrich Wilhelm Marpurg, Johann Sebastian Bach und die "Gedanken über die welschen Tonkünstler" (1751).
BJ 2004, S.
121-132
Michael Maul: Johann Adolph Scheibes Bach-Kritik.
Hintergründe und Schauplätze einer musikalischen Kontroverse.
BJ 2010, S.
153-198.
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