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Die Bedeutung der dynamischen Beinachse: biomechanische Einflüsse auf Knie-Totalendoprothesen und Gelenkbelastung

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Zusammenfassung Im klinischen Alltag hat sich zur Beurteilung der Beinachse in der Frontalebene die statische Röntgenaufnahme etabliert. Mit vermehrtem Einsatz von funktionellen Analysen wie der Bewegungsanalyse rückt die Betrachtung der dynamischen Beinachse zunehmend in den Fokus. Die dynamische Achse des Kniegelenks spielt eine entscheidende Rolle für den Verschleiß von Knie-Totalendoprothesen (K-TEP), da sie die Belastungsverteilung und Bewegungsmuster im femorotibialen Gelenk beeinflusst. Insbesondere das Knieadduktionsmoment (KAM) wirkt sich bei medialen Belastungen auf das Inlay aus, das bei hohen Belastungsfrequenzen Verschleiß zeigt. Studien zeigen, dass das KAM bei Varusausrichtung steigt, was zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung und einer erhöhten Belastung des medialen Kompartiments führt. In-vitro- und Post-mortem-Analysen quantifizieren den jährlichen Materialverlust im Inlay, wobei Design und Ausrichtung der Prothese die Verschleißrate beeinflussen. Die dynamische Beinachse und das Gangbild können den Verschleiß weiter modifizieren; ein „Toe-in“-Gangmuster etwa senkt das KAM signifikant und könnte somit eine nichtoperative Option zur Verschleißminderung darstellen. Neuere Ansätze, wie das kinematische Alignment, streben eine natürliche Positionierung der Prothese an, was den Verschleiß nicht zwingend erhöht, jedoch im Vergleich zur mechanischen Ausrichtung eine präarthrotische Varus- oder Valgusachse belassen kann. Zusammenfassend könnte eine dynamische Bewertung der Beinachse zur präoperativen Planung und zur Verschleißreduktion bei K-TEP beitragen, wobei die statische radiologische Achsbestimmung klinisch relevant bleiben wird.
Title: Die Bedeutung der dynamischen Beinachse: biomechanische Einflüsse auf Knie-Totalendoprothesen und Gelenkbelastung
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Zusammenfassung Im klinischen Alltag hat sich zur Beurteilung der Beinachse in der Frontalebene die statische Röntgenaufnahme etabliert.
Mit vermehrtem Einsatz von funktionellen Analysen wie der Bewegungsanalyse rückt die Betrachtung der dynamischen Beinachse zunehmend in den Fokus.
Die dynamische Achse des Kniegelenks spielt eine entscheidende Rolle für den Verschleiß von Knie-Totalendoprothesen (K-TEP), da sie die Belastungsverteilung und Bewegungsmuster im femorotibialen Gelenk beeinflusst.
Insbesondere das Knieadduktionsmoment (KAM) wirkt sich bei medialen Belastungen auf das Inlay aus, das bei hohen Belastungsfrequenzen Verschleiß zeigt.
Studien zeigen, dass das KAM bei Varusausrichtung steigt, was zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung und einer erhöhten Belastung des medialen Kompartiments führt.
In-vitro- und Post-mortem-Analysen quantifizieren den jährlichen Materialverlust im Inlay, wobei Design und Ausrichtung der Prothese die Verschleißrate beeinflussen.
Die dynamische Beinachse und das Gangbild können den Verschleiß weiter modifizieren; ein „Toe-in“-Gangmuster etwa senkt das KAM signifikant und könnte somit eine nichtoperative Option zur Verschleißminderung darstellen.
Neuere Ansätze, wie das kinematische Alignment, streben eine natürliche Positionierung der Prothese an, was den Verschleiß nicht zwingend erhöht, jedoch im Vergleich zur mechanischen Ausrichtung eine präarthrotische Varus- oder Valgusachse belassen kann.
Zusammenfassend könnte eine dynamische Bewertung der Beinachse zur präoperativen Planung und zur Verschleißreduktion bei K-TEP beitragen, wobei die statische radiologische Achsbestimmung klinisch relevant bleiben wird.

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