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Lovink, Geert (2017). Im Bann der Plattformen. Die nächste Runde der Netzkritik. Bielefeld: transcript. 262 S., 24,99 €.
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Obwohl Überwachung und Infiltrieren der Privatsphären im Zeitalter von Facebook, Instagram und Co. allgemein bekannt sind, sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber was genau ist denn noch sozial an Medien und wie kann mit ihnen besser umgegangen werden? Im Werk Im Bann der Plattformen beleuchtet Medientheoretiker Geert Lovink das Phänomen des inflationären Gebrauchs von (gemeinnützigen) Netzwerken aus sozialwissenschaftlichen, ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Blickwinkeln.Zuerst beschäftigt sich die Publikation mit dem ‚Sozialen‘ und den Folgen der Informationsflut in den bekanntesten Netzwerken. Anschließend wird sich dem Leben außerhalb des Einflusses von Web 2.0 gewidmet.
Weiterhin werden Medientheorien, Einkommensmodelle des Internets, die Funktion von BitCoins kritisch diskutiert, aber auch Alternativen zu Facebook besprochen. Außerdem beschäftigt sich Lovrik mit digitalen Technologien in Uganda, bevor er anschließend Jonathan Franzen als extremen Gegner der modernen Medienkritik vorstellt. Abschließend werden Mobilitätskonzepte hinsichtlich neuer Mediennetzwerke sowie politische Auswirkungen von Netzwerken diskutiert und Netzkritik besprochen.Im Bann der Plattformen ist inhaltlich anspruchsvoll aufbereitet, nutzt viele Fachbegriffe aus den verschiedensten Fachgebieten und setzt somit ein breites interdisziplinäres Allgemeinwissen voraus. Einerseits werden kritische Bedenken in der Omnipräsenz von Netzwerken geliefert, anderseits auch neue gedankliche Verbesserungsvorschläge, die die Lesenden zum Nachdenken anregen sollen.
Der Autor berichtet über subjektive Erfahrungen und belegt diese – zusammen mit weiteren Theorien – wissenschaftlich. Die gewählten Themen sind hochaktuell und zukunftsorientiert. Mit Hilfe einer lebendigen, wortgewandten Sprache liest sich die Publikation flüssig. Aufgrund einer Reihe von neuen Ansätzen mit hoher Relevanz für die sozial-, kultur- und medienwissenschaftliche Forschung kann das Werk Fachkräften entsprechender Disziplinen zur Anregung für neue aktuelle Forschungsvorhaben empfohlen werden.
Title: Lovink, Geert (2017). Im Bann der Plattformen. Die nächste Runde der Netzkritik. Bielefeld: transcript. 262 S., 24,99 €.
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Obwohl Überwachung und Infiltrieren der Privatsphären im Zeitalter von Facebook, Instagram und Co.
allgemein bekannt sind, sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Aber was genau ist denn noch sozial an Medien und wie kann mit ihnen besser umgegangen werden? Im Werk Im Bann der Plattformen beleuchtet Medientheoretiker Geert Lovink das Phänomen des inflationären Gebrauchs von (gemeinnützigen) Netzwerken aus sozialwissenschaftlichen, ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Blickwinkeln.
Zuerst beschäftigt sich die Publikation mit dem ‚Sozialen‘ und den Folgen der Informationsflut in den bekanntesten Netzwerken.
Anschließend wird sich dem Leben außerhalb des Einflusses von Web 2.
0 gewidmet.
Weiterhin werden Medientheorien, Einkommensmodelle des Internets, die Funktion von BitCoins kritisch diskutiert, aber auch Alternativen zu Facebook besprochen.
Außerdem beschäftigt sich Lovrik mit digitalen Technologien in Uganda, bevor er anschließend Jonathan Franzen als extremen Gegner der modernen Medienkritik vorstellt.
Abschließend werden Mobilitätskonzepte hinsichtlich neuer Mediennetzwerke sowie politische Auswirkungen von Netzwerken diskutiert und Netzkritik besprochen.
Im Bann der Plattformen ist inhaltlich anspruchsvoll aufbereitet, nutzt viele Fachbegriffe aus den verschiedensten Fachgebieten und setzt somit ein breites interdisziplinäres Allgemeinwissen voraus.
Einerseits werden kritische Bedenken in der Omnipräsenz von Netzwerken geliefert, anderseits auch neue gedankliche Verbesserungsvorschläge, die die Lesenden zum Nachdenken anregen sollen.
Der Autor berichtet über subjektive Erfahrungen und belegt diese – zusammen mit weiteren Theorien – wissenschaftlich.
Die gewählten Themen sind hochaktuell und zukunftsorientiert.
Mit Hilfe einer lebendigen, wortgewandten Sprache liest sich die Publikation flüssig.
Aufgrund einer Reihe von neuen Ansätzen mit hoher Relevanz für die sozial-, kultur- und medienwissenschaftliche Forschung kann das Werk Fachkräften entsprechender Disziplinen zur Anregung für neue aktuelle Forschungsvorhaben empfohlen werden.
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