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Konferenzberichte
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Die frühe Neuzeit gilt als Epoche des Übersetzens und der Übersetzungen, als Epoche der ,prätextabhängigen Produktionsverfahren‘. Dabei stand weniger die reine Übertragung eines Textes in eine andere Sprache im Mittelpunkt als vielmehr, ganz
im Sinne der antiken Nachahmungspoetik, die imitatio, aemulatio und schließlich auch Interpretation literarischer Vorbilder. Allerdings scheint es auf den ersten Blick, diesem Befund entgegengesetzt, eine frappierende quantitative Diskrepanz zwischen der historischen Praxis
und der historischen Theoretisierung des Übersetzens gegeben zu haben. Dieses Spannungsverhältnis ergebe sich, so die Veranstalter:innen der Tagung, die im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2130 ,,Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“ an der Universität Heidelberg
stattfand, aus dem zugrundeliegenden Theoriebegriff: Es dürfe nicht nach zeitgenössischen Theorien im engeren Sinn gesucht werden. Stattdessen müssten alle Reflexionen zum Übersetzen sowie Betrachtungen über dieses und der Umgang mit Prätexten in den Blick genommen
werden. So fragten die u. a. aus der romanistischen Neuphilologie, den Übersetzungswissenschaften und der Klassischen Philologie kommenden Beiträger:innen der international und interdisziplinär aufgestellten Tagung nach Semantisierungen des Übersetzens, etwa Metaphern,
Topoi und anderen Stellvertreterfiguren nicht nur in Paratexten, sondern auch in den Texten selbst. Gemeinsam war ihnen eine enge Anknüpfung an die von den Veranstalter:innen Fiona Walter und Dirk Werle (Heidelberg) gestellte Leitfrage: Wie reflektierten Autor:innen der frühen Neuzeit
die Tätigkeit des Übersetzens?
Title: Konferenzberichte
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Die frühe Neuzeit gilt als Epoche des Übersetzens und der Übersetzungen, als Epoche der ,prätextabhängigen Produktionsverfahren‘.
Dabei stand weniger die reine Übertragung eines Textes in eine andere Sprache im Mittelpunkt als vielmehr, ganz
im Sinne der antiken Nachahmungspoetik, die imitatio, aemulatio und schließlich auch Interpretation literarischer Vorbilder.
Allerdings scheint es auf den ersten Blick, diesem Befund entgegengesetzt, eine frappierende quantitative Diskrepanz zwischen der historischen Praxis
und der historischen Theoretisierung des Übersetzens gegeben zu haben.
Dieses Spannungsverhältnis ergebe sich, so die Veranstalter:innen der Tagung, die im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2130 ,,Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“ an der Universität Heidelberg
stattfand, aus dem zugrundeliegenden Theoriebegriff: Es dürfe nicht nach zeitgenössischen Theorien im engeren Sinn gesucht werden.
Stattdessen müssten alle Reflexionen zum Übersetzen sowie Betrachtungen über dieses und der Umgang mit Prätexten in den Blick genommen
werden.
So fragten die u.
a.
aus der romanistischen Neuphilologie, den Übersetzungswissenschaften und der Klassischen Philologie kommenden Beiträger:innen der international und interdisziplinär aufgestellten Tagung nach Semantisierungen des Übersetzens, etwa Metaphern,
Topoi und anderen Stellvertreterfiguren nicht nur in Paratexten, sondern auch in den Texten selbst.
Gemeinsam war ihnen eine enge Anknüpfung an die von den Veranstalter:innen Fiona Walter und Dirk Werle (Heidelberg) gestellte Leitfrage: Wie reflektierten Autor:innen der frühen Neuzeit
die Tätigkeit des Übersetzens?.
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