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Vergleich der Wurzeldeckung mittels Tunneltechnik und Bindegewebstransplantat gegenüber koronal verschobenem Lappen und Schmelzmatrixderivat: 10-Jahres-Ergebnisse eines RCT mit digitaler 3D-Messtechnik

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Das Ziel der vorliegenden Arbeit war der quantitative, dreidimensionale Vergleich klinischer Ergebnisse der Behandlung singulärer und multipler Rezessionsdefekte mittels Tunneltechnik (TUN) und Bindegewebstransplantat (CTG) gegenüber koronal verschobenem Lappen (CAF) und Schmelzmatrixderivat (EMD) anhand einer digitalen Messmethode. Hierzu wurden die 10-Jahres-Daten einer Single-Center, randomisierten, kontrollierten Studie ausgewertet. Die Studienkohorte bestand aus 16 Patienten mit insgesamt 18 Versuchsstellen, die zu Studienbeginn nach dem Zufallsprinzip einer der beiden Behandlungsmodalitäten zugewiesen wurden. Alle Eingriffe erfolgten in der Privatpraxis Hürzeler/Zuhr, München, Deutschland, einer akkreditierten Forschungs- und Lehrpraxis des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität. Bei Studienbeginn, nach 6, 12, 24, 60 und 120 Monaten wurden Abdrücke der chirurgischen Stellen angefertigt, Studienmodelle aus Dentalgips hergestellt und anschließend durch einen optischen, laborgebundenen Scanner digitalisiert. Rezessionstiefe (REC), Rezessionsreduktion (RECred), prozentuale Wurzeldeckung (RC), vollständige Wurzeldeckung (CRC), durchschnittliche (aTHK) und punktuelle (pTHK) marginale Gewebedicken wurden digital gemessen und statistisch analysiert. 120 Monate nach der Wurzeldeckung zeigten 20,0 % (TUN+CTG) und 0,0 % (CAF+EMD) der Versuchsstellen CRC (P = 0,157), 67,26 % (TUN+CTG) und 24,0 % (CAF+EMD) wiesen eine RC auf (P = 0,001). CTG erreichte eine signifikant höhere RECred (TUN+CTG: 1,62 ± 1,14 mm; CAF+EMD: 0,42 ± 0,60 mm; P = 0,006), aTHK (TUN+CTG: 0,90 ± 0,52 mm; CAF+EMD: 0,37 ± 0,24; P = 0,005) sowie pTHK (TUN+CTG: 1,20 ± 0,63 mm; CAF+EMD: 0,49 ± 0,39; P = 0,003). Eine höhere THK korrelierte signifikant mit besseren Ergebnissen in Bezug auf RC und RECred. Die Unterschiede präzise gemessener und manuell erhobener Werte verdeutlichten, dass Ungenauigkeiten manuell erhobener Daten erhebliche Auswirkungen auf die Endergebnisse haben können. In beiden Experimentalgruppen kam es innerhalb der 10 Jahre zu einem deutlichen Rückgang des Zahnfleischrandes. Für bestmögliche Langzeitstabilität nach einer Rezessionsdeckung mit CTG, das aus tieferen Schichten der palatinalen mastikatorische Mukosa stammt, sollten Kliniker 12-Monats THK-Werte von durchschnittlich 1,5 bis 2 mm in den zentralen Bereichen der zuvor denudierten Wurzeloberflächen anstreben. Mehr Langzeitdaten sind erforderlich, um dringende Fragen zur Weichteilstabilität nach Rezessionsdeckungen beantworten zu können.
University Library J. C. Senckenberg
Title: Vergleich der Wurzeldeckung mittels Tunneltechnik und Bindegewebstransplantat gegenüber koronal verschobenem Lappen und Schmelzmatrixderivat: 10-Jahres-Ergebnisse eines RCT mit digitaler 3D-Messtechnik
Description:
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war der quantitative, dreidimensionale Vergleich klinischer Ergebnisse der Behandlung singulärer und multipler Rezessionsdefekte mittels Tunneltechnik (TUN) und Bindegewebstransplantat (CTG) gegenüber koronal verschobenem Lappen (CAF) und Schmelzmatrixderivat (EMD) anhand einer digitalen Messmethode.
Hierzu wurden die 10-Jahres-Daten einer Single-Center, randomisierten, kontrollierten Studie ausgewertet.
Die Studienkohorte bestand aus 16 Patienten mit insgesamt 18 Versuchsstellen, die zu Studienbeginn nach dem Zufallsprinzip einer der beiden Behandlungsmodalitäten zugewiesen wurden.
Alle Eingriffe erfolgten in der Privatpraxis Hürzeler/Zuhr, München, Deutschland, einer akkreditierten Forschungs- und Lehrpraxis des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität.
Bei Studienbeginn, nach 6, 12, 24, 60 und 120 Monaten wurden Abdrücke der chirurgischen Stellen angefertigt, Studienmodelle aus Dentalgips hergestellt und anschließend durch einen optischen, laborgebundenen Scanner digitalisiert.
Rezessionstiefe (REC), Rezessionsreduktion (RECred), prozentuale Wurzeldeckung (RC), vollständige Wurzeldeckung (CRC), durchschnittliche (aTHK) und punktuelle (pTHK) marginale Gewebedicken wurden digital gemessen und statistisch analysiert.
120 Monate nach der Wurzeldeckung zeigten 20,0 % (TUN+CTG) und 0,0 % (CAF+EMD) der Versuchsstellen CRC (P = 0,157), 67,26 % (TUN+CTG) und 24,0 % (CAF+EMD) wiesen eine RC auf (P = 0,001).
CTG erreichte eine signifikant höhere RECred (TUN+CTG: 1,62 ± 1,14 mm; CAF+EMD: 0,42 ± 0,60 mm; P = 0,006), aTHK (TUN+CTG: 0,90 ± 0,52 mm; CAF+EMD: 0,37 ± 0,24; P = 0,005) sowie pTHK (TUN+CTG: 1,20 ± 0,63 mm; CAF+EMD: 0,49 ± 0,39; P = 0,003).
Eine höhere THK korrelierte signifikant mit besseren Ergebnissen in Bezug auf RC und RECred.
Die Unterschiede präzise gemessener und manuell erhobener Werte verdeutlichten, dass Ungenauigkeiten manuell erhobener Daten erhebliche Auswirkungen auf die Endergebnisse haben können.
In beiden Experimentalgruppen kam es innerhalb der 10 Jahre zu einem deutlichen Rückgang des Zahnfleischrandes.
Für bestmögliche Langzeitstabilität nach einer Rezessionsdeckung mit CTG, das aus tieferen Schichten der palatinalen mastikatorische Mukosa stammt, sollten Kliniker 12-Monats THK-Werte von durchschnittlich 1,5 bis 2 mm in den zentralen Bereichen der zuvor denudierten Wurzeloberflächen anstreben.
Mehr Langzeitdaten sind erforderlich, um dringende Fragen zur Weichteilstabilität nach Rezessionsdeckungen beantworten zu können.

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