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Peter Gemeinhardt, Die Filioque-Kontroverse zwischen Ost- und Westkirche im Frühmittelalter

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Abstract Die Beschäftigung dem Filioque hat derzeit wieder Konjunktur. Nach der Studie von Bernd Oberdorfer (2001), die das Filioque-Problem aus primär systematisch-theologischer Perspektive untersucht, legt Peter Gemeinhardt jetzt mit seiner Marburger Dissertation ein Werk vor, das sich der Filioque-Problematik unter historischem Gesichtspunkt nähert, genauer: das die Entstehung des Filioque selbst und die damit verknüpfte Kontroverse von den Anfängen bis zum frühen 12. Jahrhundert eingehend nachzeichnet und durchaus als komplementäres Werk zu Oberdorfers Buch – auf das sich G. wiederholt bezieht – gelesen werden kann. Die Arbeit legt den Schwerpunkt auf die Zeit vor 1054, die in den Augen des Vf. hinsichtlich der Filioque-Kontroverse bisher unter einem Schleier liegt, den er „vermittels einer kirchen- und dogmengeschichtlichen Untersuchung“ lüften will um „damit den gegenwärtigen Auseinandersetzungen um Sinnhaftigkeit und Legitimität des Filioque ein historisch-kritisches Korrektiv an die Hand zu geben“ (VIII). Diese Zielsetzung spiegelt sich auch darin, daß der eigentlich historische Teil der Arbeit eingerahmt wird von zwei kürzeren, die die Untersuchung im ökumenischen und systematisch-theologischen Horizont verorten. Abschnitt A bildet die Einleitung: „Das Filioque im Spannungsfeld der gegenwärtigen Ökumene“ (S.1–40). Abschnitt B zeichnet die historische Entwicklung nach: „Stationen der Filioque-Kontroverse im Frühmittelalter“ (S.41–534). Abschnitt C faßt die Ergebnisse zusammen und lenkt den Blick zurück auf die ökumenische Diskussion der Gegenwart: „Systematisierende Zusammenfassung“ (S.535–556). Am Ende finden sich – angesichts der ungeheuren Fülle des verarbeiteten Materials unerläßliche – Anhänge zur Textentwicklung des NC (S.557–562), Abkürzungen der Quellen (S.563–566), die umfangreiche Bibliographie (S.567–598) und Register (Bibelstellen; Quellen; Namen; Orte; Synoden; moderne Autoren; S.599–644), die dem dankbaren Leser die Arbeit erleichtern.
Title: Peter Gemeinhardt, Die Filioque-Kontroverse zwischen Ost- und Westkirche im Frühmittelalter
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Abstract Die Beschäftigung dem Filioque hat derzeit wieder Konjunktur.
Nach der Studie von Bernd Oberdorfer (2001), die das Filioque-Problem aus primär systematisch-theologischer Perspektive untersucht, legt Peter Gemeinhardt jetzt mit seiner Marburger Dissertation ein Werk vor, das sich der Filioque-Problematik unter historischem Gesichtspunkt nähert, genauer: das die Entstehung des Filioque selbst und die damit verknüpfte Kontroverse von den Anfängen bis zum frühen 12.
Jahrhundert eingehend nachzeichnet und durchaus als komplementäres Werk zu Oberdorfers Buch – auf das sich G.
wiederholt bezieht – gelesen werden kann.
Die Arbeit legt den Schwerpunkt auf die Zeit vor 1054, die in den Augen des Vf.
hinsichtlich der Filioque-Kontroverse bisher unter einem Schleier liegt, den er „vermittels einer kirchen- und dogmengeschichtlichen Untersuchung“ lüften will um „damit den gegenwärtigen Auseinandersetzungen um Sinnhaftigkeit und Legitimität des Filioque ein historisch-kritisches Korrektiv an die Hand zu geben“ (VIII).
Diese Zielsetzung spiegelt sich auch darin, daß der eigentlich historische Teil der Arbeit eingerahmt wird von zwei kürzeren, die die Untersuchung im ökumenischen und systematisch-theologischen Horizont verorten.
Abschnitt A bildet die Einleitung: „Das Filioque im Spannungsfeld der gegenwärtigen Ökumene“ (S.
1–40).
Abschnitt B zeichnet die historische Entwicklung nach: „Stationen der Filioque-Kontroverse im Frühmittelalter“ (S.
41–534).
Abschnitt C faßt die Ergebnisse zusammen und lenkt den Blick zurück auf die ökumenische Diskussion der Gegenwart: „Systematisierende Zusammenfassung“ (S.
535–556).
Am Ende finden sich – angesichts der ungeheuren Fülle des verarbeiteten Materials unerläßliche – Anhänge zur Textentwicklung des NC (S.
557–562), Abkürzungen der Quellen (S.
563–566), die umfangreiche Bibliographie (S.
567–598) und Register (Bibelstellen; Quellen; Namen; Orte; Synoden; moderne Autoren; S.
599–644), die dem dankbaren Leser die Arbeit erleichtern.

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