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Vielfältige Entwicklungen aus Neurologie und Psychiatrie
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Liebe Leserinnen und Leser der „Fortschritte der Neurologie ·
Psychiatrie“!Heute halten sie erneut ein Heft in der Hand, was sowohl neurologisch als auch
psychiatrisch relevante neue Entwicklungen zusammenfasst und diskutiert. Von Seiten
des neurologischen Fachgebietes möchte ich insbesondere auf die Arbeit von Kaulen et
al. hinweisen, die eine Zusammenfassung bezüglich Diagnostik, Symptomatik und
Therapie der häufigsten chronischen Autoimmunerkrankung des peripheren
Nervensystems, nämlich der chronischen inflammatorischen demyelinisierenden
Polyradikuloneuropathie (CIDP) vorstellen. Im Gegensatz zum Guillain-Barré-Syndrom
handelt es sich bei der CIDP um eine chronische Erkrankung, wobei die Symptome
subakut über einen Zeitraum von wenigen Wochen auftreten. Da es sich insbesondere um
eine demyelinisierende Erkrankung handelt, finden sich elektrophysiologisch
Reduktionen der Nervenleitgeschwindigkeiten und Leitungsblöcke. Die Autoren liefern
eine sehr schöne Übersicht über die typischen elektroneurographischen Kriterien für
die Diagnose der CIDP und weisen dann auf den klassischen Verteilungstyp hin, der
distal und proximal symmetrisch charakterisiert ist. Von Seiten der aktuellen
Therapiemöglichkeiten werden als Therapie der ersten Wahl Steroide, Immunglobuline
und Plasmapherese genannt. Mit Recht weisen die Autoren darauf hin, dass es
mittlerweile, was viele Patienten sehr begrüßen, da es sich um eine chronische
Erkrankung handelt, auch die Möglichkeit der subkutanen Immunglobulintherapie gibt.
Des Weiteren werden Immunsuppressiva, wie Azathioprin, Cyclophosphamid,
Mycophenolatmofetil und Rituximab diskutiert. Warnend möchte ich bezüglich des
Rituximab auf eigene Erfahrungen hinweisen, dass dies nur bei guter Dokumentation
(Hinweis auf off-label-use) von den Krankenkassen übernommen wird.
Title: Vielfältige Entwicklungen aus Neurologie und
Psychiatrie
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Liebe Leserinnen und Leser der „Fortschritte der Neurologie ·
Psychiatrie“!Heute halten sie erneut ein Heft in der Hand, was sowohl neurologisch als auch
psychiatrisch relevante neue Entwicklungen zusammenfasst und diskutiert.
Von Seiten
des neurologischen Fachgebietes möchte ich insbesondere auf die Arbeit von Kaulen et
al.
hinweisen, die eine Zusammenfassung bezüglich Diagnostik, Symptomatik und
Therapie der häufigsten chronischen Autoimmunerkrankung des peripheren
Nervensystems, nämlich der chronischen inflammatorischen demyelinisierenden
Polyradikuloneuropathie (CIDP) vorstellen.
Im Gegensatz zum Guillain-Barré-Syndrom
handelt es sich bei der CIDP um eine chronische Erkrankung, wobei die Symptome
subakut über einen Zeitraum von wenigen Wochen auftreten.
Da es sich insbesondere um
eine demyelinisierende Erkrankung handelt, finden sich elektrophysiologisch
Reduktionen der Nervenleitgeschwindigkeiten und Leitungsblöcke.
Die Autoren liefern
eine sehr schöne Übersicht über die typischen elektroneurographischen Kriterien für
die Diagnose der CIDP und weisen dann auf den klassischen Verteilungstyp hin, der
distal und proximal symmetrisch charakterisiert ist.
Von Seiten der aktuellen
Therapiemöglichkeiten werden als Therapie der ersten Wahl Steroide, Immunglobuline
und Plasmapherese genannt.
Mit Recht weisen die Autoren darauf hin, dass es
mittlerweile, was viele Patienten sehr begrüßen, da es sich um eine chronische
Erkrankung handelt, auch die Möglichkeit der subkutanen Immunglobulintherapie gibt.
Des Weiteren werden Immunsuppressiva, wie Azathioprin, Cyclophosphamid,
Mycophenolatmofetil und Rituximab diskutiert.
Warnend möchte ich bezüglich des
Rituximab auf eigene Erfahrungen hinweisen, dass dies nur bei guter Dokumentation
(Hinweis auf off-label-use) von den Krankenkassen übernommen wird.
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