Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Gdańsk, nicht Danzig. Zur Konstruktion einer neuen Identität der Stadt in ausgewählten ephemeren Drucken der Nachkriegszeit

View through CrossRef
1945 lag Danzig in Trummern. Menschen, denen es die Ostsee und die Legende der Stadt an der Mottlau angetan haben, kamen aus ganz Polen nach Danzig, unter anderem aus den nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion verlorenen polnischen Ostgebieten. Damals waren ephemere Drucke das wichtigste und oft das einzige Mittel, um mit der Gesellschaft zu kommunizieren. An Hauswande und Litfa.saulen angebracht, vermittelten sie wichtige Informationen und Bekanntmachungen der Stadtverwaltung; wieder aufgebaute Einrichtungen, Geschafte und Unternehmen warben fur ihre Dienstleistungen. Plakate, Anschlagzettel, Postkarten, Briefmarken, Streichholzetiketten und Banknoten spielten ebenfalls eine wichtige Rolle: Sie sollten das Bewusstsein um die polnische Identitat von Gdańsk bei seinen neuen Bewohnern sowie in der gesamten polnischen Gesellschaft aufbauen. Ziel des Beitrags ist es, verschiedene Persuasionsstrategien im Bereich der Sprache, Grafik und Typografie zu verfolgen, die im Zeitraum 1945–1950 in ephemeren Drucken verwendet wurden und die „ewig polnische“ Identitat von Danzig / Gdańsk im Kontrast zu seiner deutschen Vergangenheit starken sollten – ganz im Sinne des 1945 in der Tageszeitung „Dziennik Bałtycki“ verwendeten Slogans: „Gdańsk war polnisch, ist polnisch und wird polnisch bleiben“.
Title: Gdańsk, nicht Danzig. Zur Konstruktion einer neuen Identität der Stadt in ausgewählten ephemeren Drucken der Nachkriegszeit
Description:
1945 lag Danzig in Trummern.
Menschen, denen es die Ostsee und die Legende der Stadt an der Mottlau angetan haben, kamen aus ganz Polen nach Danzig, unter anderem aus den nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion verlorenen polnischen Ostgebieten.
Damals waren ephemere Drucke das wichtigste und oft das einzige Mittel, um mit der Gesellschaft zu kommunizieren.
An Hauswande und Litfa.
saulen angebracht, vermittelten sie wichtige Informationen und Bekanntmachungen der Stadtverwaltung; wieder aufgebaute Einrichtungen, Geschafte und Unternehmen warben fur ihre Dienstleistungen.
Plakate, Anschlagzettel, Postkarten, Briefmarken, Streichholzetiketten und Banknoten spielten ebenfalls eine wichtige Rolle: Sie sollten das Bewusstsein um die polnische Identitat von Gdańsk bei seinen neuen Bewohnern sowie in der gesamten polnischen Gesellschaft aufbauen.
Ziel des Beitrags ist es, verschiedene Persuasionsstrategien im Bereich der Sprache, Grafik und Typografie zu verfolgen, die im Zeitraum 1945–1950 in ephemeren Drucken verwendet wurden und die „ewig polnische“ Identitat von Danzig / Gdańsk im Kontrast zu seiner deutschen Vergangenheit starken sollten – ganz im Sinne des 1945 in der Tageszeitung „Dziennik Bałtycki“ verwendeten Slogans: „Gdańsk war polnisch, ist polnisch und wird polnisch bleiben“.

Related Results

Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
ZusammenfassungInfektionen durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)‐Bakterien können beim Menschen wässrige und blutige Durchfälle verursachen und im schlimmsten Fall das...
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten von Schimmelpilzen verschiedener Gattungen. Der Befall von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Getreide, Obst, Nüssen ...
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
ZusammenfassungEin Schimmelpilzbefall tritt in Deutschland in etwa jeder zehnten Wohnung auf und kann gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnenden auslösen. Die Beschwerden r...
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Die Debatte um Werte und Medien begleitet die Gesellschaft und speziell die Pädagogik seit dem Aufkommen der sogenannten Massenmedien. Im Mittelpunkt stand und steht noch immer die...
WILLI DROST: THE LAST DIRECTOR OF THE STADTMUSEUM (CITY MUSEUM) IN GDAŃSK
WILLI DROST: THE LAST DIRECTOR OF THE STADTMUSEUM (CITY MUSEUM) IN GDAŃSK
As much as the history of the Free City of Danzig (1920–1939) has been dedicated numerous academic studies, the activity of its institutions and people, particularly Gdańsk residen...
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
Zusammenfassung . Entgegen der verbreiteten Annahme, daß die Bildung und Entwicklung der Querwand bei der Zellteilung der Cyanophyceenzellen durch Einfaltung und Einwachsen der Län...

Back to Top